• vom 07.03.2017, 17:11 Uhr

Technologie


Patente in Europa

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Von Eva Stanzl

  • In Europa wurden im Vorjahr 160.000 Erfindungen zum Patent angemeldet - Österreich liegt bei Zahl der Anmeldungen auf Platz 9.



München/Wien. Beim Europäischen Patentamt (EPA) wurden 2016 insgesamt 159.353 Patentanmeldungen eingereicht. "Damit erreichte die Zahl der Anmeldungen nahezu das Niveau des Rekordjahres 2015", betont das EPA in seinem Jahresbericht 2016, der am Dienstag in München präsentiert wurde: "Dies bestätigt den positiven Trend der vergangenen fünf Jahre", so die Behörden, die eine "Konsolidierung" sehen.

Ein Viertel der Anmeldungen (40.076) kam aus den USA, ein Siebentel (25.086) aus Deutschland, dahinter Japan, Frankreich und die Schweiz. China verzeichnete unter den Patentanmeldern mit knapp 25 Prozent auf 7125 das stärkste Wachstum.


Hohe Innovationskraft
Etwa die Hälfte der Anmeldungen stammt aus den 38 EPA-Mitgliedsstaaten, wobei in der Riege der größeren europäischen Volkswirtschaften die stärksten Zunahmen aus Belgien mit plus 7 Prozent und Italien mit plus 4,5 Prozent kamen. Im Gegensatz dazu sind Patentanmeldungen aus Frankreich um 2,5 und aus den Niederlanden um 3,6 Prozent gesunken. Noch in den Vorjahren gab es aus diesen Ländern Zuwächse.

Aus Österreich wurden am Europäischen Patentamt 2040 Patente angemeldet, das entspricht einem Zuwachs von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Unser Land liegt damit weltweit auf Platz 13 und unter den europäischen Staaten auf Platz 9. "Interessant ist die Patent-Dichte, das ist die Zahl der Patentanmeldungen pro Million Einwohner. Mit 234 ist Österreich dabei an 7. Stelle aller Staaten, die beim EPA Patente eingereicht haben, und das spiegelt die hohe Innovationskraft des Landes und der Volkswirtschaft", sagt EPA-Sprecher Rainer Osterwald im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Zwar sei Österreich noch weit vom Spitzenland Schweiz mit 892 Einreichungen pro Million Einwohner entfernt. Dennoch ist es fast doppelt so aktiv wie der EU-Schnitt, der bei 122 liegt.

Erfinderische kleine Firmen
Der größte österreichische Anmelder bleibt Borealis. Der Wiener Kunststoffhersteller zählt zu den Marktführern der Petrochemie. Borealis erzeugt Polyethylen und Polypropylen für Rohrsysteme, Energie- und Kommunikationskabel, Automobile und Verpackungen sowie Basischemikalien für medizinische Utensilien, Windeln, Kabel und Autoteile. 2016 meldete das Unternehmen 151 Erfindungen zum Patent an. Dahinter folgten Zumtobel, Tridonic und Austriamicrosystems mit jeweils 50 bis 60 Patentanmeldungen.

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Dokument erstellt am 2017-03-07 17:15:06



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