• vom 22.12.2016, 16:12 Uhr

Natur


Lichtverschmutzung

Zum Schutz der Nacht




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  • Europäisches Netzwerk "Verlust der Nacht" rät zur Vermeidung von kaltweißem Licht mit hohem Blau-Anteil.

Wien. Straßenlampen, Lichterketten und Werbe-Displays lassen die Nacht zunehmend verschwinden. Ein Forscherteam mit Beteiligung Wiener Astronomen hat nun Leitlinien für die Außenbeleuchtung veröffentlicht. Diese sollen dazu beitragen, Licht in den Städten nachhaltiger einzusetzen und negative Folgen der Lichtverschmutzung einzudämmen.

"Licht wirkt - auf Pflanzen und Tiere ebenso wie auf uns Menschen", erklärte die Koordinatorin des europäischen Netzwerks "Verlust der Nacht", Sibylle Schroer. Künstliches Licht zur falschen Zeit könne die innere Uhr aus dem Takt bringen, die Hormonausschüttung beeinträchtigen oder ganze Ökosysteme nachhaltig verändern. Das Netzwerk, dem auch Thomas Posch, Astrophysiker an der Uni Wien, angehört, hat Handlungsempfehlungen veröffentlicht, um die zunehmende Erhellung der Nacht einzudämmen. So empfehlen die Forscher eine Außenbeleuchtung mit einer Farbtemperatur von maximal 3000 Kelvin. LED und Energiesparlampen hingegen, mit einem hohen Anteil kurzwelligen, blauen Lichts, beeinträchtigen besonders den Tag- und Nachtrhythmus höherer Wirbeltiere sowie des Menschen.

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Weiters wird zu geeigneten Leuchten geraten, die verhindern, dass Licht direkt nach oben strahlt. Vermieden werden sollten vor allem in den Boden eingelassene Spots, die das Licht nach oben abstrahlen. In der Nacht könne die Straßenbeleuchtung auch gedimmt werden. Die Experten gehen davon aus, dass die Beleuchtung um 50 bis 80 Prozent gesenkt werden könnte, wenn neben gedimmten Straßenlaternen nachts auch private Beleuchtung oder Werbe-Displays ausgeschaltet werden würden. In Wien werde ein Teil dieser Maßnahmen seit Herbst dieses Jahres umgesetzt.




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Dokument erstellt am 2016-12-22 16:17:03



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