• vom 15.10.2012, 09:45 Uhr

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Update: 15.10.2012, 09:52 Uhr
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Fachhochschule St. Pölten entwickelte Kompositions-Software

Wunschkonzert aus dem Computer



  • Der User beschreibt seinen Musikwunsch, das Programm ersinnt die Noten.

Das Gemaa-Framework: Aus Hörerwünschen wird Musik.

Das Gemaa-Framework: Aus Hörerwünschen wird Musik.FH ST. Pölten Das Gemaa-Framework: Aus Hörerwünschen wird Musik.FH ST. Pölten

St. Pölten. Eine an der Fachhochschule St. Pölten entwickelte Software ermöglicht es, Musik für Filme und Games unkompliziert selbst zu komponieren. Das Software-Framework "Gemma" stieß laut einer Aussendung der FH bereits auf internationalen Fach-Konferenzen in Laibach und Korfu auf großes Interesse. Es sei auch eine Basis für pädagogisch wertvolle Applikationen, indem es Kindern und Jugendlichen spielerischen Zugang zu klassischer Musik und Jazz eröffne.

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Zwei Jahre Entwicklungsarbeit stecken hinter dem Projekt. "Gemma" (Generative Music for Media Applications) soll Musikwünsche durch Beschreibung in Worten in eigens komponierte Musikstücke umwandeln. Grundidee dahinter: "Bewegte Bilder bewegen Gemüter erst mit dem richtigen Soundtrack. Doch woher nehmen, ohne zu stehlen?"

Der Kompositionsprozess beginnt, indem Nutzer die einzelnen Szenen des Bildmaterials (Film, Video oder Spiel) semantisch beschreiben. Sie können dabei aus einer Vielzahl an Möglichkeiten wie "Liebe", "Krieg" oder "Tod" aus einem Pulldown-Menü auswählen. In der Folge erstellt das Programm ein "Beschreibungsdokument", dessen Annotationen es mit einer eigens von der FH St. Pölten entwickelten Datenbank namens "Clip Library" vergleicht. Darin befinden sich 500 Szene-Clips von 250 Blockbustern wie "Madagaskar" oder "Matrix".

Die Komposition erfolgt dann mithilfe von Algorithmen und auf Basis mathematisch formulierter Gesetzmäßigkeiten von Kompositionen, welche je nach Genre variieren, wird in der Aussendung erläutert. Das fertige Musikstück wird als MIDI-Datei ausgegeben und darf - als Neukomposition - lizenzfrei verwendet werden.

Softwaregestützte Lernangebote - und deren Potenzial - würden auch für Institutionen, die sich mit Musikvermittlung beschäftigen, immer wichtiger. Gemeinsam mit dem Ernst-Krenek-Forum Krems entwickelt die FH St. Pölten derzeit auch eine Software-Anwendung für den schulischen Musikunterricht.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-15 09:46:42
Letzte Änderung am 2012-10-15 09:52:09


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