• vom 16.10.2012, 16:43 Uhr

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Martin Engelberg tritt am 11. November mit neuer Liste bei den Wahlen der Israelitischen Kultusgemeinde an

"Müssen Prioritäten neu setzen"



  • Martin Engelberg kritisiert fehlende Transparenz bei den Finanzen.

"Priorität hat ein Kassasturz" , betont der Psychoanalytiker Engelberg.

"Priorität hat ein Kassasturz" , betont der Psychoanalytiker Engelberg.© Wiener Zeitung "Priorität hat ein Kassasturz" , betont der Psychoanalytiker Engelberg.© Wiener Zeitung

Wien. Schon zu Beginn dieses Jahres ließ der Psychoanalytiker und Coach Martin Engelberg aufhorchen: Mit seiner neuen Liste "Chaj - Jüdisches Leben" will er nicht nur in den Vorstand der
Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien einziehen, sondern auch deren Präsident werden. Die "Wiener Zeitung" sprach mit Engelberg über seine Beweggründe.

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HHHHH

"Wiener Zeitung":Sie waren bereits Mandatar im Kultusvorstand. Welche Erfahrungen nehmen Sie aus dieser Zeit mit?

Martin Engelberg: Als ich zum ersten Mal in den Kultusvorstand gewählt wurde, im Jahr 1985, war ich mit 25 Jahren der bis dahin jüngste Kultusvorsteher in der Geschichte der IKG. Das war damals ein neuer Aufbruch, nachdem der Bund sozialdemokratischer Juden die absolute Mehrheit verloren hatte. Man hat begonnen, Infrastruktur aufzubauen. Das Gemeindezentrum wurde errichtet, die Schule gegründet, die Administration ist in den ersten Bezirk übersiedelt.



Ich war mit Ariel Muzicant Teil der Jungen Generation. In dieser Zeit habe ich aber schon sehr eng mit dem damaligen Präsidenten Paul Grosz zusammengearbeitet, vor allem in der Waldheim-Zeit. Wir haben damals gute Arbeit gemacht, auch gute Öffentlichkeitsarbeit. Dann habe ich mich aus familiären Gründen aus dem Kultusvorstand zurückgezogen und kam wieder, als Muzicant gerade zum Präsidenten gewählt wurde.

War die Junge Generation nicht Vorgängerfraktion von Atid, der Muzicant und der amtierende IKG-Präsident Deutsch angehören?

Es gab die Alternative und die Junge Generation; beide waren in einer Koalition und haben sich zur Jüdischen Einheit zusammengetan. 1998 hat sich Atid abgespalten, ich bin aber bei der Einheit geblieben, bei Grosz. In dieser Legislaturperiode bis 2002 war ich wieder im Kultusvorstand, aber es war klar, dass eine Zusammenarbeit mit Muzicant sehr schwierig ist. Es gab damals Leute, die haben gesagt, das muss man respektieren, er ist Präsident, jetzt soll er einmal tun. Einige, auch ich, haben sich aber aus dem Kultusvorstand zurückgezogen. Man muss ja nicht im Vorstand sein, um aktiv zu sein. Wir haben das Magazin "NU" gegründet und eine Jugendorganisation.

Sie haben eine neue Partei gegründet und von Anfang an gesagt: Es geht um die Präsidentschaft. Warum diese Maximalansage?




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Dokument erstellt am 2012-10-16 16:47:09


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