
Berlin. (weg) Mozilla will sein E-Mail-Programm Thunderbird nicht mehr weiterentwickeln. Die Mozilla-Stiftung möchte sich in Zukunft auf wichtige Projekte fürs Web und für mobile Geräte konzentrieren, daher hätten Innovationen für die Desktop-Software zurzeit keine hohe Priorität. Mitchell Baker, Vorsitzende der Mozilla-Stiftung, schrieb am Freitag in ihrem Blog, dass die meisten mit den Basisfunktionen zufrieden seien. Gleichzeitig wären Internet-basierte Formen der Kommunikation als Alternativen immer beliebter geworden. "Daher ist es nur natürlich, dass wir uns auf die Stabilität von Thunderbird konzentrieren und Innovationen über andere Angebote vorantreiben."
Sicherheit und Stabilität
Thunderbird hat nach Angaben von Mozilla mehr als 20 Millionen Nutzer. Für diese Nutzer will die nicht-kommerzielle Organisation weiterhin Sicherheits- und Stabilitäts-Updates anbieten, zudem soll die Community in Eigenregie weiter an Thunderbird arbeiten können. Mozilla verkündet, dass ein spezielles "Release Drivers"-Team alle sechs Wochen Updates produzieren wird. Gleichzeitig soll das von Mozilla bereitgestellte Team mit den Modul-Besitzern zusammenarbeiten und mit der Planung und Integration der von der Gemeinschaft beigesteuerten Innovationen beschäftigt sein. Mozilla selbst will diese Beschlüsse mit den Nutzern im Laufe des Sommers weiterentwickeln um Anfang September 2012 die letzten Details diskutieren zu können.
Fokus auf neue Projekte
Mozilla, bekannt geworden mit dem Firefox-Browser, treibt derzeit mehrere Projekte für mobile Geräte voran. So ist ein Browser für das iPad geplant. Ebenfalls in Arbeit ist ein Betriebssystem für Smartphones. Dazu sollen erste Geräte 2013 auf den Markt kommen. Zudem arbeitet Mozilla an einem System namens Persona, das zur Verwaltung von Identitäten im Netz dienen soll.
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