• vom 19.04.2017, 19:00 Uhr

Natur


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Neue Super-Erde erspäht




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  • Forscher sehen gute Aussichten auf eine Atmosphäre.

Cambridge. Eine erstmals erspähte Super-Erde könnte sich nach Ansicht ihrer Entdecker als aussichtsreichster Ort für die Suche nach Leben jenseits unseres Sonnensystems entpuppen. Der Exoplanet kreist rund 40 Lichtjahre von unserer Erde entfernt um den roten Zwergstern LHS 1140.

Zwar sind bereits rund 30 derartige Planeten jenseits der Milchstraße bekannt. Bei dem neu entdeckten Himmelskörper bestünden jedoch die besten Aussichten, schon bald nach einer Atmosphäre und darin nach Anzeichen von Leben zu fahnden, schreiben die Entdecker um Jason Dittmann vom US-amerikanischen Harvard-Smithsonian-Zentrum für Astrophysik im Fachmagazin "Nature".

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"Das ist der spannendste Planet, der mir in den vergangenen Jahrzehnten untergekommen ist", betont Dittmann. Künftige Beobachtungen könnten es ermöglichen, erstmals die Atmosphäre eines potenziell bewohnbaren Planeten nachzuweisen. Die Forscher wollen nach Wasser und letztlich auch nach molekularem Sauerstoff suchen.

Als Super-Erden bezeichnen Astronomen Gesteinsplaneten, die größer sind als die Erde und deutlich mehr Masse besitzen, aber nicht so groß und schwer sind wie der Gasplanet Uranus.

Heißer Kandidat
Der nunmehr aufgespürte Exoplanet hat einen Durchmesser von etwa 18.000 Kilometern und fast sieben Mal so viel Masse wie unser Heimatplanet. Die Super-Erde umrundet ihren Zwergstern in relativ geringem Abstand einmal alle 25 Tage. Da der Stern jedoch nur ein Fünftel so groß ist wie unsere Sonne und entsprechend schwächer leuchtet, liegt die enge Umlaufbahn in der sogenannten bewohnbaren Zone, in der die Temperaturen die Existenz von flüssigem Wasser erlauben, was als Grundvoraussetzung für Leben gilt.

Allerdings ist noch nicht sicher, ob es dort überhaupt Wasser gibt. Sollte das der Fall sein, dann böte der Rote Zwerg seinem Planeten eine ruhige Heimat und damit nach Ansicht der Forscher gute Rahmenbedingungen für mögliches Leben, wie die Europäische Südsternwarte (ESO) erläuterte, deren Instrumente an der Untersuchung beteiligt waren.

Mit seiner Entfernung von 40 Lichtjahren liegt der Exoplanet schon bald in der Reichweite neuerster Teleskope, die in der Lage sein werden, nach einer möglichen Atmosphäre und deren Zusammensetzung zu suchen. Ein Lichtjahr sind knapp zehn Billionen Kilometer.

Bei zwei fernen Gesteinsplaneten - der Super-Erde 55 Cancri e und dem etwa erdgroßen Exoplaneten GJ 1132b - haben Wissenschafter bereits mit heutigen Instrumenten Atmosphären nachgewiesen. Auf beiden sei es allerdings viel zu heiß für Leben, wie wir es kennen.




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Dokument erstellt am 2017-04-19 16:30:03



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