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  • Artikel vom 11.05.2011, 18:11 Uhr

Gesellschaft

Update: 11.05.2011, 18:12 Uhr
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Europarat warnt vor Bildung von Parallelgesellschaften


  • Besorgnis über Zulauf für rechte Parteien und Radikalisierung innerhalb Europas.
  • Leipzig. Der Generalsekretär des Europarats, Thorbjörn Jagland, hat sich besorgt über einen "bedrohlichen Zulauf" für ausländerfeindliche Parteien in mehreren europäischen Ländern geäußert. "Radikalisierung und Bildung von Parallelgesellschaften" innerhalb Europas gefährdeten die Sicherheit", sagte der Norweger der "Leipziger Volkszeitung".

Solana erarbeitet Bericht. Foto: dpa

Solana erarbeitet Bericht. Foto: dpa Solana erarbeitet Bericht. Foto: dpa

Mit Blick auf die Debatte um Rassismus- und Zuwanderungsthesen des deutschen SPD-Politikers Thilo Sarrazin mahnte Jagland "gemeinsame Lösungen" an, die den Zusammenhalt in der Gesellschaft fördern. "Die Multikulturalismus-Kritik" von Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), des britischen Premierministers David Cameron und von Frankreichs Staatschefs Nicolas Sarkozy sei "falsch verstanden" worden, meinte Jagland. Dennoch habe sie eine wichtige Debatte angestoßen.

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Im Auftrag des Europarats hatte eine hochrangige Expertengruppe einen Bericht über das "Zusammenleben im Europa des 21. Jahrhundert" erarbeitet, der am Mittwoch bei einem Außenministertreffen der Organisation in Istanbul vorgestellt wurde. Der Gruppe gehören unter anderem Ex-Nato-Generalsekretär Javier Solana, der britische Historiker Timothy Garton Ash und der frühere deutsche Außenminister Joschka Fischer (Grüne) an.

Dem Europarat gehören 47 Staaten an - alle europäischen Länder außer Weißrussland. Den Vorsitz im Ministerkomitee hatte seit November turnusgemäß die Türkei inne. Sie sollte den Vorsitz am Mittwochabend bei dem Ministertreffen in Istanbul der Ukraine übergeben.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2011-05-11 18:11:44
Letzte Änderung am 2011-05-11 18:12:00


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