Gesellschaft

Ein Recht auf eigenen Religionsunterricht haben die Aleviten mit der Anerkennung. - dpa

Anerkennung als Glaubensgemeinschaft in Österreich weltweit einzigartig

Alevitentum zweigeteilt

  • Das Präfix "islamisch" spaltet die 80.000 in Österreich lebenden Aleviten.

Wien. Seit dem 22. Mai genießt das Alevitentum in Österreich den Status einer staatlich anerkannten Glaubensgemeinschaft. Die Anerkennung ist weltweit einmalig. In anderen Länder ist das Alevitentum nur teilweise als Bekenntnisgemeinschaft oder gar nicht anerkannt. "Wir möchten uns bei unserer neuen Heimat Österreich für die Anerkennung bedanken... weiter




Ironisch blickt Nilbar Güres auf traditionelle Rollen. - Nilbar Güres

Die türkischstämmige Künstlerin Nilbar Güres rechnet in ihrer Ausstellung "Wien-Na" mit Wien ab

Verkümmerte Körpersprache

  • Wenn Wiener Gemütlichkeit zum Atmen nicht ausreicht.

Wien. Nilbar Güres ist auf Entgiftungskur. Jahrelang hat sie ihren Körper belastet. Unbemerkt hat sich das Gift in ihre Zellen geschlichen. Ihre Gesten sind zurückhaltender geworden, ihre Haltung verkrampfter, ihr Geist misstrauischer. Der Name der giftigen Substanz: Wien. Seit elf Jahren lebt die gebürtige Istanbulerin in Wien... weiter




So sehen Botschafter eines neuen Österreichs aus: Gedenkdienst-Obmann Adalbert Wagner. - Weiss

Erster "Leon Zelman Preis für Dialog und Verständigung" an Verein "Gedenkdienst"

Einführung in das Undenkbare

  • Junge Erwachsene volontieren an Orten mit Holocaust-Überlebenden.

Wien. Der 2007 verstorbene Holocaust-Überlebende und Begründer des "Jewish Welcome Service", Leon Zelman, hat seine Hoffnung stets in die Jugend gesetzt: Sie trage die Verantwortung für eine Gesellschaft ohne Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung. "Der Verein Gedenkdienst steht für diese Jugend"... weiter




Silvio Molin Pradel prüft jeden Tag, welche Früchte für sein Gelato verwendet werden. - Bogdan Floricica

Die Familie Molin Pradel betreibt seit dem 19. Jahrhundert einen Eissalon in Wien

Zu Besuch beim Gelato-Adel

  • Fast die Hälfte aller Wiener Eisgeschäfte sind in italienischer Hand.

Wien. Bei Familie Molin Pradel ist fast immer Sommer. Um genau zu sein, von März bis Oktober. Egal, ob die Sonne scheint oder nicht. "In den Köpfen der Menschen gehört zum Sommer immer ein Eis", erklärt Silvio Molin Pradel. Er ist stolzer Beisitzer des "Italienischen Eissalons" am Schwedenplatz. In Wien gehört der gebürtige Italiener zum Eis-Adel... weiter




Kulturelle Orientierungshilfe will man jungen Afghanen jedes Wochenende bieten. - CulTrain

Korrekt ein Schnitzel essen, alten Frauen in der Bim den Sitzplatz überlassen, seine Arbeitsrechte kennen

Lernen, wienerisch zu ticken

  • Cultrain zeigt jungen Afghanen, wie Österreichs soziales Gefüge funktioniert.

Wien. Was macht österreichische Werte aus? Mit Messer und Gabel korrekt ein Schnitzel zu essen, der alten Frau in der Straßenbahn den Sitzplatz zu überlassen? Seine Arbeitsrechte zu kennen? Der Verein CulTrain versucht seit heuer auch in Wien jugendlichen Flüchtlingen ein österreichisches Gefühl für solche Fragen zu vermitteln... weiter




Veganes Urgestein Chen Huang versorgt Wiens Veganer mit dem Nötigsten. - Mazak

Bis Sonntag findet beim Wiener Museumsquartier die "Veganmania" statt

Veganer - die neuen Österreicher

  • Wien ist Stadt mit höchster Dichte an veganen und vegetarischen Restaurants.

