WZ-Reflexionen

Die Grenzen von Glauben und Vernunft

  • Religiöse Standpunkte sind in bio-ethischen Fragen,
  • etwa wenn es ums Klonen geht, unabdingbar, aber
  • nicht grundsätzlich überlegen. Anmerkungen zur
  • Debatte zwischen Theologen und dem
  • Philosophen Jürgen Habermas.

Die Frage, wieviel Reli-gion die säkulare Gesellschaft nicht nur verträgt, sondern möglicherweise auch braucht, bewegt die europäischen Gesellschaften in den letzten Jahren intensiv, besonders dann, wenn es dafür symbolträchtige Anlässe gibt. Man denke an die Auseinandersetzungen um das islamische... weiter




Mit Engagement und Einfühlungsvermögen zum Erfolg: Niki Mossböck. - privat

Die Bildmontage steuert Blick und Gefühle des Zusehers

Ohne Schnitt kein Film

  • Die erfolgreiche Wiener Cutterin Niki Mossböck sieht die Leistungen ihres Berufsstandes nur mangelhaft gewürdigt.

Wenn Niki Mossböck von ihrer Profession spricht, dann nennt sie diese den "unsichtbaren Beruf". Tatsächlich nimmt der Konsument den Anteil ihrer Arbeit bewusst kaum wahr, dennoch liegt es in einem nicht geringen Ausmaß an ihr, ob er das Endprodukt intuitiv als stimmig empfindet - oder eben nicht... weiter




Claudia Dzengel (r.) im Gespräch mit Sonja Panthöfer. - Anja Lungstrass

Die Kalligrafin und Schreiblehrerin Claudia Dzengel über die Qualität von Handschriften, die Unterschiede von Tastatur und Schreibstift - und warum ein mit Tinte verfasster Brief mehr Intensität hat als eine E-Mail.

"Schreiben hat was Meditatives"

"Wiener Zeitung": Frau Dzengel, was verrät Ihnen die Handschrift über einen Menschen? Claudia Dzengel: Zunächst stelle ich mir allgemeine Fragen wie die, ob es sich um einen Mann oder eine Frau, einen alten oder jungen Menschen handelt. Die Antworten darauf würde ich aber eher als intuitiv... weiter




Ranajit Guha, der am 23. Mai 90 Jahr alt wird, mit seiner Ehefrau Mechthild, 2008. - Foto: Nonica Datta

Stimmen aus der Parallelwelt

  • Der indische Historiker Ranajit Guha gilt als Begründer der "Subaltern Studies". Als Kritiker der kolonialistisch-eurozentristischen Geschichtsschreibung erforscht er das Leben der "Subalternen" des Subkontinents.

"Das ganze Land erbebt / Vom Schmerz all jener / die gepeinigt von den Grundherrn, in Not und Elend leben / Kommt, greift euch Äxte, Pfeil und Bogen / Lieber den Tod erleiden als so weiter leben!" Dieses Lied findet sich im Roman "Aufstand im Mundaland" der indischen Autorin Mahasweta Devi... weiter




Minna Wagner, Porträt von Clementine Stockar-Escher, 1853. - Abb.: Wikip.

Lebensleistung Genie-Entfaltung

  • Dreißig Jahre lang war Richard Wagner mit Minna Planer verheiratet. An ihrer Seite hat er fast alle seine Werke komponiert oder zumindest konzipiert. Warum weiß man so wenig von seiner ersten Frau?

Eva Rieger und Sibylle Zehle folgen in ihren Buchpublikationen den Spuren Minna Wagners (1809-1866) auf Reisen von Zürich bis Königsberg, von Paris bis Riga. Die Autorinnen korrigieren das einseitige Bild der Wagner-Literatur, wo Minna über die Rolle einer Haushälterin nicht hinausgekommen ist... weiter




"Für mich war Musik schon früh etwas Lebensnotwendiges. Als ich später einmal keine Möglichkeit hatte, Musik zu machen, bin ich depressiv geworden." Walter Arlen - Foto: Bernadette Conrad

Walter Arlen floh 1939 nach Chicago

"Musik ist das Beste, was mir passiert ist"

  • Der in Wien geborene Komponist Walter Arlen erzählt von den schlimmen Tagen im März 1938, dem Glück, das er in Amerika fand, seiner großen Liebe zu Liedern - und von der Nostalgie über all das Verlorene, die in seiner Musik steckt.

"Wiener Zeitung": Herr Arlen, der 12. März 1938 war jener Tag, der Ihr Leben für immer aus dem vertrauten Gleis brachte. Können Sie sich daran erinnern? Walter Arlen: Ich kann mich genau erinnern: Es war es ein Samstag. Am Freitag davor fand das letzte Familienabendessen statt... weiter




Bergwelten des Malers Walter Klier: "Die Moräne" (Gouache auf Leinwand, 2013). - Foto: Walter Klier

Begegnung mit dem Numinosen

  • Das Hochgebirge gilt in vielen Kulturen als erhabene, metaphysische Zone. Doch schon früh reizte es des Menschen Forscher- und Tatendrang. - Eine kurze Kulturgeschichte des Alpinismus.

