• vom 17.07.2012, 11:37 Uhr

Gesellschaft

Update: 17.07.2012, 12:01 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Schachgenie aus Bangladesch vertritt Frankreich bei Meisterschaft

Vom "Illegalen" zum offiziellen Wunderkind



  • Elfjähriger lebte jahrelang mit seinem Vater illegal in Paris, nun ist er ein gefragter Stratege.

Nicht nur im Leben, auch im Schach ist vieles möglich.

Nicht nur im Leben, auch im Schach ist vieles möglich.APAweb / EPA Nicht nur im Leben, auch im Schach ist vieles möglich.APAweb / EPA

Paris. Ein Bub aus Bangladesch, der jahrelang illegal mit seinem Vater in Frankreich lebte, darf seine neue Heimat nun bei den europäischen Schachmeisterschaften vertreten. Nach der vorläufigen Aufenthaltserlaubnis für den Vater habe der Elfjährige nun auch alle nötigen Papiere von seinem Schachverband in Bangladesch erhalten, teilte der französische Schachverband mit. Jetzt könne Fahim Alam vom 16. bis 26. August bei der europäischen Schachmeisterschaft der Junioren in Prag für Frankreich antreten.

Französischer Meister

Das Wunderkind war im April französischer Meister im Schach der unter Zwölfjährigen geworden. Danach hatte sich breiter Widerstand gegen die Ausweisung seines Vaters formiert, der 2008 illegal mit seinem Sohn nach Frankreich eingereist war. Seit Jahren lebten die beiden in wechselnden Unterkünften und zeitweise sogar in einem Zelt. Der elfjährige Fahim Alam wurde zuletzt von Familien seines Schachvereins in Creteil am Rande von Paris aufgenommen. Mitte Mai hatte der Vater dann für drei Monate eine vorläufige Aufenthaltserlaubnis bekommen; er arbeitet derzeit als Tellerwäscher in der Kantine des Bürgermeisteramtes von Creteil.

Link:
Le Monde: Échecs : un jeune prodige bangladais représentera la France aux championnats d'Europe




Schlagwörter

Integration, Frankreich, Migration

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-07-17 11:38:58
Letzte Änderung am 2012-07-17 12:01:04


Beliebte Inhalte



Die einzige Sendung, in der mit Akzent gesprochen wird. Im Bild die Moderatoren Lakis Jordanopoulos und Silvana Meixner. - ORF
  • ORF: "Migrationshintergrund kein Ausschlussgrund für eine Redaktion."
  • weiter

Somali-Unterricht soll es auch bald in Schulen im 20. und 21. Bezirk geben. - Luiza Puiu
  • Zum ersten Mal findet an zwei Wiener Volksschulen Unterricht in Somali statt.
  • weiter

Joel Rubinfeld: "Man muss nicht deutsch sprechen, um ein Nazi zu sein." - Stanislav Jenis
  • Der belgische Co-Chairman des EJP, Joel Rubinfeld, zu Besuch in Wien.
  • weiter

Die drei   Schüler des Schulschiffes in Wien haben Start-Stipendien erhalten . - Jenis
  • Stipendium bietet mehr Möglichkeiten als der herkömmliche Schulunterricht.
  • weiter

Das Image des Teppichhändlers ist passé. Heute ist die iranische Community vielschichtiger. - dpa
  • Die jüngere Generation ist deutlich toleranter als alteingesessene Iraner.
  • weiter

Die einzige Sendung, in der mit Akzent gesprochen wird. Im Bild die Moderatoren Lakis Jordanopoulos und Silvana Meixner. - ORF
  • ORF: "Migrationshintergrund kein Ausschlussgrund für eine Redaktion."
  • weiter



Werbung



Buch des Monats

Ihr wunderbarer Friseursalon

friseursalon - © Wiener Zeitung / Christa Hager Dass Weißheit nicht im Kopf, sondern auf dem Kopf beginnt, diese Erfahrung ist das Erfolgsgeheimnis des Friseursalons von Frau Khumalo... weiter




Februar 2013

Der Friedhof vor Europas Toren

CAP ANAMUR - APA / EPA/FRANCO LANNINO Wenn Bücher über menschenrechtliche Missstände nach zehn Jahren nach wie vor aktuell sind, dann wirft das kein gutes Licht auf die Wirklichkeit... weiter



"Um die imposanten Locations wie Berge, Flüsse und Wälder in Szene setzen zu können und ihnen genügend Raum zur Entfaltung zu geben, haben wir im Format 2.35:1 gedreht, einem in Österreich eher selten verwendeten Seitenverhältnis", betont Kameramann und Bildgestalter Satoshi.

Syrische Flüchtlinge im Libanon. 19. April 2013: "Wo wart ihr so lange?" fragen die Flüchtlinge. Seitdem sie vor zwei Monaten in das Servitenkloster gezogen sind, sind sie aus dem Blickfeld der Medien verschwunden.

Mit einer für österreichische Verhältnisse ungewöhnlichen Protestaktion machten vergangene Woche Flüchtlinge aus Somalia auf ihre Situation aufmerksam.

Jüdisch leben

Beten an der Klagemauer

20130517mechitze - Juan Reyero/CC-BY-2.0 Wo dürfen Frauen an der Klagemauer in Jerusalem beten? Und wie dürfen sie das tun? Still oder laut? Mit Gebetsschal und Betriemen – oder sind... weiter



Veranstaltungstipp

Österreichischer Integrationstag

Am 12. April 2013 findet bereits zum dritten Mal der Österreichische Integrationstag statt. Unter dem Motto "Zukunft gestalten: Heute Handeln... weiter



Videos zum Thema Xenophobie

Video-Interview Thema Xenophobie 2


Video-Interview Thema Xenophobie




Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

21. 5. 2013: Schwere Zeiten für Fans des glänzenden Metalls: Der Goldpreis erklimmt keine neuen Höhen mehr, das Interesse der Anleger ist merkbar gesunken. Noch herrscht auf der Croisette vor dem Palais des Festivals in Cannes die Ruhe vor dem Sturm.

Werbung