• vom 14.03.2017, 17:08 Uhr

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Update: 14.03.2017, 17:18 Uhr

FlyNet

Surfen über den Wolken




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Von Andreas Lorenz-Meyer

  • Fliegen, ohne dabei ins Internet gehen zu können? Auch für die Kurzstrecken trifft das nicht mehr lange zu.

Die Abbildung zeigt das Ineinandergreifen von Satelliten und Bodennetzwerk für den lückenlosen Internetzugang an Bord. www.Inmarsat.com/aviation

Die Abbildung zeigt das Ineinandergreifen von Satelliten und Bodennetzwerk für den lückenlosen Internetzugang an Bord. www.Inmarsat.com/aviation Die Abbildung zeigt das Ineinandergreifen von Satelliten und Bodennetzwerk für den lückenlosen Internetzugang an Bord. www.Inmarsat.com/aviation

Internetverbindungen bei Langstreckenflügen gibt es schon länger. Die sind zwar teuer, aber immerhin ist man damit online in 10.000 Metern Höhe. Innerhalb Europas, auf den Kurzstrecken, sah es bisher dagegen schlecht aus. Hier mussten Passagiere aufs Internet verzichten. Diese Zwangspausen dürften langsam der Vergangenheit angehören. Es tut sich was im europäischen Luftraum, in dem sich täglich über 20.000 Flugzeuge bewegen.

Wer etwa mit Austrian Airlines von Wien nach Frankfurt, Kopenhagen oder Athen fliegt, kann an Bord momentan im Internet surfen. Kostenlos. Seit Dezember 2016 testet die Lufthansa-Tochter auf fünf Flugzeugen der Airbus-Flotte das neue Angebot "myAustrian FlyNet". Dieser Service für Kurz- und Mittelstrecken basiert auf der neuesten Breitband-Satelliten-Technik, dem Ka-Band.


Teure Umbauten für FlyNet
In den Flugzeugen ist eine Ka-Band-Antenne installiert, welche mit dem Global-Express-Satellitennetzwerk von Inmarsat, Austrians britischem Technologie-Partner, kommuniziert. Die Verbindung zu den drei geostationären Satelliten, die in 36.000 Kilometer Höhe über dem Äquator kreisen, sorgt für eine zuverlässige Internetabdeckung an Bord. Der Zugang zum Internet ist ab Reiseflughöhe möglich, die Verbindungsgeschwindigkeit hängt von der Satellitenkapazität ab. Eine genaue Bandbreite nennt Austrian nicht. Auch nicht die Zahl der Passagiere, die mitmachen. Das Angebot werde gut angenommen, heißt es.

Aktuell sind 21 von 31 Flugzeugen der Airbus-Flotte mit der Internet-Technologie ausgestattet. Die Installation von FlyNet dauert vier Tage. Eingebaut werden ein Server, WLAN-Hotspots, die Satelliten-Empfangsausrüstung, die gesamte Verkabelung und die Antenne. Die richtet sich während des Fluges ständig neu aus, um die Verbindung zum Satelliten zu halten. Bis April will Austrian all seine 31 Airbusse umgerüstet haben, was etwa fünf Millionen Euro kostet. Im April soll FlyNet auch in den normalen kostenpflichtigen Betrieb übergehen. Passagiere bekommen ab dann drei Internet-Tarife zur Auswahl, für drei, sieben oder 12 Euro pro Flugstrecke, damit bucht man entweder nur Nutzung von Nachrichtendiensten oder kompletten Internetzugang. Die Pakete bezahlt man über Kreditkarte oder Bezahldienste wie Paypal. Internet Service Provider ist die Deutsche Telekom.

Im zweiten Schritt plant Austrian ab Sommer 2017 ein eigenes Unterhaltungsprogramm über das WLAN-Netz. Das bedeutet, dass Passagiere, die FlyNet Surf oder FlyNet Stream gekauft haben, über ihr Endgerät ein Entertainment-Programm, Filme und Serien, nutzen können.

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FlyNet, Internet beim Fliegen

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-03-14 17:12:13
Letzte nderung am 2017-03-14 17:18:05



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