WZ-Reflexionen

Der 94-jährige Zeitzeuge Luis Iriondo vor der Kopie des Picasso-Gemäldes in Guernica. - © Meyer

Zeitgeschichte

Das Vorspiel zum totalen Krieg1

  • Am 26. April 1937 bombardierte Hitlers Fliegerstaffel Legion Condor die baskische Kleinstadt Guernica. Pablo Picassos gleichnamiges Gemälde machte die Stadt zum Symbol gegen Krieg und Gewalt.

80 Jahre sind mittlerweile vergangen. Doch Luis Iriondo erinnert sich noch genau an jenen 26. April 1937. "So einen Tag vergisst man nicht. Er veränderte mein ganzes Leben. Meine Stadt wurde dem Erdboden gleichgemacht. Ich verlor viele Freunde und Bekannte"... weiter




Porträt

Das Eigenleben der Bilder

  • Den vielseitigen Kunsthistoriker Horst Bredekamp beschäftigen vor allem die komplexen Beziehungen zwischen Kunstgeschichte und Philosophie. Am 29. April wird er 70 Jahre alt.

"Ich habe, so lange ich zurückdenken kann, mich mit Bildern beschäftigt, mit Bildern, die einen prägenden Faktor in der Politik, in der Wissenschaft, im Sport darstellen". Mit diesem Satz eröffnete der Kunsthistoriker Horst Bredekamp ein ausführliches Gespräch in seiner Wohnung in Berlin... weiter




Apachen-Scout auf dem Rücken eines Pferdes, um 1906. - © Smith Collection/Gado/Getty Images

Indianer

Vom Wunsch, Winnetou zu sein10

  • Die Apachen-Indianer waren keine Friedensengel, wie uns der romantische Karl-May-Held glauben machen wollte. Historische Zeugnisse zeigen Bilder eines kriegerischen, mitunter auch grausamen Stammes.

Franz Kafka veröffentlichte vor mehr als hundert Jahren einige kleinere Texte, die er sorgfältig auswählte, darunter den aus nur einem Satz bestehenden "Wunsch, Indianer zu werden". Dieser Titel inspirierte viel später (1994) Peter Henisch zu einem ganzen Buch... weiter




Zwei Abenteurer im Geiste. - © Wikimedia, Karl-May-Gesellschaft,WZ-Montage

Literaturvergleich

Des Bären fette Keule6

  • Friedrich Schiller und Karl May haben mehr gemeinsam, als üblicherweise angenommen wird. Ein essayistischer Vergleich.

Sagen Sie nicht: Das sei wie Äpfel mit Pferdeäpfeln vergleichen. Den großen Schwaben und den kleinen Sachsen in ein und denselben Korb legen - das gehe doch nicht. Oh doch, es geht!So ganz absurd ist der Gedanke gar nicht. Schon Thomas Mann zog in seinem "Versuch über Schiller" von 1955 eine Linie... weiter




Der Anfang vom Ende der Junta: Im November 1973 besetzten protestierende Studenten das Athener Polytechnikum.

Griechenland

Ein Land im Gips16

  • Am 21. April 1967 errichtete das Militär in Griechenland mit Hilfe der CIA ein Terrorregime.

Am Ende stand die Farce: Diktator Georgios Papadopoulos, selbsternannter Retter von "Vaterland, Wirtschaft und Familie", weigerte sich, die Verantwortung für eine siebenjährige Terrorherrschaft zu übernehmen. "Ich werde nur der Geschichte und dem griechischen Volk antworten"... weiter




Wirkt im Alltag wenig verhext: Der Brocken, die 1141 Meter hoch gelegene Kuppe im Harz, mit Sendemasten, Brockenherberge (links) und Brockenmuseum (rechts). - © Spreitzhofer

Kulturgeschichte

Hexenzauber am "Muttergebürg"2

  • Dank Goethes "Faust" und der Walpurgisnacht lockt höllisches Treiben Ende April Tausende Besucher auf den Brocken im Harz.

Der Harz ist das höchste Gebirge Norddeutschlands, 110 km lang und 30 km breit. Sein höchster Punkt, die baumlose Brockenkuppe, blickt bis weit über Pommern hinaus. Besonders hoch ist er nicht, nicht einmal für Wiener Verhältnisse. Doch 1141 Meter können bedrohlich genug sein... weiter




Blick von der Aussichtsplattform der Kaiserburg auf die Altstadt Nürnbergs. - © Villachica

Stadtgeschichte

"Auge und Ohr" Deutschlands

  • Nürnberg wurde 1525 die erste evangelische deutsche Stadt von Rang. Damit kam der "Boomtown" des Spätmittelalters eine Vorreiterrolle zu. - Eine Spurensuche.

An diesem Frühlingsmorgen ist es noch sehr ruhig rund um eine der Hauptattraktionen der Nürnberger Altstadt: Zwischen Hauptmarkt, Rathaus, Dürerhaus und Kaiserburg liegt die spätromanische Sebalduskirche inmitten mittelalterlicher Gebäude. Dass ein Großteil der Patrizierhäuser wie auch St... weiter




Luthers Bibelübersetzung (1534). - © T. Schleese/Wikimedia

Sprachgeschichte

Die Machtworte des Reformators

  • Martin Luthers Einfluss auf die deutsche Sprache.

Ohne Martin Luther würden wir uns heute vielleicht kaum mit Menschen aus Norddeutschland verständigen können. Die Sprachentwicklung in den Niederlanden zeigt, dass der ursprüngliche deutsche Sprachraum Gefahr lief, zu zerbröckeln und zu zerbröseln. Ähnlich strebte ja auch das Slawische ab dieser... weiter




Charles Foster schlüpfte in die Rolle von Fuchs, Rothirsch u.a. Tieren. - © Fotalia (l., re.), Verlag Malik (Mitte)

Interview

"Es gab ekstatische Momente"

  • Der britische Tierarzt und Jurist Charles Foster über sein radikales Experiment, als Wildtier zu leben, über unsere sinnferne Kultur - und die Sehnsucht nach unseren Ursprüngen.

"Wiener Zeitung": Herr Foster, wie kamen Sie auf die Idee, in die Rolle von Wildtieren zu schlüpfen? Charles Foster: Als Kind gab es eine Amsel in unserem Vorort-Garten in Yorkshire. Sie sah mich an - und ich sah sie an, und ich hatte das Gefühl, sie wüsste etwas über den Garten... weiter




Soziologie sollte eingefahrene Denkmuster hinterfragen, scheinbar Feststehendes auflösen und mehr auf Ernüchterung denn auf Verheißung setzen. - © fotolia/WZ-Montage

Soziologie

Dialektiker vom Dienst6

  • Leitwissenschaft oder überflüssig? - Die Soziologie auf der Suche nach ihrer gegenwärtigen Relevanz.

"Die Soziologie beschützt den Soziologen vor jedem Kontakt mit der Wirklichkeit", schrieb der kolumbianische Denker Nicólas Gómez Dávila (1913-1994). Das klingt paradox, da sich die Soziologie ja ausdrücklich als Wirklichkeitswissenschaft versteht, und doch bringt dieses boshafte Aperçu etwas... weiter




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