• vom 10.01.2012, 12:08 Uhr

Digital-Life

Update: 10.01.2012, 12:27 Uhr
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Die Zukunft ist hybrides Breitband-TV

Der herkömmliche Fernseher ist ein Auslaufmodell


Von Gregor Kucera

  • Die multimediale Unterhaltungszentrale im Wohnzimmer wird kein PC sein.
  • Apple und Google drängen in den Markt.

Der klassische Röhrenbildschirm hat ausgedient. Nicht nur das. "Dumme" Bildschirme - ob dick oder dünn - werden keine Zukunft als multimediale Unterhaltungszentrale haben, zeigt eine aktuelle Studie. - APAweb/EPA

Der klassische Röhrenbildschirm hat ausgedient. Nicht nur das. "Dumme" Bildschirme - ob dick oder dünn - werden keine Zukunft als multimediale Unterhaltungszentrale haben, zeigt eine aktuelle Studie. APAweb/EPA

Der Fernseher ist tot, lang lebe der Fernseher. Während dicke Rüöhrenfernseher ohnehin im Handel schon kaum mehr zu finden sind, werden in Bälde wohl auch dünne, aber "dumme" Flachbildschirme das Zeitliche segnen. Was in Asien und Nordamerika schon länger Thema, wird nun auch in Europa Standard: Der Fernseher wird zur multimedialen Unterhaltungszentrale im Wohnzimmer samt Internetzugang und Apps.

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Eine neue Accenture-Studie kommt zu folgenden Ergebnissen:
- Fernseh- und Video-Konsum über das Internet steigt rasant
- "Over-the-top"-TV drängt ins etablierte TV-Geschäft
- Neue Fernsehgeräte brauchen HD, 3D und Internetfähigkeit
- Die Zukunft ist hybrides Breitband-TV

Fernseher oder Computer?
Die Bedeutung des herkömmlichen Fernsehapparates für die Menschen sinkt. Das unterstreicht eine Untersuchung des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture mit jeweils 1.000 Personen in den Ländern Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Indien, Japan Russland, Schweden, Südafrika und den USA .

Laut des Accenture-Reports "Always On, Always Connected" schauen sich mehr Befragte als vor zwei Jahren Sendungen und Videos auf dem Computer an.

Fernseher bleibt aber die Zentrale
In den USA schalten heute 40 Prozent weniger Befragte ihre traditionelle "Flimmerkiste" ein als noch 2009, wenn sie Sendungen und Filme sehen wollen. In Frankreich sind es 20 Prozent.

"Der Kampf um den Zuschauer hat sich auf das Internet ausgeweitet. Die Menschen verbringen viel Zeit online, an vernetzten Geräten, die in vielen Situationen die klassische Mattscheibe ersetzen", beschreibt Prof. Dr. Nikolaus Mohr, Geschäftsführer im Bereich Communications, Media & Technology bei Accenture, die Situation.

Konkurrenz machen dem Fernseher außerdem Smartphones. Zehn Prozent der Befragten gucken damit bereits Videos und Sendungen. Tablet-PCs der iPad-Klasse lösen das Bewegtbild ebenfalls vom Fernsehgerät. Laut der Accenture-Studie "Mobile Web Watch 2011 schauen 40 Prozent der Tablet-Besitzer in Deutschland darauf Filme und Serien aus dem Netz.

"Das klassische Fernsehen hat sein Monopol für Unterhaltung und Information in bewegten Bildern verloren. Over-the-top-TV-Angebote drängen mit Macht auf den Markt", sagt Nikolaus Mohr.

Fernseher von Google und Apple
Allerdings darf nicht außer Acht gelassen werden, dass Fernseher weiterhin die Unterhaltungszentrale im Wohn- und Schlafzimmer darstellen. Es scheint, dass der Versuch zahlreicher Softwarehersteller in Zukunft Home-Server und Wohnzimmer-PCs anzubieten, gescheitert ist. Der Trend geht eindeutig in die andere Richtung. So haben Apple und Google bereits angekündigt in ZUkunft auch Fernseher verkaufen zu wollen.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-01-10 12:10:26
Letzte Änderung am 2012-01-10 12:27:45


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