• vom 19.04.2013, 17:39 Uhr

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Medizin

Vogelgrippe in China im Visier der WHO




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  • Selten, aber doch: Virus H7N9 kann von Mensch zu Mensch springen.

Peking/Wien. (ski/ag) Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO kann eine Übertragung des Vogelgrippevirus H7N9 in "seltenen Fällen" von Mensch zu Mensch erfolgen. Wie WHO-Vertreter Michael O’Leary am Freitag in Peking sagte, seien in China bisher mehr als 1700 enge Kontaktpersonen von infizierten Patienten untersucht worden, nur in drei kleinen Gruppen sei eine Weitergabe des Virus unter Verwandten als wahrscheinlich anzusehen: Es handle sich um einen Vater und seine beiden Söhne, die zweite Gruppe sei ein Vater mit seinem Kind und die dritte seien ein Mann und seine Frau.

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"Bisher ist es aber ein Tiervirus, das in wenigen Fällen auf Menschen überspringt", betonte O’Leary, das sei "nicht untypisch für diese Art von Viren". Ein internationales Expertenteam der WHO ist derzeit in China, soll dort eine Woche bleiben, und unter anderem Labors, Spitäler und betroffene Regionen besuchen.

Eine Kernaufgabe der Mission sei, die Infektionswege des Virus genauer zu untersuchen, sagte O’Leary. Bis jetzt sei nur bei etwas mehr als der Hälfte der Infizierten ein direkter Kontakt zu Geflügel nachgewiesen worden.

Lange Zeit unter Verschluss gehaltene, aber 2012 letztlich doch veröffentlichte Studien zur Vogelgrippe haben aufgezeigt, wie die Übertragbarkeit eines Vogelgrippe-Virus auf den Menschen durch gentechnische Veränderungen beeinflusst werden kann. Solche Forschungen sollten helfen, rechtzeitig Mittel gegen eine mögliche Pandemie zu entwickeln.




Schlagwörter

Medizin, Vogelgrippe, China, WHO, H7N9

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2013-04-19 17:47:14


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