• vom 27.09.2017, 16:50 Uhr

Natur

Update: 28.09.2017, 15:06 Uhr

Sternenhimmel im Oktober

Der nun frühere Nachtanfang begünstigt Himmelspaziergänge!




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Von Hermann Mucke

  • Sternenhimmel im Oktober



Sonnenchronik: Die Dauer der Lichten Tage verkürzt sich weiter, vom 1. mit 11 Stunden 40 bis 31. mit 9 Stunden 59 Minuten. Vom Sonnenuntergang bis zum Erscheinen der ersten Sterne, bei 6 Graden Sonnentiefe, dauert die Bürgerliche Dämmerung 32 Minuten. Die Nautische Dämmerung ab Sonnenuntergang verkürzt sich, bis zum Eintritt der fast vollen Nacht bei 12 Graden Sonnentiefe, von 1 Stunde 11 auf 1 Stunde 8 Minuten.

Die Sonne als Wandelgestirn im Tierkreis erreicht am 23. um 7.25 Uhr MESZ den Anfang des Tierkreiszeichens Skorpion. Im Freiluftplanetarium Sterngarten Georgenberg in Wien 23 zieht am Mittag die helle Mitte des von der Lochscheibe am Nordmast geworfenen Schattens über die Querspange am Schrägmast mit der Aufschrift 23 OKT und dem Skorpion-Symbol. Am Sonntag, 29. Oktober, endet die Sommerzeitperiode. Um 3 Uhr Mitteleuropäische Sommerzeit zeigen die Uhren wieder 2 Uhr Mitteleuropäische Zeit.


Mondchronik: Am Abend des 1. zeigt sich ein schon fast ganz erleuchteter Mond im Steinbock. Dank der Libration können wir stets die perspektivische Schwankung der dunklen Mareflecken gegen den Mondrand sowie am 4. das kleine Mare Crisium so nah als möglich am rechten oberen Mondrand sehen. Tags darauf tritt der Vollmond im Walfisch ein. Dann, wieder zufolge der Libration, steht am 8. der Mondnordpol möglichst randfern.

Die Libration kommt im Zusammenwirken der gleichförmigen Drehung des Mondes mit dem leicht ungleichförmigen Erdumlauf des Mondes zustande. Daher können wir dem Mondgesicht einmal "hinter das rechte und ungefähr einen halben Umlauf später hinter das linke Ohr" sehen. Die kleine Neigung der Mondbahn um rund 5 Grade zur Erdbahnebene lässt uns einmal "über die Stirn" und dann wieder "unters Kinn" des Mondgesichtes schauen. So können wir abwechselnd die Mondpole sehen.

Am 9. durchläuft der Mond im Stier seine Erdnähe und ist etwas schneller als im Mittel. In höchster Himmelsbahn zieht er in den Zwillingen am 11. vom Aufgang bis zum Untergang. Das Letzte Viertel wird tags darauf ebendort erreicht. Der 17. lässt uns den Fleck Grimaldi so nah als möglich, wieder zufolge der Libration, sehen. Dabei steht der Mond nahe Mars. Die feine Altlichtsichel zeigt sich am 18. tief in der Morgendämmerung im Osten unweit Venus. Es ist die letzte sichtbare Mondphase vor dem Neumond am 19. Als zarte Neulichtsichel zeigt sich der Mond am 21. tief in der westsüdwestlichen Abenddämmerung. Am 22. können wir dank der Libration den Mondsüdpol möglichst randfern sehen. Bei Saturn steht der Mond am 24. und am 25. durchläuft er eine Erdferne im Schützen und zieht ebendort in niedrigster Bahn über den Himmel. Der 28. bringt uns das Erste Viertel im Steinbock und das letzte Mondereignis im Oktober ist wieder ein sich möglichst randnah zeigendes Mare Crisium.

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Dokument erstellt am 2017-09-27 16:54:06
Letzte nderung am 2017-09-28 15:06:05



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