Wien. Wiener Physiker lassen Schwarze Löcher auf Europas schnellsten Supercomputern kollidieren. Die Wissenschafter der Uni Wien sind an einem europäischen Forschungsprojekt beteiligt, in dem die gewaltigsten Ereignisse im Universum simuliert werden: der Zusammenstoß von Schwarzen Löchern. Die Forscher wollen dadurch endlich die so entstehenden Gravitationswellen beobachten.
Gravitationswellen dehnen und quetschen Raum und Zeit und entstehen, wenn massereiche Körper beschleunigen, abbremsen, explodieren oder zusammenstoßen. Obwohl es kaum Zweifel an ihrer Existenz gibt, sind sie bisher nicht direkt gemessen worden, da sie zumeist äußerst schwach sind. Ihre Beobachtung "soll ein neues Fenster zum Universum öffnen, das über Schwarze Löcher oder die ersten Sekunden des Universums Auskunft geben wird", so Michael Pürrer von der Fakultät für Physik der Uni Wien.