Rust. In der burgenländischen Storchenstadt Rust wartet man momentan gespannt auf den ersten gefiederten Nachwuchs. Meister Adebar soll sich vermehren und hat bereits fleißig vorgearbeitet, erzählte Erich Malzl, Sprecher des örtlichen Storchenvereins am Montag: "Wir sind wirklich sehr zufrieden. Wir haben wie im Vorjahr 15 Paare, die alle schön auf der Brut sitzen. Mitte Mai sollten die ersten Jungstörche schlüpfen."
Am 21. März ließ sich heuer das erste Tier in Rust nieder und bezog sein Nest am Conradplatz. Die Horste wurden einige Wochen zuvor von den Mitgliedern des Storchenvereins gesäubert, desinfiziert und renoviert und bei Bedarf auch ausgetauscht. Nicht nur die 15 Paare haben sich ein Sommerquartier am Ufer des Neusiedler Sees gesucht, auch ein Single-Storch hat eine "Dachwohnung" in der Stadt gefunden.
Live mit der Storchenkamera
Wer den Tieren beim Brüten zusehen möchte, kann entweder nach Rust fahren und eines der vielen Nester ansehen, oder beobachtet Meister Adebar im Internet mit Hilfe der sogenannten Storchenkamera. Die Webcam überträgt live den Alltag der Störche. Wer Glück hat, kann ein paar Eier im Nest entdecken.
2011 freute sich der Verein über 40 Jungstörche. 15 Paare fanden zusammen, zwei Tiere blieben solo. Vier Tiere sind nicht mit der großen Storchenfamilie mitgeflogen, sondern haben den Winter in Rust verbracht.