WZ-Reflexionen

Fritz Gabriel Bauer mit zwei von ihm entwickelten Kameras (die Arricam ist jene im Hintergrund). - © Werner Schandor

Filmtechnik

Der Held hinter der Kamera

  • Trotz seiner drei Technik-Oscars gehört der Wiener Fritz Gabriel Bauer zu den weniger bekannten Akteuren des heimischen Films. Dabei hat er die Technik von 35 mm-Filmkameras revolutioniert.

Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky hat bei einer Podiumsdiskussion der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft 2016 darauf hingewiesen, dass ohne die Moviecam von Fritz Ga-briel Bauer der moderne Film vermutlich anders aussehen würde. Bis in die 1970er waren die Kameras... weiter




"Ich bin unkompliziert" und "Ich ziehe keine Bilanz": Zwei Wesenszüge der 1927 in Wien geborenen Fotografin Lisl Steiner, hier im Hotel Sacher in Wien.  - © Stanislav Jenis

Porträt

Neugier, Humor und Improvisation4

  • Ihrer Geburtsstadt Wien blieb die 1938 nach Übersee emigrierte Lisl Steiner immer verbunden. Kürzlich feierte die Fotografin und Zeichnerin hier ihren 90. Geburtstag.

Eine formidable Lockenmähne. Und jede Menge Armbänder. In Grün, Rot, Goldbraun, Orange funkeln sie. Dazu etliche große bis sehr große Ringe an den Fingern. Lisl Steiner ist das, was man in Wien eine Erscheinung nennt. Sie fällt auf. Dabei wirkt sie ausnehmend freundlich und entspannt. Klarer Blick... weiter




"Robot Couture", ein Exponat in Cyborg-Outfit von Thierry Mugler, New York 2006. - © Robyn Beck/afp

Transhumanismus

Biotechnologischer Stalinismus?9

  • Der Transhumanismus will die Grenzen der Biologie sprengen und den Menschen zum "Cyborg" aufrüsten. Unklar ist, ob dabei mehr Emanzipation oder Unterjochung herauskommt.

Es ist schon eine seltsame Koinzidenz: Während sich in Washington die Dystopie eines militärisch-industriellen Komplexes materialisiert, in dessen Mitte ein Baulöwe und Reality-TV-Star zum Abbruchunternehmer des Westens mutiert, entwickeln die En-trepreneure aus dem Silicon Valley die Utopie... weiter




Walter Baier (l.) und Robert Pfaller im Gespräch mit "Wiener Zeitung"-Mitarbeiterin Barbara Freitag. - © Peter Jungwirth

Interview

"Die Linke sollte das Moralisieren lassen"59

  • Walter Baier und Robert Pfaller über Auswirkungen des Neoliberalismus, Political Correctness, die #metoo-Debatte - und politische Visionen.

"Wiener Zeitung": Meine Herren, wie halten Sie es mit der Political Correctness? Walter Baier: Mich hat immer befremdet, dass bestimmte Formen des diskriminierungsfreien Kommunizierens als politische Haltung erscheinen. Dass man etwa keine antisemitischen Witze erzählt... weiter




Raffaels berühmtes, 7,70 m breites Fresko "Die Schule von Athen" (1510 bis 1511 im Vatikan für Papst Julius II. verfertigt), das im Sinne der Renaissance das antike Denken als Ursprung der europäischen Kultur, ihrer Philosophie und Wissenschaften verherrlicht. - © gemeinfrei

Philosophie

"Du kannst alles, was du willst"10

  • Die Philosophie des italienischen Humanismus gehört zu den Grundlagen des modernen Denkens. Denker wie Petrarca oder Pico della Mirandola entwickelten eine neue Vorstellung von der Würde des Menschen.

