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Update: 07.05.2012, 19:18 Uhr
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Facebook startet Roadshow vor Börsengang

Nächstes Facebook gesucht


Von WZ-Korrespondent John Dyer

  • Die nächsten Technologieunternehmen scharren mit den Hufen.
  • Investoren wollen nicht "die nächste große Geschichte" verpassen.

New York.

Mit einer Flagge begrüßte die Bank J.P. Morgan in New York Facebook-Manager zu Gesprächen.

Mit einer Flagge begrüßte die Bank J.P. Morgan in New York Facebook-Manager zu Gesprächen.© REUTERS Mit einer Flagge begrüßte die Bank J.P. Morgan in New York Facebook-Manager zu Gesprächen.© REUTERS

In acht Jahren von null auf 96 Milliarden Dollar (74 Milliarden Euro), das ist Erfolgsgeschichte par excellence. Wenn Facebook in knapp zwei Wochen an die Börse geht, dürfte es der größte Börsengang in den USA überhaupt sein. Und 900 Millionen Kunden weltweit hat auch kaum ein anderes Unternehmen.

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Auch wenn Beobachter vor einer Überbewertung Facebooks sprechen und der Erfolgsinvestor Warren Buffett vor einem Einstieg warnt - Facebook weckt den Appetit zahlloser großer und kleiner Investoren. Sie haben weniger Angst vor einer neuen Internetblase als davor, die "nächste große Geschichte" unter den Internetunternehmen zu verpassen.

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Um welche Summen es dabei geht, hat Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gerade vorgeführt: Facebook kaufte erst im April das kleine Unternehmen Instagram für eine Milliarde Dollar. Das Unternehmen hat zwar nur 13 Mitarbeiter, aber sein Programm zur Bildbearbeitung inzwischen 30 Millionen Nutzer weltweit.

Für Steven Spurgat vom sozialen Netzwerk VYou kommt das Interesse nicht überraschend. Schließlich sei nun die Generation in der Führungsposition, für die Internet und E-Mail selbstverständlich sind. "Diese Art Technologie ist nun der Trend, dem alle folgen. Die ganze Branche ist regelrecht sexy. Man muss nur bedenken, wie viel Zeit wir alle mit diesen neuen Möglichkeiten verbringen. Früher hörten Kinder in ihrer Freizeit CDs. Heute sind sie bei Facebook unterwegs." Auch die "New York Times" stellte sich die Frage nach dem nächsten Durchbruch. Sean Fanning und Sean Parker erfanden einst die Musiktauschbörse Napster. Nach demselben Schema bietet sich nun Airtime an, eine Seite zum Austausch von Filmen. Auch Caterina Fake ist keine Unbekannte in der Internet-Welt. Mit der Fotoplattform Flickr gelang ihr der große Wurf, nun brachte sie Pinwheel ins Netz. Auf einer imaginären Weltkarte können besonders interessante Orte vermerkt werden - etwa der beste Platz, um einen Sonnenuntergang zu sehen.

Dropbox lehnte Angebot von Apple-Gründer Jobs ab
Im Gegensatz zu diesen Beispielen hat Dropbox bereits eine gewisse Popularität. Dropbox bietet seinen Kunden die Möglichkeit, ihre Daten in einem imaginären Speicher, der sogenannten Cloud, aufzubewahren. Im Vorjahr verzeichnete Dropbox bereits 50 Millionen Kunden und erweckte das Interesse des verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs. Nachdem sein Kaufangebot abgelehnt wurde, erschuf Apple mit iCloud eine eigene Alternative. Dem Erfolg von Dropbox tat dies keinen Abbruch, alleine im Oktober des vergangenen Jahres konnten die Gründer Arash Ferdowski und Drew Houston einen Gewinn von 250 Millionen Dollar verbuchen. Hinzu kam noch ein Vertrag mit Samsung, der die mobile Applikation von Dropbox nun in seine Telefone integrieren wird.

Dass noch einige ähnliche Firmen folgen werden, steht außer Frage. Es scheint der Lebensstil der Pioniere zu sein, dem junge Menschen nacheifern. So erklärte es zumindest der Programmierer Connor Mahaffey: "Eine Menge rotes Fleisch, Armbeugen mit der einen Hand, Programmieren mit der anderen. Immer die Sonnenbrille auf, ein gesunder Teint und einen hochgeschlagenen Kragen. Es ist wichtig, dass Du jedem, der Dich beschimpft, Paroli bieten kannst. Und es ist wichtig, Mädchen abzubekommen. Genau so wichtig ist es aber, alle Star-Wars-Filme zu kennen und sein Handwerk zu beherrschen."




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-07 17:38:17
Letzte Änderung am 2012-05-07 19:18:07


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