Wien. Es regt sich was in der Genussstadt Wien. Das Pferdeleberkässemmerl auf dem Weg in die Arbeit, ein Paar Frankfurter schoarf als kleiner Snack zwischendurch und nicht zu vergessen das obligatorische Gulasch - mit seinem Fleischkonsum von rund 66 Kilogramm pro Kopf und Jahr, liegt Österreich im internationalen Vergleich weit vorne... weiter




Die Zukunft in der Tasche : Volksschule in Vitinica mit Kemal und Amra Smajic (Mitte oben) - Smajic

Benefizkonzert am Samstag in der Szene Wien

Ritter der Taferlklasse

  • Die ehemaligen Flüchtlinge Amra und Kemal sammeln für Schulkinder.

Wien. Für Amra und Kemal Smajic ist eine Schultasche mehr als eine Schultasche. Alles zu haben, was man braucht, war für sie nicht immer selbstverständlich. Das Ehepaar mit bosnischen Wurzeln sitzt mit ihren beiden Kindern im modern eingerichteten Wohnzimmer in Simmering. Tochter Hana ist sieben und kommt heuer in die erste Klasse, Alen, ihr Bruder... weiter




Yves Chikuru identifiziert sich mit dem Tradtionellen in der heimischen Volksmusik. - Sebastian Philipp

Der Meidlinger Kongolese Yves Chikuru erklärt den Wienern die melodiöse Welt der Schlagermusik

Das Märchen vom Schlagersingen

  • Geschichten aus dem Kongo mitten am Schöpfwerk für Groß und Klein.

Wien. Wäre er in Tirol gewesen, hätte aus seiner Schlagerkarriere vielleicht etwas werden können, spekuliert Yves Chikuru. Doch hier in Wien hören einfach viel zu wenige Menschen Schlager, meint der gebürtige Kongolese lakonisch. Er, der vor 24 Jahren das erste Mal nach Österreich gekommen ist, weiß mehr über die Welt der billigen Keyboardsounds... weiter




Die psychische Belastung von Jugendlichen, die dolmetschen, ist oftmals sehr hoch. - corbis

Buch: Jugendliche Migranten leisten oftmals Übersetzungsarbeit zwischen Eltern und Institutionen

Wenn das Kind übersetzen muss

  • Ahamer: "Deutsch sprechen soll nicht an Integration gekoppelt werden."

"Wiener Zeitung": Wie in Ihrem Buch beschrieben, müssen Jugendliche oft gegen ihren Willen dolmetschen. Leidet darunter eine der Sprachen (Deutsch oder Erstsprache)? Ändert sich der Bezug zu einer der beiden Sprachen? Vera Ahamer: Da das Prestige der Erstsprachen - etwa von Türkisch, Bosnisch/Kroatisch/ Serbisch oder Tschetschenisch - niedrig ist... weiter




"Wiener Zeitung"-Kommentar zu ORF-Kampagne sorgt für zahlreiche Reaktionen - auch bei der Caritas

"Wie wir ist nur die Hälfte von uns"

  • Caritas-Präsident Franz Küberl wünscht sich eine "breitere" ORF-Kampagne.

Wien. (rös) Es war bis Montag die Online-Meldung mit den meisten Clicks, Weiterempfehlungen und Leser-Postings: Ein Kommentar der "Wiener Zeitung" zur aktuellen ORF-Image-Kampagne "Wie wir". In diesem Kommentar wird bemängelt, dass die in der Kampagne porträtierten Personen nicht im Geringsten die soziale Struktur Österreichs widerspiegeln... weiter




Die aktuelle ORF-Kampagne schrammt an der Realität vorbei. - ORF

Kommentar

Welches WIR?

  • Die aktuelle ORF-Kampage "ORF WIE WIR" schrammt an der Realität vorbei.

