• vom 10.08.2012, 12:00 Uhr

Politik & Recht

Update: 10.08.2012, 12:15 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (2)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Staatsbürgerschaften 2012

3.618 neue ÖsterreicherInnen



  • Mehr als ein Drittel der Eingebürgerten wurde bereits in Österreich geboren.

Ohne Prüfung keine Staatsbürgerschaft: seit 2006 werden EinbürgerungskandidatInnen in Landeskunde und Deutsch geprüft.

Ohne Prüfung keine Staatsbürgerschaft: seit 2006 werden EinbürgerungskandidatInnen in Landeskunde und Deutsch geprüft.APAweb / Neumayr Ohne Prüfung keine Staatsbürgerschaft: seit 2006 werden EinbürgerungskandidatInnen in Landeskunde und Deutsch geprüft.APAweb / Neumayr

Wien. Die Zahl der Einbürgerungen ist im ersten Halbjahr 2012 wieder leicht gestiegen. In den ersten sechs Monaten des Jahres erhielten 3.618 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft. Das sind um 198 bzw. 5,8 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, teilte die Statistik Austria mit. Fast die Hälfte der Neo-Österreicher stammen aus vier Staaten: der Türkei (668 Personen), Bosnien und Herzegowina (595), Serbien (293) und Kroatien (233). Mehr als ein Drittel der Eingebürgerten (36 Prozent) wurde bereits in Österreich geboren.

Der Anstieg gründet auf eine Steigerung im ersten Quartal um 13,9 Prozent, von April bis Juni wurden um 1,9 Prozent weniger Menschen eingebürgert als im Vorjahr. Nachdem im Jahr 2006 strengere Regeln bei der Einbürgerung in Kraft traten, gingen die Zahlen jahrelang drastisch zurück. Seit 2011 nehmen sie nun wieder zu. Das Halbjahresniveau der Jahre 2008 und 2009 mit 5.695 und 4.243 Eingebürgerten wurde allerdings noch nicht erreicht, vom Rekord des Jahres 2003 mit über 45.000 neuen Österreichern (im gesamten Jahr) ist man weit entfernt.

Regionale Unterschiede

In den Bundesländern sind Zuwachs- bzw. Rücklaufraten unterschiedlich. In Wien (+19,7 Prozent) und Oberösterreich (+13,7) erhielten überdurchschnittlich viele Menschen erstmals einen österreichischen Pass, Anstiege gab es auch in Niederösterreich und der Steiermark. In den übrigen fünf Ländern war die Zahl rückläufig - im Burgenland (-33,3 Prozent) und Salzburg (-16,5 Prozent) sogar stark.

Etwa ein Drittel der 3.618 Einbürgerungen verbuchte die Bundeshauptstadt Wien mit 1.214 Personen, Niederösterreich (621) und Oberösterreich (572) folgten schon mit deutlichem Abstand. Die wenigsten Neo-Österreicher des ersten Halbjahres 2012 wohnen eindeutig im Burgenland (36), an vorletzter Stelle steht Kärnten mit 162 Eingebürgerten. In 20 Fällen haben die neuen Staatsbürger ihren Wohnsitz im Ausland.

Hauptgrund für die Verleihung der Staatsbürgerschaft war bei der Hälfte der Fälle (50,1 Prozent) der Rechtsanspruch. An zweiter Stelle folgten die Erstreckungen auf Ehepartner und Kinder (32,3 Prozent). Die übrigen 17,6 Prozent entfielen auf Anerkennungen im Ermessen.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-10 12:00:48
Letzte Änderung am 2012-08-10 12:15:28


Beliebte Inhalte



Die einzige Sendung, in der mit Akzent gesprochen wird. Im Bild die Moderatoren Lakis Jordanopoulos und Silvana Meixner. - ORF
  • ORF: "Migrationshintergrund kein Ausschlussgrund für eine Redaktion."
  • weiter

Das Image des Teppichhändlers ist passé. Heute ist die iranische Community vielschichtiger. - dpa
  • Die jüngere Generation ist deutlich toleranter als alteingesessene Iraner.
  • weiter

Die vierfache Mutter Ayse Canli erhält jedes Jahr als Muttertagsgeschenk einen Friseurgutschein und den Eintritt in eine ganz spezielle Frauenmatinee. - Ugur Atay
  • Kritik am herkömmlichen Mutterbild in der Türkei.
  • weiter

Die drei   Schüler des Schulschiffes in Wien haben Start-Stipendien erhalten . - Jenis
  • Stipendium bietet mehr Möglichkeiten als der herkömmliche Schulunterricht.
  • weiter

Joel Rubinfeld: "Man muss nicht deutsch sprechen, um ein Nazi zu sein." - Stanislav Jenis
  • Der belgische Co-Chairman des EJP, Joel Rubinfeld, zu Besuch in Wien.
  • weiter

Die einzige Sendung, in der mit Akzent gesprochen wird. Im Bild die Moderatoren Lakis Jordanopoulos und Silvana Meixner. - ORF
  • ORF: "Migrationshintergrund kein Ausschlussgrund für eine Redaktion."
  • weiter




Werbung



Buch des Monats

Ihr wunderbarer Friseursalon

friseursalon - © Wiener Zeitung / Christa Hager Dass Weißheit nicht im Kopf, sondern auf dem Kopf beginnt, diese Erfahrung ist das Erfolgsgeheimnis des Friseursalons von Frau Khumalo... weiter




Februar 2013

Der Friedhof vor Europas Toren

CAP ANAMUR - APA / EPA/FRANCO LANNINO Wenn Bücher über menschenrechtliche Missstände nach zehn Jahren nach wie vor aktuell sind, dann wirft das kein gutes Licht auf die Wirklichkeit... weiter



"Um die imposanten Locations wie Berge, Flüsse und Wälder in Szene setzen zu können und ihnen genügend Raum zur Entfaltung zu geben, haben wir im Format 2.35:1 gedreht, einem in Österreich eher selten verwendeten Seitenverhältnis", betont Kameramann und Bildgestalter Satoshi.

Syrische Flüchtlinge im Libanon. 19. April 2013: "Wo wart ihr so lange?" fragen die Flüchtlinge. Seitdem sie vor zwei Monaten in das Servitenkloster gezogen sind, sind sie aus dem Blickfeld der Medien verschwunden.

Mit einer für österreichische Verhältnisse ungewöhnlichen Protestaktion machten vergangene Woche Flüchtlinge aus Somalia auf ihre Situation aufmerksam.






Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

18. 5. 2013: Ein lesbisches Paar in Myanmar: Der "Internationale Tag gegen Homophobie" geriet weltweit zu einem bunten und eindringlichen Protest gegen Diskriminierung. Noch herrscht auf der Croisette vor dem Palais des Festivals in Cannes die Ruhe vor dem Sturm.

Werbung