• vom 26.07.2016, 16:53 Uhr

Mensch


Zika-Virus

Forscher befürchten fast 100 Millionen Zika-Infizierte




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    Rio de Janeiro/Paris. 93,4 Millionen Menschen könnten sich bis zum Ende des aktuellen Ausbruchs mit dem Zika-Virus infizieren. Darunter wären auch bis zu 1,65 Millionen schwangere Frauen. Diese äußerst beunruhigenden Zahlen haben Forscher im Fachjournal "Nature Microbiology" auf der Basis von Berechnungen veröffentlicht. Sollte dieser schlimmste Fall tatsächlich eintreten, könnten Zehntausende Kinder mit Missbildungen geboren werden.

    Der Erreger kann die gefürchteten Schädelfehlbildungen mit abnormal kleinem Kopf (Mikrozephalie) bei Föten vor allem in den ersten Wochen der Schwangerschaft auslösen. Infizieren sich die Mütter in diesem Schwangerschafts-Stadium, können bis zu 13 Prozent der Föten von Komplikationen betroffen sein, berichten die Wissenschafter aus den USA, Großbritannien und Schweden.

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    Erste Geburt eines Babys mit Mikrozephalie in Spanien
    Bisher ist das Zika-Virus vor allem in Süd- und Mittelamerika verbreitet. Mit 1709 bestätigten Fällen von Mikrozephalie seit Oktober 2015 ist Brasilien am stärksten betroffen. Das nährte auch Befürchtungen, dass sich das Virus im Zuge der am 5. August beginnenden Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro (bis 21. August) weiter ausbreitet.

    Unterdessen ist in Spanien die erste Geburt eines Babys mit Mikrozephalie in Europa bekannt geworden. Die Fehlbildung sei durch den Zika-Erreger verursacht worden, sagte der Leiter der Neonatologie-Abteilung des Krankenhauses Vall d’Hebron in Barcelona, Felix Castillo. Die Mutter habe sich auf einer Lateinamerikareise mit dem von Mücken übertragenen Erreger infiziert, hieß es. Innerhalb der EU-Länder wurden bisher drei Schwangerschaften registriert, bei denen das Ungeborene Fehlbildungen durch Zika hatte - eine in Slowenien und zwei in Spanien. Alle Schwangeren hätten sich auf Reisen infiziert.




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    Dokument erstellt am 2016-07-26 16:56:02



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