Normalbürger und ORF-Stars wie die Moderatoren Armin Wolf oder Barbarba Rett, lächeln uns seit einigen Wochen bei Busstationen und von Plakatwänden entgegen. Der ORF sei "wie wir", so die einfache Botschaft der neuen Werbekampagne, transportiert durch die Vorführung dessen wie Österreich angeblich aussieht... weiter




Heinz Ratz und ein Refugee bei einem ihrer Konzerte. - Autofocus

Interview

"Nichts tun zu dürfen, das ist wie geistige Folter"

  • Der deutsche Musiker Heinz Ratz ist mit Asylwerbern auf Deutschland-Tour.

Wien/Berlin. 960 Kilometer laufen für Obdachlose, 850 Kilometer schwimmen für den Artenschutz, 7000 Kilometer Radfahren für Flüchtlinge: Der deutsche Musiker Heinz Ratz weiß, wie man Menschen ins Rampenlicht holt, die sonst im Abseits stehen. Als er vor zwei Jahren beim "moralischen Triathlon" 80 Flüchtlingsheime mit seinem Rad besuchte... weiter




Sie wollen arbeiten: Die Kongolesin Patricia Muyumba ist ehrenamtliche Altenpflegerin, die aus Armenien stammende Pianistin Anna Markaryan war in ihrer Heimat Klavier lehrerin und der syrische Flüchtling Basil Haji will bald eine Lehre als Koch antreten - eine der wenigen Möglichkeiten, als Asylwerber Arbeit zu finden. - Stanislav Jenis

Zehntausende Asylsuchende sind in Österreich zum Nichtstun verdammt - drei von ihnen im Porträt

Das Leben in der Warteschleife

  • Hundstorfer-Erlass: Unter 25-jährige Asylwerber dürfen eine Lehre machen.

Wien. Basil Haji ist der älteste Sohn seiner Familie, mit 13 Jahren floh er aus Syrien. Ähnlich die Motive der Armenierin Anna Markaryan: Ihr Bruder wurde politisch verfolgt, also verließen sie gemeinsam das Land. Die damals 17-jährige Patricia Muyumba trieb der kongolesische Bürgerkrieg im die Flucht... weiter




Die Opernsängerin gibt ihre Erfahrungen gerne an andere Menschen weiter. - Luiza Puiu

Wie sich eine Migrantin ihren Wunsch erfüllt hat, Menschen für die Oper und die Operette zu faszinieren

Operndiva zum Angreifen

  • Immer nahe am Menschen: Sabina Zapior singt in Amtshäusern und Museen.

Wien. "Oper ist eine Kunst, die nur für einen sehr engen Kreis der Liebhaber reserviert ist", meint Sabina Zapior. "Ich wollte aber, dass diese für jeden zugänglich ist." Also gründete sie vor vier Jahren den Kulturverein Passion Artists und versucht seitdem, Menschen für Arien und Libretti zu begeistern... weiter




Stämmig und langer Bart: Für viele erfüllt Azhar Usman ein bestimmtes Stereotyp. - Usman

Der muslimische US-Komiker Azhar Usman stellt am Freitag in Wien sein neues Programm vor

Ein Lacher für Allah

  • Mit viel Selbstironie kämpft der Komiker gegen Islamophobie.

Wien. "Wenn ich ein verrückter, islamisch-fundamentalistischer Terrorist wäre, der vorhat, ein Flugzeug zu entführen, würde ich mein Erscheinungsbild anders wählen", sagt Azhar Usman. Der Amerikaner ist groß, kräftig gebaut, hat schwarzes Haar, dunkle Haut und einen langen, schwarzen Bart. In der Stereotypen-Fibel hat ein islamischer Terrorist... weiter




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Ein frömmelnder Heuchler schleicht sich in das Vertrauen eines alten Patriarchen und versucht, sich alles anzueignen, was diesem teuer ist: Frau, Haus und Tochter. Abgespielt hatte sich das Ganze in der Wohnküche eines Landhauses, auf den Brettern des Akademietheaters. Im Bild: Gert Voss (r.) als "Orgon", Edith Clever (m.) als "Dorine" und Adina Vetter als "Marianne". Ein Farbenrausch während der Eröffnungszeremonie.

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