• vom 31.08.2015, 16:01 Uhr

Natur


Naturhistorisches Museum

Digitales Auge hält Ausschau nach Meteoren




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    Wien. (gral) Ab sofort hält eine Spezialkamera auf dem Dach des Naturhistorischen Museums (NHM) Ausschau nach Meteoren. Damit soll nicht nur die Herkunft von extraterrestrischem Material, sondern auch dessen Fall auf die Erde verfolgt werden. Denn in Österreich gebe es beim Auffinden von Meteoriten "ein klares Defizit", betonte NHM-Direktor Christian Köberl am Montag bei der Präsentation der Kamera. Längerfristiges Ziel sei ein möglichst dichtes Kameranetzwerk in ganz Österreich.

    Treten Staubkörnchen oder kleine Gesteinsklumpen - sogenannte Meteoroide - in die Erdatmosphäre ein, erscheinen Meteore wie Sternschnuppen oder Feuerbälle am Himmel. Größere Gesteinsstücke, die lange genug überleben, um auf der Oberfläche des Planeten einzuschlagen, sind, wenn man Glück hat, als Meteoriten zu finden. Schätzungen zufolge fallen jedes Jahr durchschnittlich zwei solcher Gesteinsklumpen auf österreichischen Boden. In den vergangenen 250 Jahren wurden allerdings nur sieben gefunden. Grund dafür ist die Landschaft mit ihren Bergen und Wäldern, die die Suche erschwert.

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    Pilotphase folgt Netzwerk
    Kann jedoch die Flugbahn mittels Kameras ermittelt werden, grenzt sich das Suchgebiet ein. Daher wollen sich die Wissenschafter bemühen, nach einer Pilotphase am Dach des Museums ein flächendeckendes Netzwerk mit rund einem Dutzend der 180-Grad-Weitwinkelkameras mit Kosten von jeweils 1500 bis 2000 Euro aufzubauen.

    Das NHM beteiligt sich mit der Kamerainstallation an dem französischen Forschungsprojekt Fripon (Fireball Recovery and InterPlanetary Observation Network). In Frankreich wurden 100 Kameras aufgestellt, die über das Internet ihre Daten zur Verfügung stellen. Die Meteoriten geben Auskunft über die Entstehung des Kosmos und der Elemente.




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    Dokument erstellt am 2015-08-31 16:05:03



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