• vom 06.09.2012, 17:05 Uhr

Mensch

Update: 06.09.2012, 17:26 Uhr
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Verlängerte Wachphasen sind ein frühes Merkmal für Alzheimer

Vorbote für Demenz


Von Alexandra Grass

  • Ergebnisse aus Mäusestudien sollen am Menschen erforscht werden.

Wien. Gegen Alzheimer ist noch kein Kraut gewachsen. Zwar sucht die Forschung vielfach nach einem möglichen Impfstoff gegen die Demenzerkrankung. Jüngst wurde jedoch sogar eine erfolgsversprechende Phase-III-Studie abgebrochen, da sie nicht die Erwartungen erfüllt hat.

Gegen Alzheimer-Demenz gibt es nach wie vor keine erfolgversprechende Strategie.

Gegen Alzheimer-Demenz gibt es nach wie vor keine erfolgversprechende Strategie.© freshidea - Fotolia Gegen Alzheimer-Demenz gibt es nach wie vor keine erfolgversprechende Strategie.© freshidea - Fotolia

Auf der anderen Seite wird versucht, die Früherkennung voranzutreiben. Jüngste Forschungen gehen davon aus, dass Schlafstörungen ein Vorbote von Alzheimer sein könnten.

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Die krankhaften Veränderungen im Gehirn beginnen schon Jahre vor den ersten erkennbaren Anzeichen einer Alzheimer-Demenz. Nach und nach lagern sich sogenannte Plaques im Gehirn ab. Diese bestehen aus Molekülen des Eiweißstoffes Beta-Amyloid, die für gewöhnlich in löslicher Form vorliegen. Vermutlich stören diese Ablagerungen verschiedene Hirnfunktionen - so etwa auch die Regulation von Schlaf- und Wachzeiten, wie US-Wissenschafter der Washington University School of Medicine in St. Louis nach Versuchen bei Mäusen im Fachblatt "Science Translational Medicine" berichten.

"Das Auftreten oder Ausbleiben von Schlafproblemen könnte ein schneller Indikator für den Erfolg neuer Behandlungsmethoden bei Alzheimer-Patienten sein, die noch keine Demenzsymptome zeigen", erklärt David Holtzman, der Leiter des Forscherteams. Es fehlt aber noch der Nachweis, ob die an Mäusen erzielten Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind.

Wie sich die Schlafstörung äußert, ist auch noch Gegenstand von Untersuchungen. So könnte sich die Schlafdauer insgesamt verringern, oder es zu häufigeren Unterbrechungen kommen. Auch andere Formen von Schlafstörungen sind möglich, wiewohl sich im Alter auch bei Gesunden die Dauer und Qualität des Schlafs verändern. Doch könnte Alzheimer den Prozess beschleunigen, sind sich die Forscher sicher.

Ob man das persönliche Risiko einer möglichen Tendenz, im späteren Alter an Alzheimer zu erkranken, tatsächlich wissen möchte, solange es keine erfolgreiche Strategie dagegen gibt, ist allerdings eine andere Frage.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-06 17:12:11
Letzte Änderung am 2012-09-06 17:26:58


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