• vom 14.08.2012, 11:01 Uhr

Migration

Update: 14.08.2012, 11:07 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Knapp 4500 Asylwerber kehrten 2010 freiwillig zurück



  • 3905 davon erhielten Unterstützung durch NGOs.
  • Wichtigste Rückkehrländer: Kosovo, Russland, Serbien.

Vorwiegend männliche Asylwerber gingen 2011 in ihr Ursprungsland zurück. - APAweb / Helmut Fohringer

Vorwiegend männliche Asylwerber gingen 2011 in ihr Ursprungsland zurück. APAweb / Helmut Fohringer

Wien. Im Jahr 2010 sind 4.499 Asylwerber freiwillig in ihre Heimatländer zurückgekehrt. 3.905 Personen wurden dabei von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) unterstützt. Das gab die Medien-Servicestelle "Neue Österreicher/innen" am Dienstag unter Bezugnahme auf Daten des Innenministeriums bekannt.

Die allgemeine Zahl der Rückkehrer ist zwischen 2000 und 2010 in etwa gleich geblieben, so die Servicestelle; die Anzahl der durch die IOM unterstützten Rückkehrer hat sich hingegen von 419 Personen (2000) auf 3905 im Jahr 2010 beinahe verzehnfacht. Im Vorjahr wurden 2880 Personen bei ihrer Rückkehr vom IOM geholfen. Eine Gesamtzahl für 2011 liegt derzeit noch nicht vor.

Die mit Hilfe der zwischenstaatlichen Organisation IOM rückkehrenden Personen erhalten zuvor Beratung von NGOs. 2010 waren 40 Prozent der Betroffenen Klienten der Caritas, 52 Prozent beim Verein Menschenrechte Österreich und sechs Prozent beim internationalen Unternehmen European Homecare (der Rest wurde von anderen NGOs und Behörden beraten).

Vor allem Männer gingen zurück
Von den unterstützen Rückkehrern konnten 789 Personen die Kosten der Reise selbst aufbringen. Für 3116 Personen übernahm das Innenministerium die Reisefinanzen, darüber hinaus im Bedarfsfall die Kosten für Beschaffung von Heimreisedokumenten sowie eine finanzielle Unterstützung in der Höhe von bis zu maximal 370 Euro pro Person.

Die wichtigsten Rückkehrländer waren laut IOM im Jahr 2010 der Kosovo (681 Rückkehrer), vor der Russischen Föderation (616) und Serbien (416) - gefolgt von der Republik Moldau (184) und Georgien (176). Die Länder mit der geringsten Rückkehrquote waren Algerien (19), Albanien (17) und Ägypten (16).

Deutliche Unterschiede gibt es bezüglich der Geschlechter: mehr als doppelt so viele Männer (2854) als Frauen (1051) gingen 2010 in ihre Ursprüngsländer zurück. Die Rückkehrer sind meist junge Personen: 2010 waren 52 Prozent von ihnen zwischen 18 und 34 Jahren alt. Den kleinsten Anteil der Rückkehrer machte die Gruppe der über 50-Jährigen aus (6,4 Prozent). (apa)




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-14 11:02:46
Letzte Änderung am 2012-08-14 11:07:44


Beliebte Inhalte



Die einzige Sendung, in der mit Akzent gesprochen wird. Im Bild die Moderatoren Lakis Jordanopoulos und Silvana Meixner. - ORF
  • ORF: "Migrationshintergrund kein Ausschlussgrund für eine Redaktion."
  • weiter

Das Image des Teppichhändlers ist passé. Heute ist die iranische Community vielschichtiger. - dpa
  • Die jüngere Generation ist deutlich toleranter als alteingesessene Iraner.
  • weiter

Die drei   Schüler des Schulschiffes in Wien haben Start-Stipendien erhalten . - Jenis
  • Stipendium bietet mehr Möglichkeiten als der herkömmliche Schulunterricht.
  • weiter

Die vierfache Mutter Ayse Canli erhält jedes Jahr als Muttertagsgeschenk einen Friseurgutschein und den Eintritt in eine ganz spezielle Frauenmatinee. - Ugur Atay
  • Kritik am herkömmlichen Mutterbild in der Türkei.
  • weiter

Deutschkurs in Deutschland - APAweb / EPA/WALTRAUD GRUBITZSCH
  • 40 Prozent mehr Einwanderer aus Südeuropa, Österreich ebenfalls gefragt.
  • weiter

Die einzige Sendung, in der mit Akzent gesprochen wird. Im Bild die Moderatoren Lakis Jordanopoulos und Silvana Meixner. - ORF
  • ORF: "Migrationshintergrund kein Ausschlussgrund für eine Redaktion."
  • weiter




Werbung



Buch des Monats

Ihr wunderbarer Friseursalon

friseursalon - © Wiener Zeitung / Christa Hager Dass Weißheit nicht im Kopf, sondern auf dem Kopf beginnt, diese Erfahrung ist das Erfolgsgeheimnis des Friseursalons von Frau Khumalo... weiter




Februar 2013

Der Friedhof vor Europas Toren

CAP ANAMUR - APA / EPA/FRANCO LANNINO Wenn Bücher über menschenrechtliche Missstände nach zehn Jahren nach wie vor aktuell sind, dann wirft das kein gutes Licht auf die Wirklichkeit... weiter




"Um die imposanten Locations wie Berge, Flüsse und Wälder in Szene setzen zu können und ihnen genügend Raum zur Entfaltung zu geben, haben wir im Format 2.35:1 gedreht, einem in Österreich eher selten verwendeten Seitenverhältnis", betont Kameramann und Bildgestalter Satoshi.

Syrische Flüchtlinge im Libanon. 19. April 2013: "Wo wart ihr so lange?" fragen die Flüchtlinge. Seitdem sie vor zwei Monaten in das Servitenkloster gezogen sind, sind sie aus dem Blickfeld der Medien verschwunden.

Mit einer für österreichische Verhältnisse ungewöhnlichen Protestaktion machten vergangene Woche Flüchtlinge aus Somalia auf ihre Situation aufmerksam.


Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

20.5.2013: Ein tibetischer Mönch hält ein Schild neben einem Plakat, das Gedhun Choekyi Nyima, den elften Penchen Lama zeigt, der vom Dalai Lama anerkannt wird. Noch herrscht auf der Croisette vor dem Palais des Festivals in Cannes die Ruhe vor dem Sturm.

Werbung