• vom 22.02.2016, 15:03 Uhr

Digital-News

Update: 22.02.2016, 15:46 Uhr

Mobile World Congress

Es ist Frühling und die neuen Smartphones kommen




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Von WZOnline, APA,dpa, grex

  • Samsung setzt auf virtuelle Realität

Barcelona/Seoul/Tokio. Wenige Wochen nach dem großen Weihnachtsgeschäft steht für die Mobilfunkbranche schon das nächste große Highlight auf dem Programm. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona zeigen alle großen Hersteller - ausgenommen, wie jedes Jahr, Apple - ihre kommenden, neunen Innovationen.

Die Pressevertrteter und Endkunden bekommen hier den ersten Einblick auf die neue Produktpalette. Die neupräsentierten Endgeräte werden meist zwischen März und Juni im europäischen Handel erhältlich sein. In diesem Jahr sind wieder Samsungs neuestes Modell der S-Serie, Sony Xperia X-Reihe, aber auch die neuen Smartphones und Tablets von LG oder Huawei im Mittelpunkt des Interesses.

Es geht um die virtuelle Realität 

Samsung will mit zwei aufpolierten Modellen seiner Flaggschiff-Reihe Galaxy S die Initiative im hart umkämpften Smartphone-Markt ergreifen. Die neuen Geräte Galaxy S7 und S7 Edge sind mit mehr Leistung und verbesserten Funktionen ausgestattet.

Bei der Präsentation setzte der Marktführer aus Südkorea zum Auftakt der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona  vor allem auf den jungen Trend der virtuellen Realität. Um ihn zu befeuern, gibt Samsung bei der Vorbestellung eines der neuen Geräte das Gehäuse Gear VR kostenlos dazu, mit dem Nutzer mit eingestecktem Smartphone in virtuelle Welten eintauchen können. Galaxy S7 und S7 Edge kommen am 11. März in den Handel.

Samsung und Facebook vereint für VR

Als Überraschungsgast trat bei der Präsentation Facebook-Gründer Mark Zuckerberg auf und kündigte eine stärkere Zusammenarbeit des sozialen Netzwerks mit Samsung an. Ihn reize es, später nicht nur Fotos von den ersten Schritten seiner kleinen Tochter zu sehen, sondern ganz in die Szene eintauchen zu können, sagte Zuckerberg. Facebook habe schon sehr früh in die Technologie investiert. Facebook solle bei der Kooperation die beste Software liefern, Samsung werde die mobile Hardware beisteuern. Samsung arbeitet bei der Gear VR mit dem von Facebook gekauften Virtual-Reality-Vorreiter Oculus zusammen.

Für private VR-Aufnahmen kündigte Samsung die Gear 360 an. Das kugelrunde Gerät in Form eines Golfballs soll speziell den Verbrauchermarkt adressieren. Einen Preis nannte das Unternehmen zunächst nicht.

Größeres Display und Marshmallow

Das Samsung S7 Edge ist nun mit 5,5 Zoll etwas größer geworden. Wie das S7 verfügt es über ein AMOLED-Display, das Inhalte in HD-Qualität darstellt. Die Geräte sind wasserdicht und staubresistent. Im Sperrbildschirm werden nun Urzeit und Datum angezeigt, auch ohne dass viel Batterieleistung verbraucht wird. Die Kamera fällt noch lichtempfindlicher aus und soll auch bei wenig Licht scharfe Bilder machen. Mit den neuen Geräten mit dem aktuellen Android-Betriebssystem Marshmallow kämpft Samsung im Premium-Segment gegen Apple. Der Rivale aus Cupertino will im März laut Medienberichten eine weitere günstigere iPhone-Version vorstellen. Neue Modelle gibt es bei Apple traditionell im Herbst.

Nokia: Keine Eile bei Rückkehr in Handy-Markt

Nokia will sich Zeit mit der Rückkehr seiner Marke ins Smartphone-Geschäft lassen. Es gebe keinen Zeitplan und auch keinen Druck, erklärte Konzernchef Rajeev Suri am Sonntagabend bei der Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona.

Nokia konzentriert sich seit dem Verkauf seiner Handy-Sparte an Microsoft auf das Geschäft als Ausrüster von Telekom-Netzwerken. Heuer laufen aber mit Microsoft vereinbarte Fristen ab, nach denen der einst populäre Name Nokia wieder auf Handys auftauchen könnte.

Der finnische Konzern machte zugleich bereits deutlich, dass er eher einen Partner aussuchen würde, der die Geräte produziert, statt das Geschäft wieder komplett selbst zu betreiben. Auf diese Weise kam bereits ein Nokia-Tablet auf den Markt.

In Barcelona stellte Nokia auch Fortschritte bei der Entwicklung der nächsten schnellen Mobilfunk-Generation 5G in den Vordergrund und gab einen 350 Mio. Dollar (315,4 Mio. Euro) schweren Fonds für Investitionen in das Internet der Dinge bekannt.

