• vom 13.05.2011, 16:49 Uhr

Migration

Update: 13.05.2011, 17:18 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Afrika trägt Hauptlast bei Flüchtlingen



  • EU streitet über 28.000 Nordafrikaner – nach Tunesien kamen 228.000 Flüchtlinge.

An der Grenze zwischen Zimbabwe und Südafrika...

An der Grenze zwischen Zimbabwe und Südafrika...EPA/Ludbrook An der Grenze zwischen Zimbabwe und Südafrika...EPA/Ludbrook

Brüssel/Kairo/Tunis. Die Flüchtlinge aus Nordafrika haben innerhalb der EU eine heftige Debatte ausgelöst: So zeigen sich viele Länder erzürnt, dass Italien nun an die Neuankömmlinge teilweise Visa ausgestellt hat. Österreichs Innenministerin Maria Fekter bezeichnete das Vorgehen Roms als "unsolidarisch". Auch Frankreich und Deutschland lehnten das ab, unterstrich die Ministerin. Und: "Wenn Bayern andenkt, die Schengen-Grenzen wieder dichtzumachen, müssen wir Österreicher das selbstverständlich auch." 

Werbung

Doch während sich Europa wegen bisher 28.000 neuen Einwanderern streitet, sind die Länder Afrikas selbst viel massiver von der Flucht aus Libyen betroffen. So sind allein in Tunesien 228.000 Menschen gestrandet und in Ägypten 183.000. In diesen beiden Ländern ist nicht die Rede davon, die Grenzen in irgendeiner Form dichtzumachen.

Und das, obwohl beide Staaten sich gerade in einer schwierigen Übergangsphase befinden: Nach den Revolten müssen Tunesien und Ägypten nun erst wieder neue Institutionen aufbauen. Außerdem kommen die Flüchtlinge nun in Länder, die selbst mit großen wirtschaftlichen Problemen wie einer hohen Jugendarbeitslosigkeit zu kämpfen haben.

Die EU bereitet unterdessen einen Militäreinsatz in Libyen vor. Dabei geht es um eine rein humanitäre Mission, wie betont wird; durchgeführt werden soll sie mithilfe von EU-Battlegroups. Auch Österreich will sich an der Vorbereitung mit der Entsendung einiger Stabsoffiziere beteiligen. Die Nato wird ihre Luftangriffe auch nach der Ankündigung Gaddafis, einer Waffenruhe zuzustimmen, fortsetzen. Die Waffenruhe war von Vertretern der Afrikanischen Union vermittelt worden. Die Rebellen wollen allerdings nicht mit Gaddafi verhandeln. Der Diktator sei das Problem und könne nicht Teil einer Lösung sein, heißt es in der Rebellenhochburg Bengasi.



Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2011-05-13 16:59:56
Letzte Änderung am 2011-05-13 17:18:37


Beliebte Inhalte



  • Sexuelle Diskriminierung wird als Asylgrund selten akzeptiert.
  • weiter

Yvonne Pichler ist im Inneren eine Jüdin. - Ugur Atay
  • Yvonne Pichler erzählt vom Jonglieren zwischen allen spirituellen Welten.
  • weiter

Isabel Arévalos (links) füllt mit ihren Mitstreiterinnen im Akkord Empanadas mit Fleisch und Spinat. - Flener
  • Wiens paraguayische Community umfasst 80 Männer und Frauen.
  • weiter

Somali-Unterricht soll es auch bald in Schulen im 20. und 21. Bezirk geben. - Luiza Puiu
  • Zum ersten Mal findet an zwei Wiener Volksschulen Unterricht in Somali statt.
  • weiter

Auf Initiative des grünen Kultursprechers Klaus Werner-Lobo wurde darum das Projekt "kültür gemma!" ins Leben gerufen. - Screenshot: Archiv
  • Projekt "kültür gemma!" vom grünen Kultursprecher Werner-Lobo initiiert.
  • weiter

Isabel Arévalos (links) füllt mit ihren Mitstreiterinnen im Akkord Empanadas mit Fleisch und Spinat. - Flener
  • Wiens paraguayische Community umfasst 80 Männer und Frauen.
  • weiter

Die einzige Sendung, in der mit Akzent gesprochen wird. Im Bild die Moderatoren Lakis Jordanopoulos und Silvana Meixner. - ORF
  • ORF: "Migrationshintergrund kein Ausschlussgrund für eine Redaktion."
  • weiter

Auf Initiative des grünen Kultursprechers Klaus Werner-Lobo wurde darum das Projekt "kültür gemma!" ins Leben gerufen. - Screenshot: Archiv
  • Projekt "kültür gemma!" vom grünen Kultursprecher Werner-Lobo initiiert.
  • weiter

  • Sexuelle Diskriminierung wird als Asylgrund selten akzeptiert.
  • weiter



Werbung



Buch des Monats

Ihr wunderbarer Friseursalon

friseursalon - © Wiener Zeitung / Christa Hager Dass Weißheit nicht im Kopf, sondern auf dem Kopf beginnt, diese Erfahrung ist das Erfolgsgeheimnis des Friseursalons von Frau Khumalo... weiter




Februar 2013

Der Friedhof vor Europas Toren

CAP ANAMUR - APA / EPA/FRANCO LANNINO Wenn Bücher über menschenrechtliche Missstände nach zehn Jahren nach wie vor aktuell sind, dann wirft das kein gutes Licht auf die Wirklichkeit... weiter




"Um die imposanten Locations wie Berge, Flüsse und Wälder in Szene setzen zu können und ihnen genügend Raum zur Entfaltung zu geben, haben wir im Format 2.35:1 gedreht, einem in Österreich eher selten verwendeten Seitenverhältnis", betont Kameramann und Bildgestalter Satoshi.

Syrische Flüchtlinge im Libanon. 19. April 2013: "Wo wart ihr so lange?" fragen die Flüchtlinge. Seitdem sie vor zwei Monaten in das Servitenkloster gezogen sind, sind sie aus dem Blickfeld der Medien verschwunden.

Mit einer für österreichische Verhältnisse ungewöhnlichen Protestaktion machten vergangene Woche Flüchtlinge aus Somalia auf ihre Situation aufmerksam.


Gottfried Helnwein, Peinlich, 1971,

Chondrocladia lyra, ein fleischfressender Schwamm, lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien. Die Art wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt. 23.05.2013: Nach 28 Jahren stießen Biologen auf eine unbekannte Affenart in Afrika: die Lesula-Affen. Sie leben versteckt in der Lomami-Region in der Dem. Rep. Kongo und wurden nun von der Universität von Arizona für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt.

Nach Sony (PlayStaion 4) und Nintendo (WiiU) hat nun auch Microsoft seine Vision der zukünftigen Spielkonsolenwelt vorgestellt. Kinect Group Program Manager Scott Evans demonstrierte bei der Präsentation der "Xbox One" gleich einmal den neuen Kinect-Sensor, der nun nicht mehr als Zubehör erhältlich sein wird, sondern fix im Lieferumfang enthalten sein wird. Mailands "neubabylonischer" Hauptbahhnhof

Werbung