• vom 17.04.2012, 12:45 Uhr

Digital-Life

Update: 17.04.2012, 13:07 Uhr
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Begriffswirrwarr bleibt ein Geheimnis aus Redmond

Windows 8 erscheint in vier Versionen



  • 40 PC und 3 Tablets sollen beim Start damit ausgerüstet werden.
  • Erste Geräte mit Windows 8 "um Oktober herum"

Der Softwarekonzern Microsoft hat neue Details zu seinem kommenden Betriebssystem Windows 8 bekannt gegeben. In einem Blogeintrag hat Microsoft-Manager Brandon LeBlanc nun verraten, dass Windows 8 in vier verschiedenen Versionen in den Handel kommen wird.

Im gegensatz zum Vorgänger "Windows 7" wird das kommende Betriebssystem damit deutlich wenger Versionen bieten. Laut LeBlanc wird es für x86-/x64-PCs und Notebooks "Windows 8" und "Windows 8 Pro" geben. Für Unternehmenskunden mit 

Software-Assurance-Verträgen wird zudem die spezielle Version "Windows 8 Enterprise" veröffentlicht. Bei der vierten Variante handelt es sich um die bisher als "Windows On Arm" bekannte Version für Rechner mit ARM-Prozessoren - diese soll nun "Windows RT" heißen.


Im Namenswirrwarr

"Windows 8" bezeichnet somit ab sofort nicht mehr nur den - nun ebenfalls offiziellen - Namen der Produktfamilie, sondern auch den Nachfolger der Home-Edition. Diese Version war jene mit den wenigsten Funktionalitäten. Unter anderem fehlen die Funktionen Bitlocker und EFS. Diese Version - einfach "Windows 8" - wird den Privatanwender empfohlen. Allerdings fehlt auch die Remote Desktop-Unterstützung. Experten rätseln was Microsoft mit dieser Umbenamung bezwecken will, außer Verwirrung stiften.

"Windows 8 Enterprise" wird nur im Rahmen eines Software Assurance Agreements an Unternehmen angeboten. Allerdings soll es hier - im Unterschied zu Windows 7 und den bekannten Versionen Ultimate und Enterprise – zusätzliche Features für Unternehmen geben. Allerdings hüllt sich Microsoft hierzu noch in Schweigen. Um weiteren Problemen mit Marktmacht und Klagen zu entgehen, werden alle Versionen ohne Media Center ausgeliefert. "Windows 8 Pro" soll allerdings als Zusatz-Add-On ein so genanntes "Economical Media Pack" erhalten, in diesem wird das Media Center dann enthalten sein.

Kein Upgrade von Vista und XP

Zudem enthüllt der Blog-Eintrag auch die Upgrade-Pfade auf das neue Windows. Nur Anwender von Windows 7 Startet, Home Basic und Home Premium können auf "Windows 8" (hierbei ist nun die funktional eingeschränkte Version gemeint) umsteigen. Auf Windows 8 Pro kann man von allen Windows-7-Versionen außer Enterprise aus direkt upgraden. Ein Upgrade von Vista oder XP aus ist offenbar nicht vorgesehen.

Erste Gerät im Herbst
Microsoft will die Entwicklung seines neuen Betriebssystems Windows 8 nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg im Sommer abschließen und erste Geräte "um Oktober herum" herausbringen. Zum Start sollen 40 unterschiedliche PC- und Laptopmodelle mit Intel-Prozessoren und dem neuen Betriebssystem auf den Markt kommen. Kleiner wird jedoch die Auswahl bei Tablet-Computern: Es seien zunächst nur drei Tablets mit stromsparenden ARM-Chips geplant.

Schafft das US-Unternehmen diesen Zeitplan, wären die neuen Geräte rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft in den Läden. Der Software-Riese kommentierte den Bericht nicht, offiziell spricht er von einer Markteinführung im Herbst.

Mit Windows 8 unterstützt Microsoft erstmals die ARM-Technologie. Da der Software-Hersteller die Qualität streng kontrolliere, seien zur Markteinführung nur relativ wenige Geräte verfügbar, berichtete Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Die Prozessoren des Chip-Designers ARM sind vergleichsweise sparsam und kommen vor allem in mobilen Geräten wie Smartphones und Tablet-Computern zum Einsatz. In diesen Marktsegmenten hinkt Microsoft der Konkurrenz bisher deutlich hinterher.




Schlagwörter

Microsoft, Windows 8

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-17 12:49:33
Letzte Änderung am 2012-04-17 13:07:02


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