Von allem Anbeginn steigt der Mensch in die Berge, und es tut sich Außergewöhnliches dort, um ihn herum und in ihm drinnen. Diesen Anbeginn kennen wir aus der Heiligen Schrift, wo nicht nur Moses auf dem Berg Sinai (2285 m) von Gott die Zehn Gebote in Gestalt steinerner Tafeln erhält... weiter




Theoretiker der Subversion

  • Erinnerung an den vor zehn Jahren verstorbenen Politikwissenschafter Johannes Agnoli, einen so ironiefähigen wie streitbaren Denker und wichtigen Stichwortgeber der 68er Bewegung.

Wladimir Iljitsch Lenin empfahl den Revolutionären, sich in für sie schlechten Zeiten in "Geduld und Theorie" zu üben. Der Gesellschaftskritiker Johannes Agnoli hingegen, der zeitlebens keinerlei Sympathien für den autoritären Staatssozialismus osteuropäischer Prägung hegte... weiter




Das "Highlinen" in gebirgigen Höhen ist die Königsdisziplin des "Slacklinens": Hier Christian Waldner unterwegs zur Innsbrucker "Frau Hitt", 2012. - Foto: Slackliner.at

Fester Stand auf dem Band

  • Der Tiroler Christian Waldner ist einer der Stars der österreichischen "Slackline"-Szene. Nach wagemutigen Touren im Hochgebirge überquert er nun am 24. Mai den Wiener Stephansdom in rund 60 Metern Höhe.

Es begann vor ungefähr zehn Jahren im Kletterparadies von Arco im Trentino, nahe dem Gardasee. Der junge Tiroler Sport- und BWL-Student Christian Waldner, geboren 1979, war mit Freunden von einer fordernden Klettertour zurückgekommen, und alle lagen matt und ausgelaugt in den Zelten... weiter




"Brauche Berge zum Festhalten"

Peter Habeler

  • Der Tiroler Extrembergsteiger Peter Habeler über Gipfel-Erlebnisse und gefährliche Seilschaften, die Mount- Everest-Expedition mit Reinhold Messner vor 35 Jahren - und über die kleinen Freuden nach einem Abstieg.

"Wiener Zeitung": Herr Habeler, wir sitzen hier in Ihrem Haus in Finkenberg im Zillertal, umgeben von hohen Bergen. Könnten Sie auch im Flachland leben? Peter Habeler: Nicht auf Dauer. Ich bin froh, dass ich hier leben kann. Von hier aus überblicke ich meine geliebten Mountains ... weiter




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Propaganda und Provokation

Denkmal für iranische Marine-Soldaten, Opfer der "Operation Praying Mantis", auf dem Friedhof Bethesht-e-Zahra in Teheran. - Foto: Wikimedia Die USA müssen zurzeit an zwei Propagandafronten bestehen. Neben den jüngsten Ereignissen rund um den unberechenbaren Provokateur Nordkorea sorgte im... weiter




Letzte Garantie gegen Tyrannei

Spruchband zum "Gun Appreciation Day", dem amerikanischen "Waffentag" (Louisiana, Jänner 2013): - Foto:  Corbis/ Julie Dermansky Die Muster wiederholen sich: Ein Massaker an einem öffentlichen Ort, wie etwa zuletzt an einer amerikanischen Schule im Dezember des vergangenen... weiter




Blockadepolitik nicht nur seitens der Republikaner

Ein Sprung über viele Klippen

Barack Obama am Tag seiner ersten Inauguration im Jänner 2009 im Lift des Weißen Hauses. Am 21. Jänner 2013 steht ihm diese Zeremonie neuerlich bevor. - EPA Mehr vom selben und dennoch anders! So könnte man die kommende zweite Amtszeit von Präsident Obama umschreiben. An den strukturellen Grundbedingungen... weiter



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Herbert Stepic am Freitag vor der Presse. - APAweb/GEORG HOCHMUTH
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Das Wetter meinte es nicht gut: Am Samstag Nachmittag hieß es das Ball-Publikum mit herbstlich kühlen Temperaturen am Wiener Ring willkommen.

Gottfried Helnwein, Peinlich, 1971, Die Wolldecke eines Navajo-Häuptlings wurde bei Sothebys in New York für rund 221.000 US-Doller versteigert. Es war die erste Auktion aus dem Nachlass der Sammlung Andy Williams, des bekannten US-amerikanischen Popsängers und Fernsehentertainers.

Chondrocladia lyra, ein fleischfressender Schwamm, lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien. Die Art wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt. "Erstbegehung" des Wiener Wahrzeichens:  Slackliner Christian Waldner arbeitete sich in 60 Metern über dem Boden Schritt für Schritt vom großen Steffl-Turm (Südturm) bis zum südlichen Heidenturm vor und tänzelte nach kurzer Verschnaufpause wieder retour. Der Drahtseilakt dauerte rund zehn Minuten.

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