Huawei stellt sein erstes 2-in-1 Laptop vor

Der chinesische Konzern Huawei enthüllte auf dem diesjährigen Mobile World Congress mit dem Huawei MateBook sein erstes 2-in-1 Laptop, inklusive dem Stylus MatePen. Das hybride Gerät kann sowohl als Tablet als auch als Notebook genutzt werden und richtet sich "vor allem an moderne Business-User, die viel unterwegs, sind ein produktives Arbeits- und Unterhaltungsgerät benötigen und dabei Wert auf Design, innovative Technologien und Power legen", so der Hersteller in einer Aussendung.

Huawei MateBook ist für den "modernen Business-User" konzipiert

Das 6,9 mm dünne und 640 Gramm leichte Huawei MateBook verfügt über einen Aluminium-Unibody. Das Huawei MateBook läuft auf dem Microsoft Windows 10-Betriebssystem und verfügt zudem über die neuesten Office-Programme wie Word, Excel oder PowerPoint. Angetrieben wird das 2-in-1 Laptop von einem Intel Core M-Prozessor der den Geräuschpegel des laufenden Geräts auf ein Minimum reduziert. Ein starker 33,7 Wattstunden Lithium-Ionen Akku sorgt für eine Laufzeit von bis zu zehn Stunden bei normalen Office-Aufgaben – über eine Schnellladefunktion kann dieser in gerade einmal 2,5 Stunden wieder vollständig aufgeladen werden. Dazu verfügt das Huawei MateBook über eine intelligente Spannungsregelung: Im Tablet-Modus hält der Akku länger, im Laptop-Modus ist die generelle Leistung des Geräts stärker. Damit das Huawei MateBook während einer längeren Nutzung nicht heiß läuft, ist zudem eine patentierte achtschichtige Wärmeleitungsstruktur verbaut, die die Temperatur des Geräts regelt – und das ganz ohne Lüfter.

Wasserabweisende Tastatur

Damit die aktuelle PowerPoint-Präsentation im Meeting oder ein Film während der Geschäftsreise im Zug gestochen scharf gezeigt werden können, verfügt das Huawei MateBook über ein 12 Zoll IPS TFT LCD-Display mit einer Auflösung von 2.160 x 1.440 Pixeln. Die Navigation des 2-in-1 Laptops erfolgt über den Touchscreen oder die ultradünne Tastatur. Für einen Bedienkomfort verfügt diese über ergonomisch geformte Chiclet-Tasten; zudem ist eine automatische intelligente Beleuchtung verbaut, die je nach Bedarf heller oder dunkler wird, wodurch Tippfehler minimiert werden können. Die Tastatur wird durch ein hochpräzises Fünfpunkt-Multi-Touch-Pad ergänzt. Dazu kann mit dem MatePen eine Art Stylus mit 2.048 Drucklevels eingesetzt werden. Schreiben per Hand, Graffitis oder malen sind problemlos möglich, denn der MatePen fühlt sich an wie ein normaler Stift – und dies ohne Zeitverzögerung. Dazu unterstützt der Stylus Grafiken und mathematische Funktionen wie etwa das Konvertieren von Formeln. Der Clou: Drückt man den Radiergummi-Button des MatePens, schaltet dieser sofort um und löscht Inhalte, die nicht gespeichert werden müssen. Mithilfe des Stylus können Anwender Inhalte entwickeln oder ihn im Meeting als Laserpointer einsetzen und um in Präsentationen Folien weiter zu klicken. Bis zu 100 Stunden hält der Akku des drucksensiblen Stifts.

Preise und Verfügbarkeit

Das Huawei MateBook wird in Österreich ab Juli 2016 zu einem Preis um die 1.000 Euro in den Versionen Elite und Business verfügbar sein. Dabei ist die Elite Version mit einem Intel Skylake M3-Prozessor ausgestattet und verfügt über 4 GB RAM sowie 128 GB SSD. Das Keyboard-Cover für das Elite-MateBook ist in der Farbe Schwarz zu haben. Die Business-Version verfügt über einen Intel Skylake M5-Prozessor sowie 8 GB RAM und 256 GB SSD. Die zugehörigen Keyboard-Cover gibt es in Schwarz und Braun.

Für beide Versionen des Huawei MateBook gibt es zudem eine mobile Workstation, die zum Gerät dazu gekauft werden kann. Die multifunktionale Dockingstation bietet unter anderem mehrere USB-Konnektoren sowie HDMI- und VGA-Anschlüsse und einen Ethernet-Port.

Sony setzt auf seine Xperia X-Serie
Der japanische Konzern Sony Mobile stellt in den Mittelpunkt seines neuen Produkt-Portfolios Xperia X-Serie mit dem Top-Modell Xperia X, dem neuen Super-Mittelklasse-Gerät Xperia XA und dem Premium-Modell Xperia X Performance.

