• vom 31.08.2017, 06:04 Uhr

Natur

Update: 01.09.2017, 11:03 Uhr

Astronomie

Südlicher Fisch und Steinbock künden den Herbsthimmel an




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Von Hermann Mucke

  • Sternenhimmel im september



Sonnenchronik: Die Dauer der Lichten Tage sinkt vom 1. mit 13 Stunden 24 Minuten der Herbsttagundnachtgleiche am 22. mit 12 Stunden 11 Minuten entgegen. Weil Auf- und Untergänge sich auf den Oberrand der Sonnen- bzw. Mondscheibe im Horizont beziehen, kommt der Überschuss über 12 Stunden zustande. Bis zum Monatsende am 30. werden 11 Stunden 44 Minuten erreicht. Vom Sonnenuntergang bis zum Erscheinen der ersten hellen Sterne dauert die Bürgerliche Dämmerung 32 Minuten. Die Nautische Dämmerung ab dem Untergang der Sonne verkürzt sich bis zum Eintritt der fast vollen Nacht von 1 Stunde 11 auf 1 Stunde 7 Minuten.

Die Sonne als Wandelgestirn im Tierkreis erreicht am 22. um 22.02 Uhr den Anfang des Tierkreiszeichens Waage und markiert damit den Anfang des astronomischen Herbstes. Im Freiluftplanetarium Sterngarten Georgenberg in Wien 23 zieht am Mittag dieses Tages die helle Mitte des von der Lochscheibe am Nordmast auf geworfenen Schattens knapp oberhalb der Querspange am Anfang des Schrägmastes mit der Aufschrift 22 SEP und dem Waage-Symbol.


Mondchronik: Am Abend des 1. zeigt sich ein noch deutlich über die Mitte erleuchteter Mond im Schützen und zieht in niedrigster Bahn über den Himmel. Der Vollmond am 6. im Wassermann zeigt uns wegen der Libration, einer perspektivischen Erscheinung, die Schwankung der dunklen Mareflecken gegen den Mondrand und ein randnah stehendes Mare Crisium. Aus dem gleichen Grund sehen wir auch den Mondnordpol am 10. randfern. Das Letzte Mondviertel tritt am 13. im Stier ein, zudem durchläuft der Mond seine Erdnähe. Tags darauf zieht er in den Zwillingen in höchster Himmelsbahn vom Auf- bis zum Untergang. Nahe Venus sehen wir ihn am 18. bei Venus und bei Merkur sowie Mars. Tief in der Morgendämmerung des 19. zeigt sich nahe Osten die feine Altlichtsichel, librationsbedingt mit möglichst randnahem Fleck Grimaldi. Es ist die letzte sichtbare Mondphase vor dem Neumond am 20. Nahe Westen taucht am 21. die zarte Neulichtsichel aus der Abenddämmerung auf. Die Libration zeigt uns am 25. den Mondsüdpol möglichst randfern An den beiden folgenden Abenden finden wir den Mond nahe Saturn sowie am 27. in Erdferne. Das Erste Viertel am Schützen zeigt sich am 28., es zieht in niedrigster Bahn über den Himmel.

Planetenlauf: Merkur kann ab 6. tief in der Morgendämmerung nahe Osten im Löwen gesehen werden und Venus strahlt morgens hoch unweit Osten aus dem Krebs. Mars im Löwen taucht am 12. aus der Morgendämmerung zwischen Ostnordosten und Osten auf. Er steht am Monatsende im Osten. Am 17. begegnet er Merkur. Jupiter finden wir nur mehr bis 23. abends tief in der Jungfrau. Saturn steht abends im Südsüdwesten bis Südwesten im Schlangenträger.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-08-30 17:12:05
Letzte nderung am 2017-09-01 11:03:08



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