Wien. (ski) "Ich hatte Platzangst und Panikattacken in dem Anzug. Er engt mich ein, nimmt mir die Bewegungsfreiheit." Auch der unerschrockene Extremsportler Felix Baumgartner, der am 20. April 1969 in Salzburg geboren wurde, fühlte sich mehr als unbehaglich, als er 2010 die Ausrüstung für seine "Mission Stratos" erstmals anprobierte. Hilfe holte er sich vom erfahrenen US-Psychologen Michael Gervais: "Ich lernte durch mentale Tricks, eine positive Einstellung zum Anzug zu gewinnen und negative Gedanken blitzschnell durch positive abzulösen. Schließlich ermöglicht mir erst der Raumanzug, dass ich dort oben überlebe."

Der "Fall seines Lebens"
Denn am Start zum "Fall seines Lebens" ist Baumgartner nicht nur einer Temperatur von minus 70 Grad ausgesetzt, sondern auch einem so geringen atmosphärischen Druck, dass seine Organe und sein Blut ohne Druckanzug explodieren würden.
Auf der Liste spektakulärer Aktionen, die der professionelle Basejumper in den vergangenen Jahren geliefert hat, stehen vor allem Sprünge von den höchsten Gebäuden der Welt: 1999 aus 451 Meter Höhe von den "Petronas Towers" in Kuala Lumpur (Malaysia), 2007 aus 509 Meter Höhe vom Wolkenkratzer "Taipeh 101" in der taiwanesischen Hauptstadt, wobei er die lokalen Sicherheitssysteme austrickste, um Gelegenheit zum Sprung zu bekommen.