• vom 01.05.2012, 15:35 Uhr

Digital-News

Update: 01.05.2012, 15:41 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Streit um Urheberrechte zwischen Oracle und Google

Android-Prozess: Erste Entscheidung steht an



San Francisco. Im Android-Prozess von Oracle und Google haben jetzt zunächst die Geschworenen das Wort. Sie beraten nun über die Frage, ob Google bei der Entwicklung des Betriebssystems Android Urheberrechte für die Java-Software verletzt hatte. Die Aussagen von ranghohen Beteiligten, darunter auch die Konzernchefs Larry Ellison von Oracle und Larry Page von Google, lieferten den Geschworenen keine eindeutige Antwort. Beide Seiten beharrten nachdrücklich auf ihren Positionen.

Oracle wirft Google vor, mit Android Patente und Urheberrechte für Java zu verletzen. Java ist eine Software-Basis, auf der Programme für die unterschiedlichsten Zwecke und auch für verschiedene Betriebssysteme aufsetzen können. Java wurde ursprünglich von Sun Microsystems entwickelt. Sie wird auch für Web-Anwendungen breit eingesetzt; zuletzt haben sich dort aber andere Techniken in den Vordergrund geschoben. Oracle hatte Sun und damit die Rechte an Java im Jahr 2010 übernommen. Google will keine Verletzung von Urheberrechten anerkennen und streitet Oracle auch das Recht ab, die ins Feld geführten Patente gegen Android einzusetzen.

Google entwickelte als Kernstück von Android die Umgebung Dalvik, in der letztlich die Apps laufen. Diese beruht auf dem freien Betriebssystem Linux. Mit Java kompatible Programme werden für Dalvik übersetzt. Deshalb sieht Google keine Verletzung von Oracle-Rechten.

Oracle versuchte in dem Prozess, unter anderem mit Hilfe interner Google-Mails, nachzuweisen, dass dem Internet-Konzern bewusst gewesen sei, dass er eine Java-Lizenz gebraucht habe, die Verantwortlichen sich aber dagegen entschieden hätten. In weiteren Stufen in dem auf rund zwei Monate angesetzten Prozess soll über die Patentvorwürfe und Schadenersatz-Forderungen entschieden werden.

Oracle musste Ansprüche herunterschrauben
Oracle hatte den eigenen Schaden ursprünglich mit mehr als 6 Mrd. Dollar (7,38 Mrd. Euro) beziffert, musste die Ansprüche später jedoch auf rund 1 Mrd. Dollar herunterschrauben. Der Richter William Alsup versuchte vor Prozessbeginn, die Unternehmen zu einer außergerichtlichen Einigung zu drängen. Die Gespräche blieben jedoch ergebnislos.




Schlagwörter

Google, Oracle, Android

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-01 15:36:33
Letzte Änderung am 2012-05-01 15:41:20


Beliebte Inhalte



Die Züge im österreichischen Eisenbahnnetz werden unter zugradar.oebb.at auf einer Landkarte angezeigt. - Screenshot: Archiv
  • Mehr als 4.000 Züge lassen sich täglich "verfolgen"
  • weiter

Die neue Xbox wird  mit deutlich leistungsfähigerem Speicher und Prozessor in die neue Periode gehen. - APAweb/Damian Dovarganes, File/AP/dapd
  • Als sicher gilt, dass die neue Xbox eine verbesserte Version von Kinect nutzen wird.
  • weiter

Apple ortet die Probleme nicht in der eigenen Steuerflucht, sondern in den schlechten Gesetzen. - APAweb/REUTERS/Dado Ruvic
  • Trotz undurchsichtigem Netz an Auslandsfirmen, fordert Tim Cook eine Reform von US-Steuergesetzen.
  • weiter

Typische Blogs auf Tumblr: Herzige Tiere, Selbstdarstellungen und tiefsinnige Sprüche.  Der Aufsichtsrat des US-Internetkonzerns Yahoo hat nach einem Pressebericht grünes Licht für die Übernahme der Blogging-Plattform Tumblr gegeben...weiter

Sensible Infrastrukturen müssen adäquat geschützt werden, auch in Österreich. - APAweb/Jana Pape/dpa
  • Neues Kompetenzzentrum bis Sommer sowie entsprechende StGB-Novelle für entsprechende Attacken geplant.
  • weiter

"Das war ein krimineller Akt, wir verfolgen das mit aller Härte", sagte Cernko. - APAweb/REUTERS/ Dominic Ebenbichler
  • Cernko: Online-Transaktionsprotokolle betroffen, doch zu keiner Zeit Zugriff auf Kundenkonten.
  • weiter



Werbung




Mailands "neubabylonischer" Hauptbahhnhof

Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi" Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York.

Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen: 21. 5. 2013: Schwere Zeiten für Fans des glänzenden Metalls: Der Goldpreis erklimmt keine neuen Höhen mehr, das Interesse der Anleger ist merkbar gesunken.

Werbung