• vom 20.04.2012, 15:12 Uhr

Digital-Life

Update: 20.04.2012, 18:37 Uhr
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Kleiner, übersichtlicher und mit mehr Gemeinsamkeiten

Das Ende von Facebook: Wie viele Freunde braucht man wirklich?


Von Gregor Kucera

  • Facebook und Google+ mit unerwarteten Schwierigkeiten.
  • Anwender wollen teilen, aber nur selektiv.

Der Börsegang von Facebook naht und er wird riesig, bombastisch und unglaublich werden - wenn man der US-Presse, den Analysten und

Experten Glauben schenken darf. Auch Google vermeldet immer neue Rekorde bei seinem sozialen Netzwerk "Google+". Millionen User können und wollen gar nicht anders als sich auszutauschen, zu teilen und zu netzwerken.

Doch das Ende der sozialen Netzwerke in der gewohnten Form ist nahe. Der Höhepunkt definitiv erreicht. Jeden Tag Geburtstagswünsche - in der Realität sieht man sich dann ohnehin nicht und selbst den Menschen die einem egal sind kann man ja virtuell zum Geburtstag gratulieren, kostet ja nichts, Kinderfotos die man "liken" soll und dazu noch lästige Spiele und eine Informationsüberflutung an Schwachsinn. Die Trennung erfolgt somit in Zukunft entweder nach Interessen oder aber der Gruppengröße.

Die eierlegende Wollmilchsau
Facebook und Google+ haben ein Problem: Ihre Größe. Es versammelt sich einfach zu viel und davon noch alles auf diesen Plattformen. Freunde, Bekannte, entfernte Bekannte, Bekannte von Bekannten, Freunde von Freunden, Arbeitskollegen, Chefs, Lehrer, Schüler, Mitarbeiter, Unternehmen, lästige Unternehmen, ganz lästige Unternehmen und Werbung.

Ja, es gibt natürlich auch sehr nette, hilfreiche und interessante Dinge, aber
diese muss man schon immer genauer suchen und finden. Bevor nun
PR-Verantwortliche von Google oder Facebook anrufen und erklären wollen, wie erfolgreich sie sind, kein Grund zur Panik. Ihr habt noch Millionen User und es wird nicht von heute auf morgen enden, aber es wird enden - zumindest in dieser Form.


Der Vorteil bei Google
Google hat hierbei noch einen kleinen Vorteil - die Kreise
("Circles"). Durch diese Feineinstellung lassen sich die wichtigen
und die interessanten Personen vom digitalen Fußvolk trennen und eine gewisse Übersichtlichkeit bewahren.  Es geht ja auch nicht nur darum, dass man selbst nicht von allen Anderen zugemüllt werden will, sondern seine Einträge auch wirklich nur den wichtigen Personen, ergo jenen mit denen man auch wirklich kommunizieren will, teilen will.

Durch die unsagbar große Themen- und Personenvielfalt auf Google+ und Facebook ist es für einen Normalsterblichen wahrlich schwer sich auf den sozialen Netzwerken zurecht zu finden. Und auch die "digital Natives" also
jene Gruppe an Anwender, die mit dem Internet als Bestandteil ihres Alltags
aufgewachsen sind, wird es zu viel. Es ist wieder einmal eine Selektionsphase angebrochen, wenn auch nur virtuell.



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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-18 08:03:20
Letzte Änderung am 2012-04-20 18:37:02


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