Das Xperia X ist dabei das neue Top-Modell von Sony. Besonderes Augenmerk wurde auf die überarbeitete Kamera-Technik gelegt. Die Hauptkamera bietet eine Auflösung von 23 Megapixel und wird von einer 13 Megapixel-Frontkamera ergänzt. Das 5" Full-HD-Triluminos-Display mit abgerundeten Seiten, ein integrierter Fingerabdrucksensor an der Seite, sowie ein Qualcomm Snapdragon 650 64bit Hexa-Core-Prozessor mit 3 GB RAM, 32 GB interner Speicher und ein Steckplatz für Micro-SD-Karten bis zu 200 GB runden das Paket ab. Dabei hält das Xperia X dank des 2620 mAh starken Akkus mit Schnelllade-Funktion bei normaler Nutzung bis zu 2 Tage durch.

Das Xperia X wird ab Ende Juni 2016 mit der jüngsten Generation Android 6.0 Marshmallow in den Farben Lime-Gold, Graphit-Schwarz, Weiß und Rosé-Gold für voraussichtlich 599 Euro erhältlich sein.

Neben dem Xperia X erweitert Sony sein Smartphone-Sortiment um ein weiteres Modell im mittleren Preissegment – das Xperia XA mit randlosem Display und abgerundeten Seiten. Die Kamera des Xperia XA hat eine Auflösung von 13 Megapixeln, ein 2300 mAh Akku inklusive Schnelllade-Funktion bietet ebenfalls eine Laufzeit von bis zu 2 Tagen, so der Hersteller. Der 16 GB große interne Speicher des 137 g leichten und 7,9 mm dünnen Smartphones lässt sich per Speicherkarte um bis zu 200 GB erweitern.

Das Xperia XA wird ab Juni 2016 mit der jüngsten Generation Android 6.0 Marshmallow in den Farben Weiß, Graphit-Schwarz, Lime-Gold und Rosé-Gold für voraussichtlich 299 Euro erhältlich sein.

Das Premium-Modell

Das Xperia X Performance soll das Sony-Portfolio im Oberklasse-Segment abrunden.
• 23 Megapixel-Kamera und 13 Megapixel-Frontkamera
• Prädiktiver Autofokus mit Quick Launch in weniger als einer Sekunde
• Hochwertiges Metall-Design
• Bis zu 2 Tage Akkulaufzeit mit Schnelllade-Funktion
Zusammen mit dem Xperia X wird auch das Xperia X Performance vorgestellt. Es besitzt die gleiche, schnelle Kamera mit weniger als einer Sekunde Quick Launch-Zeit. Mit dem 2700 mAh Akku kann das 165 g leichte und 8,7 mm schlanke Premium-Smartphone bis zu 2 Tage durchhalten, ohne aufgeladen werden zu müssen. Der praktische Fingerabdrucksensor an der Seite bietet, wie auch das Xperia X, bequemen und sicheren Schutz für alle sensiblen Daten. Das Xperia X Performance überzeugt außerdem durch sein stilvolles, durchgängiges Metallgehäuse mit seitlich abgerundetem 5" Full-HD-TRILUMINOS-Display.
Das Xperia X Performance wird ab Juli 2016 mit der jüngsten Generation Android 6.0 Marshmallow in den Farben Weiß, Graphit-Schwarz, Lime-Gold und Rosé-Gold für voraussichtlich 699,- EUR (UVP) erhältlich sein.

Information

Zahlen und Fakten zum Mobilfunk-Markt

Einige Eckpunkte zu der boomenden Mobilfunk-Industrie:

- 2015 wurden insgesamt gut 1,4 Milliarden Smartphones verkauft. Das waren rund zehn Prozent mehr als im Jahr davor.

- Das Wachstum kommt vor allem aus Schwellenländern wie Indien oder Indonesien, in denen meist günstige Geräte gefragt sind. Damit wächst die Rolle chinesischer Hersteller, die solche Smartphones anbieten.

- Samsung verkauft seit Jahren die meisten Smartphones, aktuell kommt rund jedes fünfte Computer-Telefon weltweit von den Südkoreanern.

- Apple mit seinem iPhone folgt dahinter mit etwa 18 Prozent Marktanteil. Da der US-Konzern aber auf günstige Modelle in seinem Angebot verzichtet, landet bei ihm der Großteil der Gewinne der Branche.

- In den USA und Westeuropa werden kaum noch einfache Handys verkauft, selbst in China haben Smartphones einen Marktanteil von über 80 Prozent beim aktuellen Absatz. In Indien oder Afrika machen Computer-Telefone dagegen erst rund die Hälfte der Verkäufe aus.

- Googles Android ist das dominierende Smartphone-Betriebssystem mit einem Marktanteil von gut 80 Prozent. Apples iOS füllt weitgehend den Rest aus, für andere Plattformen bleibt nur wenig Platz. So kam Microsofts Windows Phone zuletzt laut Analysten gerade einmal auf ein Prozent Marktanteil. Das hauseigene System des Smartphone-Pioniers Blackberry ist praktisch bedeutungslos geworden und könnte eingestellt werden. Das Firefox OS wurde bereits aufgegeben.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2016-02-22 10:08:59
Letzte nderung am 2016-02-22 15:46:30



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