• vom 27.04.2012, 16:43 Uhr

Natur

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Sternenhimmel im Mai

Drei helle Planeten deuten die Tierkreisebene an


Von Hermann Mucke



Sonnenchronik: Die Dauer der lichten Tage steigt weiter, vom 1. Mai mit 14 Stunden 34 auf 15 Stunden 47 Minuten am 31. Ab Sonnenuntergang dauert die bürgerliche Dämmerung 37 Minuten; dann steht die Sonne 6 Grade unter dem mathematischen Horizont und die ersten Sterne werden sichtbar. Die nautische Dämmerung endet bei 12 Graden Sonnentiefe und verlängert sich von 1 Stunde 19 am 1. auf 1 Stunde 35 Minuten am 31.; dann ist es fast ganz dunkle Nacht. Die Sonne erreicht in Widerspiegelung des Erdumlaufs am 20. um 17.16 Uhr MESZ den Anfang des Tierkreiszwölftels Zwillinge. An diesem Mittag zieht im Freiluftplanetarium die helle Schattenmitte der Lochscheibe am Nordmast über jene Querspange am Nordweg, die das Zwillingssymbol und Datum Mai 20 trägt.

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Mondchronik: Am Abend des 1. finden wir den schon weit über halb erleuchteten Mond nahe Mars. Zufolge der Libration - der perspektivischen Schwankung im Mond-Anblick - liegt dann auch sein Nordpol randfern. Am 4. steht der Mond bei Saturn und am 6. durchläuft er seine Erdnähe in der Waage und wird auch zum Vollmond. In niedrigster Himmelsbahn zieht er am 8. im Schlangenträger vom Aufgang bis zum Untergang und erreicht am 12. im Steinbock das Letzte Viertel. Dabei sorgt die Libration für einen randnah liegenden Fleck Grimaldi am linken Mondrand und aus gleichem Grund liegt am 14. der Mondsüdpol randfern. In seiner Erdferne am 19. zeigt sich der Mond tief in der ostnordöstlichen Morgendämmerung im Widder, als feine Altlichtsichel, letztmals vor dem Neumond am 21. Dieser ist mit einer bei uns unsichtbaren ringförmigen Sonnenfinsternis verbunden. Sie ist sichtbar im Nordwestpazifik, in Teilen Nordamerikas, in der Arktis, in Teilen Asiens und in fast ganz Malaysien. Die Zone der ringförmigen Sichtbarkeit beginnt an der Südostküste Asiens, quert den Nordwestpazifik und endet südlich der Mitte Nordamerikas. Am 22. zeigt sich der Mond wieder als zarte Neulichtsichel im Stier, tief in der westnordwestlichen Abenddämmerung und zieht nahe Venus in niedrigster Himmelsbahn vom Aufgang bis zum Untergang. Sein Erstes Viertel erreicht der Mond am 28. im Sextanten unweit Mars und der 29. bringt der Libration wegen einen randfern liegenden Mondnordpol. Am 31. steht der Mond in der Nachbarschaft von Saturn.

Planetenlauf: Merkur bleibt weiterhin im Strahlenkranz der Sonne unsichtbar. Venus strahlt noch vorerst am Abendhimmel und später niedrig zwischen Westnordwesten und Nordwesten im Stier, bevor sie am 30. in der Abenddämmerung versinkt. Sie zieht ja links der Sonne der Erde entgegen und wird am vom 5. auf den 6. Juni zwischen uns und der Sonne vom Abend- auf den Morgenhimmel wechseln - dabei vor der Sonnenscheibe vorbeiziehen!




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Sternenhimmel

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Dokument erstellt am 2012-04-27 16:50:09


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