• vom 06.10.2016, 19:59 Uhr

Digital-News


Yahoo

NSA liest bei Yahoo mit









  • Heftige EU-Kritik nach Ausspähung von E-Mails.



Dublin. (reuters) Nach der Enthüllung über die Ausspähung von hunderten Millionen E-Mails durch Yahoo werden die Behörden in Europa aktiv. Die irische Datenschutz-Behörde leitete nach eigenen Angaben Untersuchungen in der Sache ein. Sollte es massenhaft Mail-Kontrollen gegeben haben, wäre das eine Verletzung des Grundrechts auf Privatsphäre, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Irland ist für das Thema in Europa zuständig, weil Yahoo in dem Land seine europäische Zentrale hat.

Reuters hatte am Dienstag unter Berufung auf Insider berichtet, Yahoo habe auf Anweisung von US-Behörden die eingehenden E-Mails aller Kunden gescannt. Der Internet-Pionier habe ein spezielles Programm geschrieben, um die einlaufenden Mails nach bestimmten Formulierungen oder Anhängen zu durchforsten, hatten vier mit der Sache vertraute Personen gesagt. Unklar blieb, welche Daten genau Yahoo an die US-Behörden übergab. Es ist Experten zufolge der erste Fall, in dem ein US-Konzern der Forderung nach einer Überwachung des gesamten Mail-Verkehrs nachgegeben hat.


Yahoo erklärte auf Anfrage lediglich, man halte sich an die US-Gesetze. Der Konzern wollte sich weder dazu äußern, ob er E-Mails seiner Nutzer durchsucht hat, noch dazu, ob auch Mails aus Europa betroffen sind.




Schlagwörter

Yahoo, NSA, Ausspähung, Emails, USA, EU

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2016-10-06 17:29:08
Letzte ─nderung am 2016-10-06 17:35:06



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