• vom 24.09.2012, 07:53 Uhr

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Update: 07.12.2012, 18:17 Uhr
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iPhone5-Werk steht still

Produktion bei Apple-Zulieferer in China nach Prügelei gestoppt



  • Ein Streit zwischen mehreren Arbeitern in einem Schlafsaal des Taiyuan-Werks habe sich zu einer Prügelei mit 2000 Beteiligten ausgeweitet.

Ein Streit zwischen mehreren Arbeitern am Sonntagabend in einem Schlafsaal des Taiyuan-Werks habe sich zu einer Prügelei mit 2000 Beteiligten ausgeweitet, teilte das taiwanische Unternehmen mit.

Ein Streit zwischen mehreren Arbeitern am Sonntagabend in einem Schlafsaal des Taiyuan-Werks habe sich zu einer Prügelei mit 2000 Beteiligten ausgeweitet, teilte das taiwanische Unternehmen mit.APAweb/EPA/Qilai Shen Ein Streit zwischen mehreren Arbeitern am Sonntagabend in einem Schlafsaal des Taiyuan-Werks habe sich zu einer Prügelei mit 2000 Beteiligten ausgeweitet, teilte das taiwanische Unternehmen mit.APAweb/EPA/Qilai Shen

Taipeh. Apple sieht sich erneut mit massiven Problemen beim wichtigen chinesischen Zulieferer Foxconn konfrontiert: Nach einer Massenschlägerei in einem Schlafsaal für Foxconn-Arbeiter ruht die Produktion in einem Werk. Eine Fabrik in Nordchina sollte am Montag wegen einer laufenden Untersuchung geschlossen bleiben, wie Foxconn-Sprecher Louis Woo Reuters sagte. Die Firma, die wegen ihrer Arbeitsbedingungen wiederholt scharfe Kritik auf sich gezogen hatte, wollte weder bestätigen, um welchen Standort es sich genau handelte, noch was genau dort produziert wird. Einem Mitarbeiter zufolge ist das Werk Taiyuan betroffen, das unter anderem das neue iPhone 5 von Apple fertigt. Die Schließung soll voraussichtlich zwei bis drei Tage dauern.

Foxconn teilte mit, eine "private Streitigkeit" zwischen einigen Angestellten sei bereits am Sonntag in einem Schlafsaal eskaliert. Es habe mehrere Stunden gebraucht, bis die Polizei die Lage unter Kontrolle gebracht habe. Beteiligt waren rund 2.000 Menschen, etwa 40 seien verletzt worden und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Nach Medienberichten sind drei von ihnen in einem ernsten Zustand. "Der Grund für den Streit wird derzeit ermittelt, und wir arbeiten eng mit den Behörden zusammen", teilte Foxconn mit. Es sehe aber nicht so aus, als ob er etwas mit der Arbeit zu tun habe. Ein Vertreter des Werkes lehnte eine Stellungnahme ab. Von der Polizei in Taiyuan war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

Widersprüchliche Angaben zu den Vorfällen
Beiträge in Internet-Foren hinterließen einen anderen Eindruck. Ein Blogger schrieb unter dem Namen "Jo-Liang" bei dem Twitter-ähnlichen chinesischen Dienst Sian Weibo, vier oder fünf Sicherheitskräfte hätten einen Arbeiter fast zu Tode geprügelt. In einem anderen Beitrag hieß es, Aufseher hätten bis zu zwei Arbeiter aus der Provinz Henan geschlagen. Dies wiederum habe andere Arbeiter dazu veranlasst, Decken anzuzünden und diese aus den Fenstern zu werfen. Die Beiträge konnten nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden.

Foxconn war in der Vergangenheit mehrfach wegen der Arbeitsbedingungen in die Kritik geraten. Für negative Schlagzeilen sorgten in der Vergangenheit die Selbstmorde mehrerer Angestellter. Nach heftigen Protesten sagten Apple und Foxconn später zu, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Die Fair Labor Association (FLA) attestierte Foxconn zuletzt Fortschritte, mahnte aber weitere Anstrengungen an.

Große Frustration und Ärger  
In der nun betroffenen Fabrik sind 79.000 Menschen beschäftigt, insgesamt arbeiten rund eine Million Menschen in China für Foxconn. Die Tochter von Hon Hai Precision Industry ist auch Auftragsfertiger für Dell und Nokia.

Eine Menschenrechtsgruppe aus Hongkong, die sich vor allem für bessere Arbeitsbedingungen einsetzt, sah den Grund für die Massenschlägerei in den Bedingungen vor Ort. "Es gibt ganz klar eine große Frustration und Ärger unter den Mitarbeitern und außer Gewalt keine Möglichkeit, damit fertig zu werden", erklärte die Gruppe China Labour Bulletin. "Es gibt keinen Dialog und keine Konfliktlösungsstrategien, seien die Probleme auch noch so klein."




Schlagwörter

Apple, Foxconn

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-24 07:54:58
Letzte Änderung am 2012-12-07 18:17:46


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