• vom 04.10.2012, 13:58 Uhr

Digital-News

Update: 04.10.2012, 14:02 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Mit Großbanken und Telekomfirmen

EU-weite Abwehrübung gegen Cyberangriffe mit 400 Experten



  • Kroes: Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des Internet durch europäische Zusammenarbeit gewährleisten.

Der Test mit der Bezeichnung DDoS (Distributed Denial of Service - verteilte Überlastungsangriffe) sieht mehr als 1.200 Einzelangriffe mit mehr als 30.000 Emails vor. - APAweb/Blizzard/dapd

Der Test mit der Bezeichnung DDoS (Distributed Denial of Service - verteilte Überlastungsangriffe) sieht mehr als 1.200 Einzelangriffe mit mehr als 30.000 Emails vor. APAweb/Blizzard/dapd

Brüssel. Ein EU-weiter Test im Fall von Cyberangriffen ist am Donnerstag mit 400 Experten von Großbanken, Telekommunikationsunternehmen, Internetdienste-Anbietern und staatlichen Stellen auf lokaler und nationaler Ebene durchgeführt worden. Die europaweite Simulation soll die Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des Internet durch Zusammenarbeit auf EU-Ebene überprüfen. Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Neelie Kroes, erklärte, angesichts der steigenden Zahl und zunehmenden Raffinesse von Internetangriffen sei eine solche Kooperation unerlässlich.

  Der Test mit der Bezeichnung DDoS (Distributed Denial of Service - verteilte Überlastungsangriffe) sieht mehr als 1.200 Einzelangriffe mit mehr als 30.000 Emails vor. Überprüft wird, wie anhaltende Angriffe auf die öffentlichen Internetseiten und Computersysteme europäischer Großbanken bewältigt werden können. Bei einer tatsächlichen Attacke wären Millionen Bürger und Unternehmen in ganz Europa von massiven Störungen betroffen, und der Wirtschaft würden Schäden in Millionenhöhe drohen.

Attacken nehmen zu  
Cyberattacken werden immer häufiger. 2011 nahm die Zahl der Angriffe im Netz um 36 Prozent zu. Von 2007 bis 2010 wurde eine Vervierfachung der Zahl der Unternehmen gemeldet, die sicherheitsrelevante Vorfälle mit finanziellen Auswirkungen zu verzeichnen hatten (der Anteil dieser Unternehmen stieg von fünf Prozent im Jahr 2007 auf 20 Prozent im Jahr 2010).

  Laut Experten des Weltwirtschaftsforums besteht für das kommende Jahrzehnt ein zehnprozentiges Risiko einer schwerwiegenden Störung kritischer Informationsinfrastrukturen, die wirtschaftliche Schäden von mehr als 200 Milliarden Euro nach sich ziehen könnte.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-04 14:00:37
Letzte Änderung am 2012-10-04 14:02:23


Beliebte Inhalte



 Zu den Fragen der deutschen Datenschützer an Google zählt, welche Regeln das Unternehmen bei Glass zum Schutz der Privatsphäre getroffen habe. Die Behörden wollen auch wissen, ob Google das Risiko für die Privatsphäre analysiert habe sowie welche Informationen es mit Glass sammle und mit Dritten teile. - APAweb/EPA/OLE SPATA
  • Zu den Fragen zählt, welche Regeln das Unternehmen bei Glass zum Schutz der Privatsphäre getroffen habe.
  • weiter

China hat die USA, Japan und Europa abgehängt. Der schnellste Computer soll in Guangzho seinen Dienst aufnehmen. - APAweb / EPA, Nicolas Armer
  • USA haben vier Rechner unter den Top-Ten.
  • weiter

Nach Facebook und Microsoft gibt nun auch Apple Einblick in die Datenüberwachung der US-Regierung. Zwischen 4000 und 5000 Anfragen von Behörden seien...weiter

Ein erster Schritt wäre es, eher auf in Europa angesiedelte Internetdienste, etwa deutsche E-Mail-Provider, zurückzugreifen...weiter

 - APA (Helmut Fohringer) Im Streit über das Spähprogramm der US-Geheimdienste haben betroffene Unternehmen der Regierung nur geringfügige Zugeständnisse abgerungen...weiter

China hat die USA, Japan und Europa abgehängt. Der schnellste Computer soll in Guangzho seinen Dienst aufnehmen. - APAweb / EPA, Nicolas Armer
  • USA haben vier Rechner unter den Top-Ten.
  • weiter

Der US- Militärnachrichtendienst NSA beschafft sich die Daten von den wichtigsten Internet-Firmen und schnüffelt angeblich mit Vorliebe Nicht-US-Bürger aus. - APAweb / dpa, Florian Kleinschmidt
  • US-Behörden verschaffen sich legal Internet-Daten.
  • weiter

Auch Google soll mit dem amerikanischen Nachrichtendienst kooperieren. - APAweb / AP, Paul Sakuma
  • Konzerne wie Google, Microsoft und Apple nehmen am Programm "PRISM" teil.
  • weiter

Max Schrems hat einst Facebook erfolgreich geklagt, im Interview sagt er: "Dass US-Dienste seit langem Einzelzugriff auf solche Daten haben, war schon seit langem bekannt". - apa/Hochmuth
  • Facebook-Rebell Schrems rät den Unternehmen, die IT nicht auszugliedern.
  • weiter

Edward Snowden beherrscht die Schlagzeilen. US-Präsident hat dem liberalen Flügel seiner Partei viel zu erklären, ebenso die großen Internet-Konzerne den Nutzern ihrer Dienste. - APAweb / Reuters / Bobby Yip
  • Internet-Konzerne brauchen dafür die Erlaubnis der US-Regierung.
  • weiter




Werbung




Ein Fahrrad an einer Kreuzung mitten im 9. Bezirk war der etwas ungewöhnliche Rastplatz für ein Bienenvolk.

Guten Tag, Lubango! Der Giraffen-Junge kam am Samstag, 15. Juni, zur Welt. 18.6.2013: Heute herrscht in Österreich wieder Badewetter: Über 35 Grad Celsius werden erwartet.

Kunstraub der anderen Art: Von einer Hauswand  in London ausgemeißelt wurde im Februar das Banksy-Graffitikwerk "Slave Labour". Kurz darauf tauchte es bei einem Auktions-Haus in Miami in Florida wieder auf. Am 2. Juni wiederum wurde es trotz Proteste um 1,1 Millionen Dollar in London versteigert. Das Kulturbild der Woche geht nun für zwei Wochen auf Urlaub und ist am 24.Juni wieder zurück. Ein frömmelnder Heuchler schleicht sich in das Vertrauen eines alten Patriarchen und versucht, sich alles anzueignen, was diesem teuer ist: Frau, Haus und Tochter. Abgespielt hatte sich das Ganze in der Wohnküche eines Landhauses, auf den Brettern des Akademietheaters. Im Bild: Gert Voss (r.) als "Orgon", Edith Clever (m.) als "Dorine" und Adina Vetter als "Marianne".

Werbung