• vom 16.02.2012, 18:31 Uhr

Digital-News

Update: 16.02.2012, 20:11 Uhr

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Spinning für Fortgeschrittene




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Von Walter Hämmerle

  • U-Ausschuss: Betroffene Parteien und Journalisten matchen sich auf Twitter.

Wien. "#Hochegger in Erklärungsnotstand gebracht. r. gaugg bekam v. valora über 30tsd euro. hochegger konnte frage nach leistung nicht beantworten", triumphiert Stefan Petzner. Journalistin Isabell Daniel will einfach nur wissen "für wie glaubwürdig haltet ihr die #hochegger Aussagen?" Und Laura Rudas fordert "#Hochegger: He, wenn für Grasser immer die Unschuldsvermutung gilt, dann für mich hoffentlich auch, oder?"

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Es ist eine eigenartige Mischung aus schnellstmöglicher Informationskommunikation und Spin-Doctoring, das sich rund um den U-Ausschuss auf der Social-Network-Plattform Twitter abspielt, einer unter Meinungsführern höchst populären digitalen Mikroblogging-Anwendung. Entsprechend dominiert die sogenannte Classe politique - Parteien, Politiker und ihre Mitarbeiter sind ebenso zahlreich vertreten wie Medienunternehmen, Journalisten, Politikberater, Wissenschafter und engagierte beziehungsweise interessierte Bürger. Musste man früher ins Café Landtmann und eine Handvoll weiterer Treffpunkte gehen, um die jeweils aktuellen Themen und G’schichtln des Tages des quantitativ durchaus überschaubaren politisch-medialen Komplexes der Bundeshauptstadt zu erfahren, genügt heute ein Blick ins Gezwitscher auf Twitter.

Statt live im Fernsehen nun eben live über Twitter
Der größte Vorteil - und natürlich auch das größte Risiko in Sachen Verlässlichkeit der Informationsquelle - liegt in der Geschwindigkeit der Kommunikation auf Twitter: Mehr als ein paar Sekunden bedarf es nicht für das Verfassen respektive Tweeten der Kurzmeldungen. Herkömmliche Medien müssen da genauso wie Nachrichtenagenturen unweigerlich hinter dem Informationsfluss auf der im Jahre 2006 gegründeten Plattform hinterher hinken. Die Übersicht bewahren helfen dabei sogenannte Hashtags, also Stichworte, denen ein Doppelkreuz "#" vorangestellt wird.

Twitter bietet die schnellste Form, aktuelle Ereignisse zu berichten und zu kommentieren. Die Journalistin Corinna Milborn twitterte dazu passend: "#uausschuss fortbildungswillige aufgepasst: heute spinning für anfänger auf twitter & ots, spinning für fortgeschrittene im zeugenstand".

Für den U-Ausschuss ist das von besonderer Relevanz, weil sich die Parteien nicht darauf einigen konnten (oder wollten), die Diskussionen und Einvernahme der teils prominenten Zeugen live im Fernsehen zu übertragen. So müssen sich die Medien selbst mit einer Liveberichterstattung aus dem Parlament via Twitter behelfen. Die Kernaussagen der Zeugen und die Fragestrategien der einzelnen Fraktionen werden so unmittelbar öffentlich.

Resumees werden bereits gezogen, etwa von dem Strategieberater und Blogger Franz Kühmayer: "Wer nach dem #uausschuss heute noch einmal abschätzig über Kleptokratien in Griechenland, Italien o.ä. spricht, ist Realitätsverweigerer". Und natürlich wird auch Medienkritik geübt, wie von Burgenlands Grünen-Chef Michel Reimon: "DAS nenn ich Transparenz. Mehr muss nicht sein. RT @MartinThuer: Hochegger geht auf die Toilette."




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2012-02-16 18:38:02
Letzte Änderung am 2012-02-16 20:11:02


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