• vom 30.04.2012, 13:11 Uhr

Migration

  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Zahl stark gestiegen

Mehr Deutsche als Türken in Vorarlberg



  • Bevölkerung wächst dank Migration und einer positiven Geburtenbilanz.

Bregenz. In Vorarlberg haben per Ende März 2012 die Deutschen die Türken als stärkste Ausländergruppe abgelöst. 13.762 Deutschen (Ende März 2011: 12.971) standen laut Aufzeichnung 13.649 türkische Staatsbürger (2011: 13.836) gegenüber, teilte die Landesstelle für Statistik am Montag mit. Zum Stichtag waren in Vorarlberg 372.590 Personen mit Hauptwohnsitz (2011: 370.794) registriert, um 0,5 Prozent mehr als ein Jahr davor.

Die Zahl der Deutschen, die in Vorarlberg ihren Hauptwohnsitz haben, ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. So waren etwa zu Ende des Jahres 2005 - nach einem Jahr mit zweistelliger Zuwachsrate - 8.771 Personen mit deutschem Pass im Ländle gemeldet. Damals wohnten noch 14.749 Türken und 13.245 Bürger aus dem ehemaligen Jugoslawien in Vorarlberg. Während diese beiden Gruppen allerdings auch aufgrund von Einbürgerungen stetig kleiner wurden und werden, zogen immer mehr Deutsche in Österreichs westlichstes Bundesland. Ende September 2007 wurde die 10.000-Personen-Marke (10.049) überschritten, ehe Ende Juni 2009 11.543 Deutsche die Bürger aus den Nachfolgestaaten Jugoslawiens als zweitgrößte Ausländergruppe ablösten.

Die Zahl der Ausländer wuchs im Jahresabstand per Ende März um 1.452 auf 50.444 Personen an, der Ausländeranteil lag damit bei 13,5 Prozent (plus 0,3). 1.679 Ausländer kamen durch das positive Wanderungssaldo und 268 durch die positive Geburtenbilanz hinzu. 495 Personen erhielten in den vergangenen zwölf Monaten die österreichische Staatsbürgerschaft.

Vorarlbergs Bevölkerung im Allgemeinen nahm hingegen wie zuletzt in erster Linie durch eine positive Geburtenbilanz zu, die einen Geburtenüberschuss von 1.038 Personen auswies. Die Wanderungsbilanz machte in den vergangenen zwölf Monaten ein Bevölkerungswachstum von 758 Personen aus. Der Einwohneranstieg konzentrierte sich dabei überwiegend auf das Rheintal (plus 1.390 Hauptwohnsitze).

Etwas mehr als die Hälfte der Einwohner mit Hauptwohnsitz, nämlich 190.714 Personen, lebt in den neun bevölkerungsreichsten Gemeinden Vorarlbergs, die jeweils mehr als 10.000 Einwohner zählen. Vorarlbergs einwohnerreichste Kommune ist Dornbirn mit 46.080 Einwohnern, gefolgt von Feldkirch mit 31.054 Einwohnern, der Landeshauptstadt Bregenz mit 28.012 Einwohnern und Lustenau als größter Marktgemeinde Österreichs mit 21.291 Einwohnern.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-30 12:32:24
Letzte Änderung am 2012-04-30 12:42:00


Beliebte Inhalte



Wilfried Peinhaupt und Piotr Cichon versuchen, auf die speziellen Bedürfnisse ihrer migrantischen Patienten einzugehen. - Luiza Puiu
  • Viele Betroffenen halten Krankheit vor der eigenen Community geheim.
  • weiter

Yvonne Pichler ist im Inneren eine Jüdin. - Ugur Atay
  • Yvonne Pichler erzählt vom Jonglieren zwischen allen spirituellen Welten.
  • weiter

  • Sexuelle Diskriminierung wird als Asylgrund selten akzeptiert.
  • weiter

Die einzige Sendung, in der mit Akzent gesprochen wird. Im Bild die Moderatoren Lakis Jordanopoulos und Silvana Meixner. - ORF
  • ORF: "Migrationshintergrund kein Ausschlussgrund für eine Redaktion."
  • weiter

Somali-Unterricht soll es auch bald in Schulen im 20. und 21. Bezirk geben. - Luiza Puiu
  • Zum ersten Mal findet an zwei Wiener Volksschulen Unterricht in Somali statt.
  • weiter

Isabel Arévalos (links) füllt mit ihren Mitstreiterinnen im Akkord Empanadas mit Fleisch und Spinat. - Flener
  • Wiens paraguayische Community umfasst 80 Männer und Frauen.
  • weiter

Auf Initiative des grünen Kultursprechers Klaus Werner-Lobo wurde darum das Projekt "kültür gemma!" ins Leben gerufen. - Screenshot: Archiv
  • Projekt "kültür gemma!" vom grünen Kultursprecher Werner-Lobo initiiert.
  • weiter

  • Sexuelle Diskriminierung wird als Asylgrund selten akzeptiert.
  • weiter

Die einzige Sendung, in der mit Akzent gesprochen wird. Im Bild die Moderatoren Lakis Jordanopoulos und Silvana Meixner. - ORF
  • ORF: "Migrationshintergrund kein Ausschlussgrund für eine Redaktion."
  • weiter



Werbung



Buch des Monats

Ihr wunderbarer Friseursalon

friseursalon - © Wiener Zeitung / Christa Hager Dass Weißheit nicht im Kopf, sondern auf dem Kopf beginnt, diese Erfahrung ist das Erfolgsgeheimnis des Friseursalons von Frau Khumalo... weiter




Februar 2013

Der Friedhof vor Europas Toren

CAP ANAMUR - APA / EPA/FRANCO LANNINO Wenn Bücher über menschenrechtliche Missstände nach zehn Jahren nach wie vor aktuell sind, dann wirft das kein gutes Licht auf die Wirklichkeit... weiter




"Um die imposanten Locations wie Berge, Flüsse und Wälder in Szene setzen zu können und ihnen genügend Raum zur Entfaltung zu geben, haben wir im Format 2.35:1 gedreht, einem in Österreich eher selten verwendeten Seitenverhältnis", betont Kameramann und Bildgestalter Satoshi.

Syrische Flüchtlinge im Libanon. 19. April 2013: "Wo wart ihr so lange?" fragen die Flüchtlinge. Seitdem sie vor zwei Monaten in das Servitenkloster gezogen sind, sind sie aus dem Blickfeld der Medien verschwunden.

Mit einer für österreichische Verhältnisse ungewöhnlichen Protestaktion machten vergangene Woche Flüchtlinge aus Somalia auf ihre Situation aufmerksam.


Ein Farbenrausch während der Eröffnungszeremonie.

Gottfried Helnwein, Peinlich, 1971, Die Wolldecke eines Navajo-Häuptlings wurde bei Sothebys in New York für rund 221.000 US-Doller versteigert. Es war die erste Auktion aus dem Nachlass der Sammlung Andy Williams, des bekannten US-amerikanischen Popsängers und Fernsehentertainers.

Chondrocladia lyra, ein fleischfressender Schwamm, lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien. Die Art wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt. 25.5.2013: Vier Tage nach dem Tornado in Oklahoma werden die Einwohner nur mühsam die Blechtrümmer los.

Werbung