Washington. Der Online-Riese Google muss eine Strafe von 25.000 Dollar wegen Behinderungen von Ermittlungen bezüglich seiner Datensammlung bei Street View zahlen. Die US-amerikanische Federal Communications Commission (FCC) hat diese Strafe damit begründet, dass Google ohne Erlaubnis private Daten ausgezeichnet hatte und icht mit den Ermittlungsbehörden kooperiert habe.
Google vermeldete in einer ersten Stellungnahmen, dass man sehr wohl zur Kooperation bereit war und auch Material geliefert habe. "wir widersprechen damit der Darstellung der FCC", so das Statement.
Daten von WLAN-Netzwerken
Zwischen Mai 2007 und Mai 2010 sammelte Google Daten von WLAN-Netzwerken quer durch die USA und weltweit - im Rahmen seines Street View- Projekts. Diese ermöglicht es den Anwendern über Google Map und Google Earth durch ganze Straßenzüge zu navigieren. Was der FCC sauer aufstieß war die Tatsache, dass Google dabei auch Passworte, Internethistorien der Anwender und andere sensible Daten aufzeichnete. Diese seien aber für das Street View-projekt in keinster Weise notwendig gewesen, urteilte die FCC.
Die Bedrohung der Internetfreiheit
Fast zeitgleich mit der Meldung der FCC und der angeordneten Strafe, erschien am Montag in der britischen Zeitung "Guardian" ein Interview mit Google-Mitbegründer Segey Brin. Darin äußert sich der Manager besorgt, über die wachsenden Gefahren und Bedrohungen des freien Internet.
Brin meinte, dass die Bedrohung aus einer Misschung verschiedener Faktoren entstünde, darunter auch die verstärkten Versuche von Regierungen und Behörden die Kommunikation ihrer Bürger zu überwachen. Auch die Versuche der Unterhaltungsindustrie der Piraterie Herr zu werden und Facebook aber auch Apple - durch ihre abgeschlossenen Technologien und Plattformen - würden die Freiheit beschränken. "Es haben sich sehr starke Kräfte formiert und versuchen gemeinsam das offene Internet weltweit zu zerstören", so Brin. "Es ist sehr furchterregend."
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