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Update: 31.07.2012, 17:08 Uhr
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Die Internationale Funkausstellung (IFA) zeigt die Zukunft der Unterhaltungselektronik

Die "Eigenheimwolke"


Von Gregor Kucera

  • Ende August wird Berlin wieder zum Mekka der neuesten Entwicklungen.

Der digitale Fernseher soll zur Unterhaltungszentrale im Haushalt werden. - © © Tetra Images/Corbis

Der digitale Fernseher soll zur Unterhaltungszentrale im Haushalt werden. © © Tetra Images/Corbis

Wien/Berlin. Das digitale Leben ist einem ständigen Wandel unterworfen. In Zukunft wird der Fernseher direkt mit dem Auto kommunizieren und Filme an die multimediale Unterhaltungszentrale im Fahrzeug schicken. Die Zukunft der Unterhaltungselektronik heißt Vernetzung. Alle Endgeräte um den Anwender sollen mit- und untereinander kommunizieren, Inhalte austauschen und das Leben sicherer und einfacher machen. Auch wenn sich die neuesten Entwicklungen nicht immer durchsetzen, so wird der Konsum von Filmen, Musik und Nachrichten jeden Tag ein bisschen weiterentwickelt.

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Einen Blick in die nahe Zukunft von Fernseher, Smartphone und Co. sowie die gerade in Entwicklung befindlichen Technologien kann man sich vom 31. August bis zum 5. September in Berlin verschaffen. Dann findet dort nämlich die 52. Internationale Funkausstellung (IFA) statt. Alle Größen der Branche werden vor Ort ihre Sicht der Zukunft vorstellen und neue Produkte vorstellen.

Das Schlüsselwort der Industrie lautet Vernetzung. Früher auch bekannt als das "Internet der Dinge". Fernseher, Smartphone und Auto werden über das Internet-Protokoll Daten und Inhalte austauschen. Diese Entwicklungen basieren auf dem Internetprotokoll und dem sogenannten Cloud Computing. Bei dieser nicht neuen, aber nun wieder sehr aktiv vermarkteten Technologie werden Daten nicht mehr auf einem Endgerät in den eigenen vier Wänden, sondern in der "Wolke" gespeichert. Somit sind - vom Word-Dokument bis hin zum HD-Film - alle Inhalte auf jedem internetfähigen Endgerät nutzbar. Auch in diesem Jahr wird auf der IFA der Wettlauf um die Monstrositäten entbrennen. Wer hat den größten 3D-Fernseher, mit oder auch schon ohne Brille, wer bringt das größte Oled-Display, eine stromsparendere und hochauflösendere Weiterentwicklung der aktuellen LED-Monitore, und wessen Datenübertragungsraten werden nicht nur die größten, sondern auch die schnellsten sein.

Apropos schnell. Auch die Automobilhersteller werden der IFA in diesem Jahr ihren Stempel aufdrücken. Es wird erwartet, dass BMW, Mercedes, Ford und Kia ihre Konzepte für die Nutzung intelligenter Smartphone-Apps im Auto vorstellen werden. In einem Interview meinte Daimler-Chef Dieter Zetsche kürzlich: "Wir führen die digitale und die automobile Welt zusammen. Autos werden smarter, effizienter und vermitteln mehr Spaß am Fahren." Autos werden in naher Zukunft mit anderen Endgeräten, in nicht so ferner auch mit anderen Autos kommunizieren können. So sollen sich neue Möglichkeiten im Verkehr ergeben, die vor allem ein Ziel haben, mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer.

SMS-Nachfolger Joyn
In den Messehallen werden gleich mehrere Hersteller ihre Konzepte fürs vernetzte Heim ausstellen, die alle digitalen Inhalte umfassen. Das Konzept des "intelligenten, vernetzten Eigenheims" scheint beinahe so alt wie die IFA selbst, doch erst jetzt sind die Technologien, Endgeräte und vor allem Bandbreiten vorhanden, um all die Innovationen sinnvoll und vor allem halbwegs leistbar den Endkunden anbieten zu können. Es wird erwartet, dass der Fernseher zur digitalen Unterhaltungszentrale im Haushalt wird. Eigene Desktopgeräte werden in den Hintergrund treten. Notebook, Smartphone und Fernseher, in vielen Familien auch gleich mehrere zusammen, werden die "Eigenheimwolke" bilden. In dieser lassen sich über das Internet Daten und Inhalte austauschen.

Auf der IFA wird auch der SMS-Nachfolger Joyn präsentiert werden. Dieser Dienst soll den Versand und Empfang multimedialer Nachrichten über eine einheitliche Plattform ermöglichen und so die jahrzehntelange Erfolgsgeschichte der SMS bremsen. Für Multimedia-Handys gibt es bereits seit längerem zahlreiche Mini-Programme unterschiedlicher Anbieter wie WhatsApp oder Yuilop, die den kostenlosen Versand von Kurznachrichten und Multimedia-Inhalten wie Fotos oder Videos auf andere Smartphones erlauben. Voraussetzung ist jedoch meist, dass auch der Empfänger die gleiche Software installiert hat. Joyn soll hier für Einheitlichkeit sorgen.

Zu den großen Wachstumstreibern der Branche zählen Smartphones, Tablet-Computer und Flachbildfernseher mit Internet-Verbindung. Die Veranstalter erwarten für dieses Jahr noch einmal 50 Prozent mehr Besucher aus dem Ausland.




Schlagwörter

IT, IFA Berlin, Medien

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-07-31 16:17:05
Letzte Änderung am 2012-07-31 17:08:52


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