• vom 16.05.2012, 10:24 Uhr

Natur

Update: 16.05.2012, 10:27 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Star Wars im Garten

Deutsche Forscher erprobten Laserstrahlen gegen Unkraut



  • Anlage fährt automatisch über Felder oder Beete

Hannover. Wissenschafter aus Hannover erproben Laserstrahlen als umweltfreundliche Alternative zur chemischen Unkrautbekämpfung. Sie hoffen, damit den Einsatz giftiger Herbizide einzudämmen. Dazu haben die Forscher eine Anlage entwickelt, die automatisch über Felder oder Beete fahren kann. Eine Kamera erkennt aufsprießendes Unkraut und vernichtet es per Laserstrahl. Mit der im Labor entwickelten ersten Apparatur lässt sich bisher allerdings erst eine etwa ein Quadratmeter große Fläche im Gewächshaus behandeln.

  Das Projekt des Instituts für Biologische Produktionssysteme der Uni Hannover und des Laser Zentrums Hannover wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Das Interesse aus der Industrie sei groß, sagte Projektleiter Prof. Thomas Rath laut einer Pressemitteilung: "Überall dort, wo eine Überfahrt über das Beet relativ leicht zu realisieren ist, könnte das System bald zum Einsatz kommen - zum Beispiel in Gewächshäusern oder Baumschulen."

Viele knifflige Fragen zu klären  
Bis es so weit ist, haben die Wissenschafter allerdings noch eine Menge kniffliger Fragen zu klären. So muss die Intensität der Bestrahlung genau abgestimmt werden. Laser mit zu geringer Energiemenge wirken eher wachstumsfördernd, haben sie herausgefunden. Die zweite Herausforderung liegt darin, das Unkraut zu erkennen. Kameras filmen die Pflanzen, eine Software misst ihre Konturen. "Wir haben Algorithmen für viele verschiedene Unkräuter", erläuterte Rath.

  Ob die Lasertechnik auch auf großen Äckern eingesetzt werden kann, ist noch völlig unklar. Eine Montage des Lasers auf Schleppern kommt nicht infrage, da die Strahlen bei Erschütterungen ihr Ziel verfehlen. "Wir forschen im Moment an Drohnen - kleinen Robotern, die im Schwarm über das Feld fliegen", sagte Rath. Interessant sei der Laser auch für die Unkrautbekämpfung etwa in Wasserschutzgebieten, wo der Einsatz von Herbiziden verboten ist. Bisher werde im Ökolandbau Unkraut meist per Hand gezupft oder abgeflämmt.



Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-16 10:26:47
Letzte Änderung am 2012-05-16 10:27:22


Beliebte Inhalte



Der Satellit beherbergte zahlreiche Species. - Bild: Roskosmos
  • De Biosputnik ist zurück.
  • weiter

Marienkäfer: asiatisch (l.) und europäisch. - corbis
  • Asiatische Marienkäfer infizieren und dezimieren ihre europäischen Verwandten.
  • weiter

  • Neue Arbeitsgruppe erforscht große Fragen zur Entstehung des Universums.
  • weiter

Als Edi Finger "narrisch" wurde: Hans Krankl schickt mit seinem Siegestreffer von Córdoba das deutsche Nationalteam bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1978 nach Hause. - Schnoerrer/epa/PictureDesk.com Wien. Welcher Raum bietet den idealen Rahmen für eine Ausstellung über "Meldungen, die Österreich bewegten"? Richtig...weiter

Beim Klonen entnahmen die US-Wissenschafter unter anderem der Eizelle den Kern. - OHSU/dpa
  • Forscher klonen erstmals menschliche Stammzellen, daraus wird jedoch noch kein geklontes Kind geboren.
  • weiter

Dank und viel Beifall für Helmut Denk. - apa/Hochmuth
  • Scheidendes ÖAW-Präsidium zieht positive Bilanz und erhält Anerkennung.
  • weiter

Klonen kann gefährlich sein, wie Steven Spielbergs "Jurassic Park" zeigt. - apa/Universal/Amblin
  • Klonen ist ein zentrales Thema der Science Fiction in Film und Literatur.
  • weiter

Beim Klonen entnahmen die US-Wissenschafter unter anderem der Eizelle den Kern. - OHSU/dpa
  • Forscher klonen erstmals menschliche Stammzellen, daraus wird jedoch noch kein geklontes Kind geboren.
  • weiter

Der Satellit beherbergte zahlreiche Species. - Bild: Roskosmos
  • De Biosputnik ist zurück.
  • weiter




Werbung





Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

18. 5. 2013: Ein lesbisches Paar in Myanmar: Der "Internationale Tag gegen Homophobie" geriet weltweit zu einem bunten und eindringlichen Protest gegen Diskriminierung. Noch herrscht auf der Croisette vor dem Palais des Festivals in Cannes die Ruhe vor dem Sturm.

Werbung