• vom 09.02.2015, 16:39 Uhr

Natur


Asteroiden

Erdnahe Asteroiden erfordern Abwehrszenarien




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    Wien. "Durch das All rasen mindestens 3000 Objekte, die der Erde so nahe kommen, dass sie einschlagen könnten, und wir wissen von mindestens 1000 Objekten, dass wir sie im Auge behalten müssen." Diesen Statusbericht lieferte am Montag Rudolf Albrecht, Mitglied der UN-Aktionsgruppe "Erdnahe Objekte". In Wien befassen sich derzeit noch bis Mitte der Woche Experten mit erdnahen Asteroiden und deren Abwehr. Nicht zuletzt der 2013 nahe der russischen Stadt Tscheljabinsk explodierte Meteorit hat gezeigt, welche Gefahren im All lauern.

    Problematisch sind vor allem die vielen denkbaren Szenarien. "Ein kleiner Körper - sehr schnell, sehr nahe - schlägt übermorgen, in einer Woche oder in zwei Monaten in New York ein. Was machen wir?", umreißt Albrecht eine Variantengruppe. Andererseits könnte es sich um ein großes Objekt handeln, das aber noch weit entfernt ist und früher entdeckt wird. Zwar sei ein großer Körper immer potenziell sehr gefährlich, doch könne man "noch ein technisches Programm auf die Beine stellen", so der wissenschaftliche Berater des Österreichischen Weltraumforums. Es wäre nicht anzuraten, ein solches Geschoss, wie etwa im Hollywoodfilm "Armageddon", mit einer Atombombe abzuschießen, betont Albrecht. Das ergäbe viele kleine Schrotkugeln. Man denke aktuell eher daran, auf einem Asteroiden ein Raketentriebwerk zu installieren, um die Flugbahn entscheidend zu verändern.

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    Neue Programme zur Erfassung erdnaher Objekte, wie etwa das auch von der EU mitfinanzierte Projekt "NEOShield", werden voraussichtlich in den nächsten fünf Jahren hunderttausende Objekte entdecken. Nun gehe es um einen Arbeitsplan, so Albrecht. Darin enthalten sind neben einheitlichen Klassifizierungsrichtlinien von Bedrohungen auch die Analyse von Szenarien und mögliche Gegenmaßnahmen sowie die Missions-Planung.




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    Dokument erstellt am 2015-02-09 16:44:05



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