Google ehrt mit seinem heutigen Doodle Keith Haring. Der Erschaffer der berühmten Graffiti-Strichmännchen wäre am Freitag 54 Jahre alt geworden.
Haring wollte universelle Kunst, die für jeden zugänglich sein sollte. Am 16. Februar 1990 starb der Künstler im Alter von nur 31 Jahren an der Immunschwächekrankheit Aids. In nur zehn Jahren hinterließ er Tausende seiner Strichmännchenwerke, mit denen er in den 80er Jahren seinen künstlerischen Durchbruch schaffte.
Der Maler, Zeichner und Bildhauer bemalte 1980 erst die Gänge und Plakatwände der New Yorker Subway mit seinen vielen lustigen Umrissfiguren, bevor diese zwei Jahre später in den ersten New Yorker Galerien gezeigt und bereits 1984 in Tokio, London und Köln ausgestellt wurden. Sein Gesamtwerk wurde stark durch die Graffiti-Kunst inspiriert.
Haring arbeitete gern und viel mit Kindern und setzte sich sehr für die Aids-Aufklärung ein. Er ließ seine Männchen, Hunde und Babys über riesige Wände purzeln, sie zieren noch heute zahlreiche Fassaden von Krankenhäusern und Bürokomplexen. Mit seinen comicartigen Figuren und Piktogrammen bemalte er 1986 auch die Berliner Mauer, Autos und den Körper von Grace Jones, Model, Sängerin und Schauspielerin. Auch wenn viele Symbole und Werke eine Grundstimmung von Optimismus und Lebensfreunde zum Ausdruck bringen, steckt hinter ihnen eine tiefe Bedeutung: Der Hund verkörpert das Tierische im Menschen, die Pyramide das Geheimnisvolle, das rote Kreuz den Tod, das grüne Kreuz das Leben und die durchlöcherten Körper spielen auf den Mord an dem Beatle-Sänger John Lennon an.
Sein Konzept von "Kunst für alle" fand in dem 1986 eröffneten "Pop Shop" seinen Höhepunkt: Ein Laden, der von der Decke bis zum Boden mit seinen Symbolen, Idolen und bunten Figuren bemalt war und in dem er seine Arbeiten auf T-Shirts und Spielzeugen gedruckt verkaufte. Haring löste die Grenze zwischen hoher Kunst und Popkultur auf. Seine Werke sind, so wie die seines Künstlerfreundes Andy Warhols, Teil unserer Massenkultur geworden.
Moskau. Die russischen Behörden haben am Freitag das größte soziale Netzwerk des Landes, VKontakte, vorübergehend auf den Index gesetzt...weiter