• vom 20.06.2016, 16:00 Uhr

Natur


Astronomie

Schnappschuss von Planetengeburt




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  • Ein internationales Astronomenteam entdeckte den bisher jüngsten Exoplaneten.

Das Kepler-Weltraumteleskop auf Erkundungstour.

Das Kepler-Weltraumteleskop auf Erkundungstour.© Nasa Das Kepler-Weltraumteleskop auf Erkundungstour.© Nasa

Exeter/Wien. (gral) Einem internationalen Astronomenteam gelang die Entdeckung des jüngsten jemals ausgeforschten Exoplaneten. 500 Lichtjahre von der Erde entfernt, umkreist er alle fünf Tage einen jungen Stern. Vergleicht man K2-33b mit Planeten in unserem Sonnensystem, würde er in seiner Größe am ehesten Neptun entsprechen. Die Forscher um Sasha Hinkley von der University of Exeter nehmen an, dass der mit dem Kepler-Teleskop der Nasa erspähte Planet lediglich fünf bis zehn Millionen Jahre alt ist - sich also astronomisch gesehen in seinen Jugendjahren befindet. Die Erde zählt dagegen bereits 4,5 Milliarden Jahre.

Nun besteht die Hoffnung, dass diese Entdeckung Astronomen ein besseres Verständnis über die Evolution von Planeten verschafft, wie die Wissenschafter im Fachblatt "Nature" betonen. Hinkley bezeichnet die Entdeckung gar als "Schnappschuss einer Planetengeburt". Nun zeigt sich das Team daran interessiert, ob K2-33b an seinem jetzigen Standort entstanden ist, oder viel weiter vom Stern entfernt und sich nach und nach annäherte.


Der Astronom zieht einen Vergleich mit der Entwicklung des Menschen. "So wie diese leichter zu verstehen ist, wenn wir eine Person von ihren Babyjahren bis ins Erwachsenenalter studieren, werden wir auch die Entstehung der Planeten dann besser verstehen können, wenn wir mehr über die frühe Existenz wissen", betont Hinkley in der Studie.

Fülle an Tschuri-Daten
Während bei K2-33b wohl noch wesentlich mehr Daten zum näheren Verständnis nötig sind, präsentiert sich die Datenmengen über den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko schon fast als unüberschaubar. Dieser wird nicht nur seit Herbst 2014 von der ESA-Raumsonde Rosetta umkreist, sondern auch von erdgebundenen Teleskopen ins Visier genommen. Bei einem Expertentreffen in der Südsteiermark sollen bis Mittwoch die satellitengestützten und bodengebundenen Daten zusammengeführt werden. Durch die Verknüpfung dieser Daten könne ein umfassenderes Bild von den physikalischen Verhältnissen auf Himmelskörpern und in ihrer Umgebung entstehen.




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Dokument erstellt am 2016-06-20 16:41:06



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