• vom 25.09.2012, 16:32 Uhr

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Update: 25.09.2012, 16:44 Uhr
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Kein Österreicher ist Favorit für den Nobelpreis



Wien/Philadelphia. Kein Österreicher findet sich heuer unter den vom Nachrichten- und Finanzdatenanbieter Thomson Reuters ermittelten Nobelpreis-Favoriten. 21 Forscher für die Auszeichnungen in den Bereichen Chemie, Physik, Medizin und Wirtschaft werden als heiße Anwärter gehandelt. Basis für die Vorhersagen ist die Häufigkeit der Zitierungen von Publikationen. Entsprechend werden die Favoriten auch "Citation Laureates" genannt. Die tatsächlichen Gewinner werden durch das Nobelpreis-Komitee zwischen 8. und 15. Oktober bekanntgegeben.

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In den vergangenen Jahren kamen immer wieder Österreicher in die engere Auswahl von Thomson Reuters. So zählten etwa die Quantenphysiker Anton Zeilinger und Peter Zoller sowie der Wirtschaftswissenschafter Ernst Fehr bereits zu den "Citation Laureates" - freilich ohne den Nobelpreis später zu erhalten. Thomson Reuters schränkt ein: Den Genannten wird zwar der Nobelpreis vorausgesagt - allerdings "entweder in diesem Jahr oder in der Zukunft". Die heurigen Favoriten kommen vor allem aus dem anglo-amerikanischen Raum: 13 der 21 "heißen" Kandidaten arbeiten an US-Forschungsstätten, zwei in Kanada und je drei in Japan und Großbritannien.

Fundament für die Quantenteleportation
Ganz ohne Österreich-Bezug geht es aber auch heuer nicht: Als Favoriten für den Physik-Nobelpreis nennt Thomson Reuters unter anderem Charles H. Bennett, Gilles Brassard und William K. Wootters, und zwar "für ihre bahnbrechende Beschreibung eines Protokolls für Quantenteleportation, das inzwischen experimentell bestätigt wurde". Sie legten damit 1993 das theoretische Fundament für die Quantenteleportation, mit deren erstmaliger experimenteller Realisierung der Wiener Zeilinger 1997 weltbekannt wurde.

Kaum Chancen hat 2012 übrigens der wissenschaftliche Durchbruch des Jahres - die vermutliche Entdeckung des Higgs-Boson am europäischen Kernforschungszentrum Cern im Juli. Erstens müssen die Nominierungen spätestens im Februar erfolgen, zweitens vergehen zwischen wissenschaftlicher Entdeckung und Nobelpreis-Vergabe im Schnitt rund 25 Jahre.




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Nobelpreise

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-25 16:39:03
Letzte Änderung am 2012-09-25 16:44:08


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