• vom 13.04.2012, 13:28 Uhr

Digital-News

  • Artikel
  • Lesenswert (3)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



"Team Poison" stellte zuvor Behörden-Mitschnitte online

Britische Polizei nimmt nach Hackerangriff zwei Jugendliche fest



  • Erst im Februar hatte die Hackergruppe Anonymous einen fast 17-minütigen Mitschnitt einer Telefonkonferenz zwischen Scotland Yard und der US-Bundespolizei FBI ins Internet gestellt.

 London. Nach einem mysteriösen Hackerangriff auf eine britische Anti-Terror-Hotline hat die Polizei zwei Teenager festgenommen. Die beiden Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren wurden nach ihrer Festnahme am Donnerstag in den englischen West Midlands von Ermittlern der Abteilung für Internetkriminalität befragt, wie ein Scotland-Yard-Sprecher sagte. Die Hackergruppe Team Poison hatte zuvor einen vierminütigen Mitschnitt ins Internet gestellt. Darin unterhalten sich Mitarbeiter der Anti-Terror-Hotline unter anderem über 700 Telefonstreiche "von einer Gruppe namens Team Poison".

  Scotland Yard räumte ein, dass die Gespräche der Beamten belauscht wurden, erklärte jedoch ausdrücklich, es habe sich nicht um einen Hackerangriff gehandelt. Die Gespräche seien lediglich über einen Telefonhörer aufgezeichnet worden und "nicht über einen Angriff auf interne Systeme". Wie die Hacker das vertrauliche Gespräch mithören konnten, ohne das interne Kommunikationssystem der Hotline zu knacken, wollte eine Polizeisprecherin allerdings nicht näher erläutern. Scotland Yard versicherte, die Bürger könnten bei der Hotline weiterhin "vertraulich" verdächtige Beobachtungen melden.

Cyber-Attacken auf zuckerberg und Sarkozy  
Team Poison soll unter anderem hinter Cyber-Attacken auf Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und die Facebook-Seite des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy stecken. Im November 2011 veröffentlichte die Gruppe zudem mehr als 100 Benutzernamen und Passwörter, die angeblich vom UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) stammten.

  Erst im Februar hatte die Hackergruppe Anonymous einen fast 17-minütigen Mitschnitt einer Telefonkonferenz zwischen Scotland Yard und der US-Bundespolizei FBI ins Internet gestellt. In dem Gespräch tauschten sich die Beamten unter anderem über Ermittlungen gegen Anonymous und andere Hackergruppen aus. Anonymous ist eine lose verbundene Gruppe von Hackern, die sich in den vergangenen Jahren zu einer Reihe von Cyberattacken bekannt haben. Nach eigener Darstellung wollen sie damit für Freiheit im Internet eintreten.



Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-13 13:29:15


Beliebte Inhalte



Huawei hofft, mit dem neuen Endgerät in Wettbewerb zu den Branchenriesen Apple und Samsung treten zu können. - APAweb/REUTERS/Edgar Su
  • Südkoreanischer Elektronikkonzern will Apple und Samsung Konkurrenz machen.
  • weiter

Max Schrems hat einst Facebook erfolgreich geklagt, im Interview sagt er: "Dass US-Dienste seit langem Einzelzugriff auf solche Daten haben, war schon seit langem bekannt". - apa/Hochmuth
  • Facebook-Rebell Schrems rät den Unternehmen, die IT nicht auszugliedern.
  • weiter

Nach Facebook und Microsoft gibt nun auch Apple Einblick in die Datenüberwachung der US-Regierung. Zwischen 4000 und 5000 Anfragen von Behörden seien...weiter

 Zu den Fragen der deutschen Datenschützer an Google zählt, welche Regeln das Unternehmen bei Glass zum Schutz der Privatsphäre getroffen habe. Die Behörden wollen auch wissen, ob Google das Risiko für die Privatsphäre analysiert habe sowie welche Informationen es mit Glass sammle und mit Dritten teile. - APAweb/EPA/OLE SPATA
  • Zu den Fragen zählt, welche Regeln das Unternehmen bei Glass zum Schutz der Privatsphäre getroffen habe.
  • weiter

China hat die USA, Japan und Europa abgehängt. Der schnellste Computer soll in Guangzho seinen Dienst aufnehmen. - APAweb / EPA, Nicolas Armer
  • USA haben vier Rechner unter den Top-Ten.
  • weiter

China hat die USA, Japan und Europa abgehängt. Der schnellste Computer soll in Guangzho seinen Dienst aufnehmen. - APAweb / EPA, Nicolas Armer
  • USA haben vier Rechner unter den Top-Ten.
  • weiter

Auch Google soll mit dem amerikanischen Nachrichtendienst kooperieren. - APAweb / AP, Paul Sakuma
  • Konzerne wie Google, Microsoft und Apple nehmen am Programm "PRISM" teil.
  • weiter

Der US- Militärnachrichtendienst NSA beschafft sich die Daten von den wichtigsten Internet-Firmen und schnüffelt angeblich mit Vorliebe Nicht-US-Bürger aus. - APAweb / dpa, Florian Kleinschmidt
  • US-Behörden verschaffen sich legal Internet-Daten.
  • weiter

Max Schrems hat einst Facebook erfolgreich geklagt, im Interview sagt er: "Dass US-Dienste seit langem Einzelzugriff auf solche Daten haben, war schon seit langem bekannt". - apa/Hochmuth
  • Facebook-Rebell Schrems rät den Unternehmen, die IT nicht auszugliedern.
  • weiter

Edward Snowden beherrscht die Schlagzeilen. US-Präsident hat dem liberalen Flügel seiner Partei viel zu erklären, ebenso die großen Internet-Konzerne den Nutzern ihrer Dienste. - APAweb / Reuters / Bobby Yip
  • Internet-Konzerne brauchen dafür die Erlaubnis der US-Regierung.
  • weiter




Werbung




Schwere Unwetterschäden nach einem Murenabgang im Ortskern von Hallstatt aufgenommen am Mittwoch, 19. Juni 2013. Nach einem heftigen Unwetter ist der Mühlbach über die Ufer getreten wobei eine Mure den Ortskern von Hallstatt im oberösterreichischen Salzkammergut beschädigt hat.

Ein Fahrrad an einer Kreuzung mitten im 9. Bezirk war der etwas ungewöhnliche Rastplatz für ein Bienenvolk. Guten Tag, Lubango! Der Giraffen-Junge kam am Samstag, 15. Juni, zur Welt.

19.6.2013: Ein Turopolje-Schwein schwimmt in einem Teich im Tierpark in Schleswig-Holstein. Die robusten Schweine stammen ursprünglich aus den Flussniederungen der Save in Kroatien. Die Turopolje sind ausgezeichnete Schwimmer, die sich bei Überschwemmungen die Nahrung auch unter Wasser suchen und sogar nach Muscheln tauchen. Kunstraub der anderen Art: Von einer Hauswand  in London ausgemeißelt wurde im Februar das Banksy-Graffitikwerk "Slave Labour". Kurz darauf tauchte es bei einem Auktions-Haus in Miami in Florida wieder auf. Am 2. Juni wiederum wurde es trotz Proteste um 1,1 Millionen Dollar in London versteigert. Das Kulturbild der Woche geht nun für zwei Wochen auf Urlaub und ist am 24.Juni wieder zurück.

Werbung