New York. Im weltgrößten sozialen Netzwerk Facebook tummeln sich mehr Menschen als erwartet. Und sie sind höchst aktiv. Insgesamt 845 Millionen Nutzer loggen sich mindestens einmal im Monat ein, wie aus dem Börsenprospekt des Unternehmens hervorgeht, zuletzt 483 Millionen davon im Schnitt sogar täglich.
Vor allem die Zahl der Facebook-Junkies hat im vergangenen Jahr kräftig zugenommen und zwar um 48 Prozent. Die Zahl der monatlichen Nutzer stieg um 39 Prozent. Bisher hatte Facebook nur unregelmäßig über die Größe der Fangemeinde berichtet. Dabei war immer von Mitgliedern die Rede, was auch Karteileichen einschließen würde.
100 Milliarden Freundschaften
Doch der typische Facebook-Nutzer ist aktiv. Es gibt mehr als 100 Milliarden Freundschaften. Zuletzt klickten die Nutzer im Schnitt 2,7 Milliarden Mal am Tag auf den "Gefällt mir"-Knopf, der im englischen Original "Like" heißt, oder sie hinterließen einen Kommentar.
Die Zahlen stammen vom 31. Dezember und dürften mittlerweile sogar noch gestiegen sein. Wenn das Wachstum weiter so anhält, überspringt Facebook heuer locker die Zahl von 1 Milliarde Nutzer weltweit.
Mark Zuckerberg - der Chef in T-Shirt und Jeans
Dass er mit Facebook einen viele Milliarden Dollar schweren Internetkonzern schaffen würde, davon konnte Mark Zuckerberg 2004 allenfalls träumen. Nun, acht Jahre später, ist er am Ziel: Das soziale Netzwerk gab am Mittwoch seinen Börsengang bekannt. Das Unternehmen aus der Nähe von San Francisco will so fünf Milliarden Dollar (etwa 3,8 Milliarden Euro) einnehmen. Facebook hat sich binnen weniger Jahre zur Macht entwickelt und prägt das Internet wie nur wenige andere Firmen. Der 27-jährige Zuckerberg findet sich heute deswegen immer wieder auf Top-Plätzen in Ranglisten mit den einflussreichsten Menschen der Welt.
An Selbstbewusstsein braucht es dem Facebook-Gründer nicht zu mangeln. Das renommierte US-Nachrichtenmagazin "Time" kürte ihn 2010 zur "Person des Jahres" - eine Auszeichnung, mit der die Zeitschrift alljährlich großes Aufsehen erregt. Zuckerberg habe mit Facebook "unser alltägliches Leben verändert", lautete die Begründung des Magazins. Auch zählte "Time" Zuckerberg 2011 zu den einhundert mächtigsten Menschen der Welt. Das renommierte US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" hob Zuckerberg auf Platz neun der einflussreichsten Personen, nur wenige Ränge hinter Staatslenkern wie US-Präsident Barack Obama oder der chinesische Staatschef Hu Jintao.
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