• vom 28.12.2016, 15:37 Uhr

Natur


Ökosystem

2016 gilt als Horrorjahr für das Great Barrier Reef




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    Cairns. Wie ein Nachruf auf eines der spektakulärsten Naturwunder hört sich der Text auf einem Wissenschaftsportal an: "Das Great Barrier Reef in Australien ist nach langer Krankheit 2016 gestorben. Es war 25 Millionen Jahre alt." Natürlich ist es Polemik, mit der wachgerüttelt werden soll. Aber Wissenschafter schlagen nach der beispiellosen Korallenbleiche weiter Alarm. Die Riffe gelten als Touristenattraktion und Wirtschaftsfaktor, eine entscheidende Rolle tragen sie aber für den Lebensraum Meer. Sie sind die Kinderstube vieler Fischarten. Wenn sich die kleinen Fische nicht mehr vor Raubfischen verstecken können, werden sie gefressen, bevor sie sich fortpflanzen.

    Gerade 2016 war ein Horrorjahr für das Great Barrier Reef an der Nordostküste Australiens. Teils bis zu 33 Grad hohe Wassertemperaturen haben besonders im nördlichen, bisher intaktesten Teil des 2300 Kilometer langen Riffs mit ihren Korallenbänken verheerende Folgen gehabt. Korallen sind Nesseltiere, die mit Algen in gegenseitigem Nutzen leben. Bei Wärme werden die Algen giftig, die Korallen bleich. In einer 700 Quadratkilometer großen Region sei dies mit mehr als zwei Drittel der Korallen geschehen.


    Auslöser war das Klimaphänomen El Nino, das alle paar Jahre die Oberflächentemperatur im Pazifik aufheizt. Laut Experten sei noch Zeit, die Korallenriffe zu schützen, aber - in 20 Jahren könnte es zu spät sein.




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    Dokument erstellt am 2016-12-28 15:41:09



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