• vom 14.05.2012, 13:16 Uhr

Technologie

Update: 14.05.2012, 13:20 Uhr
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"ASV Roboat" soll in der Ostsee 150 Seemeilen zurücklegen

Österreichisches Roboter-Segelboot unternimmt Weltrekordversuch



  • Mit Forschungsprojekt über Schweinswale verbunden.
  • Bei dem Rekordversuch muss das Boot bis zu 100 Stunden ohne Unterbrechung auf hoher See unterwegs sein.

Wien. Die Entwickler des österreichischen Roboter-Segelboots "ASV Roboat" wollen mit ihrem Gefährt einen Weltrekord brechen. Von 9. bis 19. Juli soll das vollautonome, unbemannte Segelboot erstmals im Rahmen einer Langzeitmission eingesetzt werden und im Zuge eines mehrtägigen Forschungsprojekts in der Ostsee 150 Seemeilen zurücklegen. Derzeit hält ein Boot einer französischen Hochschule (ENSTA Bretagne) den Rekord mit 95 Seemeilen, teilte Projektleiter Roland Stelzer von der Österreichischen Gesellschaft für innovative Computerwissenschaften (INNOC) am Montag in einer Aussendung mit.

  Bei dem Rekordversuch muss das Boot bis zu 100 Stunden ohne Unterbrechung auf hoher See unterwegs sein. Es muss dabei mit allen unvorhergesehenen Situationen zurecht kommen und die komplexen Abläufe des Segelns, von der Routenplanung bis hin zur Manöverdurchführung, ohne menschliches Zutun meistern. Im internationalen Vergleich ist die "ASV Roboat" derzeit führend. In den vergangenen Jahren konnte das Schiff seinen Weltmeistertitel im Rahmen der World Robotic Sailing Championship stets verteidigen.

Konkrete Forschungszwecke  
Die erste Langzeitmission der "ASV Roboat" soll aber auch für konkrete Forschungszwecke genutzt werden. In Kooperation mit Meeresbiologen der Oregon State University (USA) wird an einem Projekt zur Erforschung der vom Aussterben bedrohten Schweinswalpopulation in der Ostsee gearbeitet. Mithilfe eines am Boot angebrachten Unterwassermikrofons können die Laute der Meeressäuger aufgezeichnet und somit Informationen über Wanderrouten, Paarungsplätze und Kommunikationsverhalten der Tiere gesammelt werden. Durch die lautlose Fortbewegung des Segelbootes werden die Meerestiere nicht verschreckt und können über längere Zeiträume ungestört beobachtet werden.



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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-14 13:17:56
Letzte Änderung am 2012-05-14 13:20:13


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