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Update: 12.04.2012, 17:38 Uhr
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10.000 Franzosen leben in Österreich - teils ist es eine Versuchung, im französischen Mikrokosmos zu bleiben

Wenn Franzosen unter sich bleiben


Von Jérôme Segal

  • Einige Vereine in Österreich fördern erfolgreich den kulturellen Austausch.

Französische "Inseln" gibt es auch in Österreich.

Französische "Inseln" gibt es auch in Österreich.© © Simon Jarratt/Corbis Französische "Inseln" gibt es auch in Österreich.© © Simon Jarratt/Corbis

Wien. Auch Franzosen scheinen Integrationsprobleme zu haben. Den Eindruck gewinnt man beim Durchlesen einiger ihrer Fragen, die sie - ausschließlich auf Französisch - auf der Facebook-Gruppe "Die Franzosen in Wien / in Österreich" ("les Français à Vienne / en Autriche") posten: "Wo kann man mit Kreditkarte zahlen?", "Wer kann mir Deutsch beibringen?", "Wo kann man in Wien Damenunterwäsche aus Frankreich finden?", "Wer will heute Abend auf ein Glas gehen?"

Information

Französische Vereine/Institutionen in Österreich:
In Wien
• ADFE - Français du Monde: http://www.adfe.at
• WIM: http://www.wim.or.at
• Club du Mardi: http://clubdumardi.blogspot.com
• Fran:Cultures: http://www.francultures.at
• Amicale des Femmes Francophones: http://www.amicale-femmes-francophones-autriche.org
• Österreichisch-Französische Vereinigung http://www.oefv.org
• Österreichisch-Französisches Zentrum für Annährung in Europa: www.oefz.at
Außerhalb Wiens
• (Vorarlberg) Les Fadas du Français: http://www.lesfadas.org
• (Steiermark) Österreichisch-französische Gesellschaft: http://www.franceautriche.at

Außerhalb Wiens
• (Vorarlberg) Les Fadas du Français: http://www.lesfadas.org
• (Steiermark) Österreichisch-französische Gesellschaft: http://www.franceautriche.at

• Französisch-Österreichische Handelskammer: http://ccfa.at

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Bei Integration denken die meisten an Personen aus der Türkei oder aus den Balkanländern. Aber man findet auch Westeuropäer in Österreich, die nur unter sich leben, kein Wort Deutsch können und nichts mit der österreichischen Gesellschaft anfangen wollen.

Louis Sarrazin gehört dem Rat der Auslandsfranzosen an. Als Vertreter der Association démocratique des francais à l’étranger, die den Sozialisten nahesteht, ist er für 15 Länder zuständig. Dazu gehört auch Österreich, das er gut kennt, da er seit 34 Jahren in Wien arbeitet und mit einer Österreicherin verheiratet ist. Rund 10.000 Franzosen leben in Österreich. Sarrazin kennt ihre Integrationsprobleme. Zwei Gruppen - er spricht von "Inseln" - würden dazu neigen, unter sich zu bleiben: Jene Franzosen, die in den internationalen Organisationen wie der UNO arbeiten, und diejenigen, die am französischen Gymnasium tätig sind, dem berühmten Lycée in der Liechtensteinstraße in Wien-Alsergrund. Die erste Gruppe kommuniziert vorzugsweise auf Englisch, am Lycée hingegen ist man so sehr unter Franzosen, dass man zuweilen auf die Außenwelt vergisst.

Immerhin knapp die Hälfte der 2000 Schüler des Lycée sind Österreicher, etwa 35 bis 40 Prozent Franzosen, die manchmal zwei Staatsangehörigkeiten haben, der Rest kommt aus anderen Ländern. Für die im September angekommene Schulleiterin Brigitte Peytier-Nollen geht es nicht so sehr um Integration als um die Vermittlung gemeinsamer Werte an die Schüler, die aus ganz unterschiedlichen Kulturen stammen. Das Wort "Integration" gefällt ihr in Bezug auf den Schulbereich nicht so sehr, weil es etwas Verpflichtendes hat. Die "Laïzität", die gleiche Rechte für Gläubige, Atheisten und Agnostiker garantiere, "ermöglicht uns, Schüler mit verschiedenen Kulturen zu integrieren".




Schlagwörter

Franzosen

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-10 17:41:05
Letzte Änderung am 2012-04-12 17:38:53


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