"In der Renaissance erhebt sich in Italien mit voller Macht das Subjektive, der Mensch wird geistiges Individuum und erkennt sich als solches", schrieb der Historiker Jacob Burckhardt in seinem Standardwerk "Die Kultur der Renaissance in Italien". Mit dieser Hinwendung zum Individuellen vollzog sich... weiter




Die Garnituren des Vindobona waren abwechselnd österreichisch, tschechisch und deutsch. Hier ein DDR-Zug des Typs VT 18.16 an der deutsch-tschechischen Grenze. - © Rolf-Dresden/Wikimedia

Eisenbahngeschichte

Durch den Eisernen Vorhang7

  • Wien - Prag - Berlin: Mitten im Kalten Krieg verband der "Vindobona" die drei Hauptstädte Mitteleuropas.

Nein, ich war nicht in Vindobona, ich habe dort keinen Kaffee getrunken und habe dort auch nicht in der Nase gebohrt. Aber ich war im Vindobona, und ich habe dort freilicherweise einen - wenngleich schlechten - Kaffee getrunken, und höchstwahrscheinlicherweise habe ich dort in der Nase gebohrt... weiter




Ferdinand Hodler: "Der Genfersee von Chexbres aus" (1905). Kunstmuseum Basel, Ankauf mit Mitteln des Birmann-Fonds. - © Kunstmuseum Basel/Martin P. Bühler

Mäzenatentum

"Me git, aber me sait nyt"7

  • Die Schweizer sind auch als Mäzene Weltspitze. Eine Erkundung in der Philanthropen-Hochburg Basel.

Die Schweizer stehen nicht eben im Ruf, prunksüchtig zu sein. Sozialen Rang und Vermögen nach außen hin zu bekunden, entspricht nicht dem Stil der Eidgenossen. Wer hat, der zeigt es nicht - oder pflegt es zu geben, und zwar im Sinne der Gemeinnützigkeit... weiter




"Sammeln hat auch etwas mit erreichbarer Seltenheit zu tun." Andrea Maria Dusl - © Markus Ladstätter

Interview

"Sammeln hat einen kindlichen Ursprung"15

  • Die Autorin und Zeichnerin Andrea Maria Dusl erzählt von ihrer Sammelleidenschaft.

"Wiener Zeitung": Frau Dusl, wie hat Ihre große Sammelleidenschaft begonnen? Andrea Maria Dusl: Meine erste Begegnung mit dem Begriff "Sammeln" machte ich in der Volksschule. Die Nonnen in der Leopoldsgasse (Volksschule der Schulschwestern in 1020 Wien, Anm.) sammelten bei uns Geld... weiter




Der Hirte Ghahreman Khameschi lebt in einer harten, archaischen Bergwelt. - © Sh. Habibian

Iran

"Ich bin wie der Erdboden"3

  • Der iranische Schriftsteller Mahmud Doulatabadi hat in seiner Jugend als Schafhirte gearbeitet. Wir haben ihn in Teheran getroffen, und ebenso einen greisen Hirten in den Bergen besucht.

Südlich des Kaspischen Meeres erstreckt sich von Westen nach Osten auf einer Länge von etwa 600 Kilometern das Alborzgebirge, dessen südliche Ausläufer unmittelbar an die Hauptstadt Teheran heranreichen. Nordöstlich der Stadt liegt als höchste Erhebung des Iran und des gesamten Nahen Ostens der 5604... weiter




Die einstige Pracht der bulgarischen Hauptstadt lässt sich nur noch erahnen. - © Veser

Bulgarische Literatur

Ein Schauplatz für gute Bücher1

  • Von der kommunistischen Literaturkritik als Ort des sozialen Elends verdammt, ist die Hauptstadt Sofia heute der mit Abstand beliebteste Ereignisort in der bulgarischen Gegenwartsliteratur.

Wie Sofia gegen Ende des 19. Jahrhunderts aussah, hat der Tiroler Maler Josef Oberbauer in zahlreichen Gemälden festgehalten. Bescheidene Häuser prägten das Erscheinungsbild, die wenigsten Straßen und Plätze waren gepflastert, der Ort wirkte sehr ländlich... weiter




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