Wien. (mei) Nach der jüngsten Greenpeace-Studie "How Clean is Your Cloud?", die den geringen Anteil erneuerbarer Energien bei den Cloud-Services der IT-Giganten geißelte, erhöhen die Umweltschützer nun den Druck auf die Cloud-Riesen. In einer koordinierten Aktion in insgesamt neun Ländern protestierte Greenpeace vor Geschäften mit Apple-Produkten, um den US-Konzern zum Umstieg auf erneuerbare Energien zu bewegen - unter anderem auch in Wien.
Vor dem Apple-Händler McShark luden die Umweltschützer Kunden zu einem "Clean our Cloud"-Aktion ein: Die Teilnehmer schickten mit Apple-Geräten eine Online-Petition ab und veröffentlichten Fotos mit dem Kampagnenlogo von Greenpeace auf Facebook, wie in einer Aussendung erläutert wurde.
"Es ist höchste Zeit für Apple umzudenken und dem Beispiel von Google, Facebook und Yahoo zu folgen, die für ihre Rechenzentren bereits die Weichen auf umweltfreundliche Stromversorgung gestellt haben", wird Claudia Sprinz, Elektronik-Expertin bei Greenpeace, in der Aussendung zitiert.
Kunden sollen Konzern überzeugen
In der bereits im Vormonat veröffentlichten "How Clean is Your Cloud?"-Studie wurden die größten Cloud-Anbieter unter die Lupe genommen. Mit Ausnahme von Google, Yahoo und Facebook erwies sich der Anteil an erneuerbaren Energien in den Rechenzentren der Cloud-Anbieter als ernüchternd. Besonders schlecht schnitt Greenpeace zufolge Apple ab, das nur 15,3 Prozent seines Strombedarfs nachhaltig decke - was der US-Konzern allerdings unter Hinweis auf Berechnungsfehler zurückgewiesen hatte.
"Apple hat noch einen langen Weg vor sich, um seine Online-Dienste umweltfreundlich zu gestalten", meint nun Sprinz. Die Strategie der Umweltschützer richtet sich daher nun an die Kunden: "Gemeinsam mit den Apple-Kunden können wir ein Umdenken bei der Konzernleitung bewirken", ist Sprinz überzeugt.
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