• vom 17.09.2013, 16:15 Uhr

Mensch


Augen

Kampf gegen die Alterssichtigkeit




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  • Die chirurgische Augenkorrektur verzeichnet immer größere Erfolge.

Salzburg. Die Möglichkeiten der chirurgischen Korrektur der Alterssichtigkeit werden immer besser. Zu den besonders erfolgreichen Verfahren zählen Lochblenden für die Hornhaut und Mehr-stärkenlinsen, auch Multifokallinsen genannt. Studien zeigen, dass 70 Prozent der Patienten mit Multifokallinsen auf Fern- und Lesebrille verzichten können. Bei Lochblenden liegt die Erfolgsrate bei 80 Prozent.


Bei der Lochblende, dem sogenannten "Kamra-Inlay", handelt es sich um eine Kunststoffscheibe mit 3,8 Millimeter Durchmesser, die in der Mitte ein 1,6 Millimeter kleines Loch enthält. "Das Inlay wird unter örtlicher Betäubung in eine Tasche in der Hornhaut geschoben, die wir vorher mit einem Laserstrahl erzeugen, oder bei der Lasik-Operation zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit zugleich implantiert", erklärte Günther Grabner, Primararzt der Universitäts-Augenklinik Salzburg. Das Implantat nutzt ein Prinzip, das von der Fotokamera bekannt ist - die Blende am Objektiv wird kleiner gestellt, die Tiefenschärfe damit erhöht. Nur ein Auge, das "Leseauge", erhält das Implantat.

Effekt scheint von Dauer
Grabner gehörte zu den ersten Augenärzten, die Kamra-Inlays implantierten, und wertet die Ergebnisse seit sieben Jahren aus. Die Wirkung stellt sich kurz nach der Operation ein. "Mehr als 80 Prozent der Patienten konnten ohne Sehhilfe Bücher und Zeitungen lesen, einschließlich der Schrift auf dem Handy", so der Experte. Vor kurzem veröffentlichte Ergebnisse zeigen, dass es nur bei einem von 32 Patienten zu keiner Verbesserung im Sehtest kam. Auch am Computer gebe es in der Regel keine Probleme. Nach bisherigen Erfahrungen ist dieser Effekt von Dauer. Eine erste Langzeitstudie über fünf Jahre ergab, dass die Sehverbesserung über diesen Zeitraum anhält.

Die am häufigsten auftretenden Komplikationen sind "Halos", kleine Lichtringe, die vor allem abends um Lichtquellen herum wahrgenommen werden. Die Häufigkeit liegt bei 3,1 Prozent. Ist ein Patient unzufrieden, kann die Lochblende wieder entfernt werden. Weltweit sind bisher über 20.000 Inlays implantiert worden.

Kunstlinse bei Grauem Star
Leidet der Patient unter Grauem Star, kommt ein Austausch der körpereigenen Linsen durch multifokale Kunstlinsen infrage. Die Mehrstärkenlinsen bieten verschiedene Brennpunkte für scharfes Nah- und Fernsehen an. Sie sind seit 25 Jahren im Einsatz und auch zunehmend erfolgreich: Studien zeigen, dass 70 Prozent der operierten Patienten auf eine Brille - sowohl für fern als auch für nah - verzichten können.




Schlagwörter

Augen, Chirurgie, Medizin, Gesundheit

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Dokument erstellt am 2013-09-17 16:20:02



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